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13.02.2018 20:46
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Börsen-Zeitung: Dezentraler Schutzwall Kommentar von Björn Godenrath

zu Kryptobörsen, Bitcoin & Co.

Frankfurt (ots) - Wenn die Hacker zuschlagen, fällt der Beutezug

groß aus. Mehrere hundert Millionen Euro sind in den vergangenen

Wochen auf Konten von Kriminellen gelandet, die sich Zugang zu

miserabel gesicherten Kryptobörsen verschaffen. Solange Guthaben

zentral online zugänglich sind, haben die Hacker eine Chance. Meist

sind es private Investoren, die mit ihrem Depot Opfer solcher

Attacken werden, eine Haftung der Plattform-Betreiber gibt es mangels

eines regulatorischen Rahmens nicht. An dieser Stelle muss man sich

fragen, ob die Aufseher ihrer Rolle als Verbraucherschützer

gerecht werden. Es reicht nicht, Warnungen zu veröffentlichen,

während längst Mindeststandards stehen könnten. Das betrifft

Kernelemente der Infrastruktur: Ohne Identitätsabgleich (KYC) geht

es nicht.

In den USA hat der Regulator der Kryptowährungsbranche ins

Stammbuch geschrieben, eine formale Selbstregulation zu betreiben, um

so Standards auf allen kritischen Feldern von Datenschutz bis

Berichtspflichten zu schaffen. Analog zur Finra (Financial Industry

Regulatory Authority) könnte ein Watchdog für die Branche

entstehen, der im öffentlichen Interesse handelt. In Europa fühlt man

sich da eher den Buchstaben der Rulesâ & Regulations verpflichtet und

setzt bei Finanzinnovationen auf Nachregulierung mit großzügigen

Umsetzungsfristen. Beim G20-Treffen im März soll das Vorgehen global

abgestimmt werden, sehen die Finanzminister in Sachen Bitcoin

doch Handlungsbedarf, was Betrugsprävention und Sicherung der

Finanzstabilität angeht.

Dabei haben sich bereits viele Kryptohandelsplätze aktiv an ihren

Aufseher in London, Singapur und Tokio gewandt, um

regulierungskonformes Verhalten herzustellen - nicht zuletzt in

steuerlichen Angelegenheiten muss man sauber dastehen. Kunden aus der

Geldwäsche verdächtigen Ländern werden gerne pauschal ausgeschlossen,

weil da nichts anbrennen soll.

Dieser Selbstschutz muss nun stärker auf Cybersecurity ausgeweitet

werden. Dafür gehen die ersten Plattform-Betreiber neue Wege und

ziehen einen architektonischen Schutzwall hoch, indem der Handel

Peer to Peer und damit dezentral abgewickelt wird. Damit dürften

Guthaben kaum noch für Hacker zugänglich sein. Ob die Handelsplätze

technologisch auch für große Volumina taugen, wird sich zeigen -

die Option zur sofortigen Abwicklung wird (gegen Aufpreis) jedenfalls

offeriert. Die neue Gründergeneration besteht aus

Software-Ingenieuren, was die Hoffnung nährt, dass die Schutzwälle

besser halten.

OTS: Börsen-Zeitung

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/30377

newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_30377.rss2

Pressekontakt:

Börsen-Zeitung

Redaktion

Telefon: 069--2732-0

www.boersen-zeitung.de

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