17.07.2017 20:49
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Börsen-Zeitung: Polster für Peking, Kommentar zu Chinas Konjunktur von

Norbert Hellmann

Frankfurt (ots) - Chinas Konjunkturbelebung scheint doch nicht nur

ein Strohfeuer zu sein. Das zweite Quartal in Folge wächst die

weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft um 6,9% und damit in einem

Tempo, das man ihr kaum zuzutrauen gewagt hätte. Im Herbst sah man

das Wachstum nach jahrelangem Abkühlungstrend neu aufflackern.

Allerdings war zu befürchten, dass vor allem hitzige Rohstoff- und

Immobilienmärkte und damit wenig nachhaltige Faktoren den Takt

angeben. Mittlerweile zeichnet sich ein etwas robusteres Bild ab.

Auch abseits eines Rohstoffbooms hat Chinas verarbeitendes Gewerbe

einen Zahn zulegen können, während Dienstleistungskonjunktur und

Konsum auf ansprechenden Touren laufen. Der in den Vorjahren eher

Kummer machende Außenhandel profitiert von einer soliden globalen

Nachfrage, während die Zeitbombe eines handelspolitischen

Megakonflikts mit den USA entschärft werden konnte.

Chinas Wachstumsziel für 2017 ist anders als in den vergangenen

Jahren keine Zitterpartie. Nach einem Plus von 6,9% in den ersten

sechs Monaten gibt es jede Menge Spielraum, die Jahreszielmarke von

6,5% zu erreichen. Da es zudem gelungen ist, den Abwertungstrend des

chinesischen Yuan zu stoppen und einem bedrohlich wirkenden

Kapitalabfluss einen Riegel vorzuschieben, zählt China in der

Wahrnehmung an den internationalen Finanzmärkten zunächst einmal

nicht mehr zu den Angstfaktoren.

In China selber haben die Märkte gar keine Gelegenheit bekommen,

die guten Wachstumsdaten zu goutieren. Dort zeigen sich die Anleger

von den Weichenstellungen einer großen Regierungskonferenz zum

Finanzsektor alarmiert. Pekings Wirtschaftslenker sehen die flotte

Wachstumsvorgabe der ersten Jahreshälfte weniger als Ruhekissen denn

als Polster an, das eine verschärfte Gangart bei der Bekämpfung von

Finanzstabilitäts- und Verschuldungsrisiken erlaubt. Die sogenannte

Deleveraging-Kampagne wird zu einer Dämpfung der

Finanzierungsaktivität führen, die mittelbar auch bremsend auf Chinas

Wirtschaftswachstum in der zweiten Jahreshälfte und im kommenden Jahr

wirken dürfte.

Wenn es dabei vor allem Blasen werfende Sektoren und

Finanzaktivitäten erwischt, wäre die Rückkehr zu einer leichten

Abkühlungstendenz fast so etwas wie eine gute Nachricht. Zumindest

ist jetzt eine gute Grundlage geschaffen worden, um Chinas

mannigfaltige Finanzsektorprobleme anzugehen, ohne internationale

Panik zum China-Wachstum zu schüren.

OTS: Börsen-Zeitung

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Pressekontakt:

Börsen-Zeitung

Redaktion

Telefon: 069--2732-0

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