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09.11.2018 09:43
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Wirtschaft in MOE brummt dank Privatkonsum / Coface: 500 größte Firmen

mit mehr Umsatz, mehr Gewinn und mehr Mitarbeitern

Mainz (ots) - Die Wirtschaft in Mittel- und Osteuropa (MOE) läuft

gut. Die 500 größten Unternehmen steigerten Umsatz, Gewinn und

Beschäftigungszahl. Das hat die jährliche Studie des

Kreditversicherers Coface "CEE Top 500" ergeben. Das BIP-Wachstum

erreichte im vergangenen Jahr 4,5 Prozent und damit den höchsten

Stand seit acht Jahren. Und die Aussichten sind weiter gut.

"2017 war ein Spitzenjahr für die MOE-Länder und ihre Big Player",

fasst Declan Daly, Coface-CEO für Mittel- und Osteuropa, die

Ergebnisse der jüngsten Coface-Studie zu den 500 größten Unternehmen

der Region zusammen. "Die Gründe für das Wachstum sind vielfältig,

aber stärkster Treiber war der Privatkonsum. Hinzu kommt der erhöhte

Export. Die Erholung der Eurozone spielt ebenso eine Rolle wie eine

verbesserte Nachfrage aus Russland", erläutert Daly. 80 Prozent aller

Ausfuhren aus der Region gehen in die EU. Russland bleibt für einige

Länder, beispielsweise die baltischen Staaten, ein wichtiger

Handelspartner.

Top 500 punkten in Umsatz, Gewinn und Beschäftigung

In der Studie ordnet Coface die größten 500 Unternehmen in Mittel-

und Osteuropa nach ihrem Umsatz ein und analysiert relevante Daten

wie die Zahl der Mitarbeiter, die Rahmenbedingungen der Unternehmen,

Branchen und Märkte. Auch die neuen Bonitätsprüfungen der Coface

werden berücksichtigt. Die Unternehmen erlebten 2017 ein günstiges

makroökonomisches Umfeld. So stieg die durchschnittliche

BIP-Wachstumsrate mit 4,5 Prozent auf den höchsten Stand der letzten

acht Jahre, nach 3,1 und 3,7 Prozent in den Vorjahren. Damit

schlossen die Top-500-Unternehmen das Jahr mit einem Umsatzplus von

11,8 Prozent auf 652 Milliarden Euro und einem Anstieg der

Beschäftigungsquote von 4,7 Prozent auf 2,4 Millionen Menschen ab.

Noch höher war die Steigerung des Reingewinns um 16,2 Prozent in den

500 größten Unternehmen.

Spitzenposition für Automobil/Transport

Die drei Schlüsselbranchen der größten Unternehmen

(Automotive/Transport, Öl/Gas, Handel) stehen für fast 60 Prozent des

Umsatzes, wenngleich der Anstieg des Gesamtumsatzes 2017 von allen

Branchen getragen wurde. Ebenso entwickelte sich der Reingewinn für

die meisten Unternehmen positiv. Die Steigerungsraten liegen zwischen

fünf Prozent in der Holz- und Möbelindustrie und 51,4 Prozent bei

Textilien, Leder und Bekleidung. Den höchsten Gesamtumsatz

verzeichnete die Branchengruppe Mineralien, Chemikalien, Erdöl,

Kunststoffe und Pharma (Öl/Gas) mit 9,5 Milliarden Euro. Die

Bauwirtschaft kämpfte erneut und war die einzige Branche mit einem

enormen Nettoverlust von -118,6 Prozent, wenngleich auch mit einem

Umsatzplus von 16 Prozent.

Automobilindustrie lebt von Nachfrage aus Westeuropa

Automobil/Transport als größter Sektor profitierte von der

wachsenden Nachfrage aus Westeuropa, wohin der Großteil der

Produktion exportiert wird. In MOE wächst der Anteil der

Automobilunternehmen. Die bereits etablierten Unternehmen erhöhten

ihre Kapazitäten. So wurden neue Werke von Jaguar Land Rover in der

Slowakei und BMW in Ungarn errichtet. Das traditionelle Rückgrat der

Top 500, der Sektor Öl/Gas ist wieder auf Kurs. Mineralien und Erdöl

profitierten von einer Erholung der Ölpreise und einer steigenden

Nachfrage. Chemie und Kunststoffe verzeichneten dank neuer

Investitionen und einer soliden Nachfrage im In- und Ausland eine

höhere Produktion. Die Pharma-Branche profitierte von einem

steigenden Haushaltskonsum in einer alternden Bevölkerung sowie

positiven Auswirkungen ausländischer Direktinvestitionen (FDIs) und

einer höheren Nachfrage auf den Auslandsmärkten. Der dritte Sektor

auf dem Podium ist der Handel. Haupttreiber des Wachstums ist der

private Konsum, der sich vor allem 2017 durch sinkende

Arbeitslosigkeit und steigende Löhne beschleunigte. Der Handel ist

mit fast einem Drittel aller Beschäftigten erneut der wichtigste

Arbeitgeber. Das ist eine Steigerung um 6,3 Prozent gegenüber 2016.

Optimismus für 2018 und darüber hinaus

Die Aussichten sind nach Coface-Einschätzung gut, wenngleich mit

einer Abschwächung der wirtschaftlichen Expansion zu rechnen sei.

"Nach dem Spitzenwachstum 2017 prognostiziert Coface für 2018 plus

4,1 Prozent und das kommende Jahr 3,4 Prozent in der MOE-Region",

erklärt Grzegorz Sielewicz, Regional Economist bei Coface für Mittel-

und Osteuropa. Die Verlangsamung werde aber nicht weitreichend sein,

und die Unternehmen könnten weiter von einer soliden Nachfrage

ausgehen. "Die Haushalte werden weiterhin durch eine niedrige

Arbeitslosigkeit und steigende Löhne unterstützt. Der erneute

Aufschwung bei Investitionen wird ebenfalls einen positiven Beitrag

zum Wachstum leisten." Allerdings sei der Arbeitskräftemangel in der

Region auf ein hohes Niveau gestiegen. Das könne die wirtschaftliche

Expansion einschränken.

Chancen für Deutschland

"Die positive wirtschaftliche Situation in den MOE-Ländern hat

auch für Deutschland Auswirkungen. Unsere Unternehmen haben gute

Chancen von dem anhaltenden Wirtschaftswachstum zu profitieren",

betont Katarzyna Kompowska, Regional CEO für Nordeuropa und Country

Managerin Deutschland bei Coface. "Handelspartner müssen sich aber

auf eine verlangsamte Konjunktur im MOE-Raum einstellen." Im Kontext

bereits zunehmender Insolvenzen müsse allerdings die Liquidität der

Unternehmen beobachtet werden.

Die Studie sowie weitere Infos zu MOE: www.coface.de

OTS: Coface Deutschland

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/51597

newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_51597.rss2

Pressekontakt:

Coface, Niederlassung in Deutschland

Pressesprecher Erich Hieronimus

Tel. 06131/323-541

erich.hieronimus@coface.com

www.coface.de

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