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09.02.26 09:01 Uhr

Deloitte-Umfrage: Deutsche blicken mit Sorge auf die Zukunft der

nationalen Sicherheit / Mehrheit erwartet Verschlechterung der Lage

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und bewertet Verteidigungsfähigkeit als gering

München (ots) -

- Mehr als die Hälfte der Deutschen erwartet eine Verschlechterung der

sicherheitspolitischen Lage in den kommenden zwei Jahren.

- Drei Viertel der Befragten bewerten die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands

als gering.

- Die größte Sorge gilt Anschlägen auf kritische Infrastruktur und

Cyberangriffen, während militärische Angriffe auf deutsches Gebiet weniger

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gefürchtet werden.

Die deutsche Bevölkerung blickt mit Besorgnis auf die zukünftige

Sicherheitslage. Mehr als die Hälfte (54%) erwartet eine Verschlechterung der

sicherheitspolitischen Lage in Deutschland in den kommenden zwei Jahren. Nur

rund 15 Prozent rechnen mit einer Verbesserung. Dies ergab eine aktuelle

repräsentative Umfrage von Civey im Auftrag von Deloitte unter 5.000

Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern ab 18 Jahren, die anlässlich der Münchner

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Sicherheitskonferenz veröffentlicht wurde.

Die Einschätzung der aktuellen militärischen Bedrohungslage in Deutschland ist

geteilt: Während 43,7 Prozent der Befragten Deutschland als militärisch bedroht

empfinden, sehen etwa genauso viele keine solche Bedrohung. Die Sorgen richten

sich vor allem gegen hybride Gefahren. Über die Hälfte der Befragten (53,6%)

empfindet Anschläge auf kritische Infrastruktur als größte Bedrohung der

nationalen Sicherheit, gefolgt von Cyberangriffen auf Staat und Wirtschaft

(39,6%) sowie politischem Extremismus (39%). Militärische Angriffe auf deutsches

Gebiet werden hingegen nur von 8 Prozent der Befragten als größte Bedrohung

wahrgenommen.

Volker Krug, CEO Deloitte Deutschland, betont: "Die Menschen in Deutschland

nehmen Sicherheit heute breiter und realistischer wahr: Nicht allein

militärische Szenarien, sondern vor allem Angriffe auf kritische Infrastruktur

und Cyberattacken bereiten Sorgen. Dieses Stimmungsbild ist ein klarer

Handlungsauftrag an Politik, Wirtschaft und Verwaltung, Widerstandsfähigkeit,

digitale Sicherheit und Krisenfähigkeit gemeinsam zu stärken."

Wachsende Unsicherheit und Vertrauensfragen

Die eigene Verteidigungsfähigkeit Deutschlands wird von einer überwältigenden

Mehrheit der Bevölkerung als gering eingestuft: Drei Viertel der Befragten (76,8

%) beurteilen diese als eher gering oder sehr gering. Parallel dazu empfindet

eine Mehrheit (60,5%), dass sich die sicherheitspolitische Zusammenarbeit

innerhalb der NATO in den letzten zwei Jahren verschlechtert hat, während

lediglich 17,5 Prozent eine Verbesserung sehen.

Bei der globalen Krisenbewältigung favorisiert die Bevölkerung für Deutschland

eine unterstützende Rolle als "Mitgestalter" (47,9%), deutlich vor einer

neutralen Position (27,1%) oder einer führenden Rolle als "Vorreiter" (17,6%).

Als vertrauenswürdigster sicherheitspolitischer Partner wird die Europäische

Union von zwei Dritteln der Befragten genannt, gefolgt von Großbritannien mit

49,7 Prozent. Den USA vertrauen nur noch 15 Prozent als Partner in der

Sicherheitspolitik, gefolgt von Russland mit knapp 11 Prozent. Die Stärkung der

NATO-Zusammenarbeit (54%) und die Reduzierung strategischer Abhängigkeiten

(58,1%) sind die bevorzugten Wege für ein stärkeres internationales Engagement.

"Die Diskrepanz zwischen dem Wunsch nach einer starken Rolle in internationalen

Bündnissen und der Skepsis gegenüber der eigenen Verteidigungsfähigkeit

verdeutlicht die Herausforderung, vor der Deutschland steht. Die eigene

Verteidigungsfähigkeit sichern und zugleich multinational denken - von

Fähigkeiten über Beschaffung bis zu Interoperabilität. Es geht darum, Vertrauen

in die eigenen Fähigkeiten aufzubauen und gleichzeitig die europäische

Zusammenarbeit zu festigen", kommentiert Dr. Germar Schröder, Partner Defence &

Security bei Deloitte.

Informationsquellen und zukünftige Anforderungen

Um sich über sicherheitspolitische Themen zu informieren, nutzen die meisten

Deutschen Zeitungen und Nachrichtenportale (65,9%) sowie das

öffentlich-rechtliche Fernsehen (59,5%). Soziale Netzwerke (11,2%) und

Podcasts/YouTube-Kanäle (16,6%) spielen eine geringere, aber für jüngere

Zielgruppen relevante Rolle.

Die ausführliche Umfrage finden Sie hier (https://image.marketing.deloitte.de/li

b/fe31117075640474771d75/m/1/3fb10e39-21a9-4521-a8fa-b65df484d86d.pdf).

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