28.10.2021 13:20

OTS: Diligent / Topmanager-Vergütung: Sozial- und Öko-KPIs werden wichtiger / ...

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Topmanager-Vergütung: Sozial- und Öko-KPIs werden wichtiger / 27 % der

deutschen börsennotierten Unternehmen beachten ökologische und soziale

KPIs / Vertrauen in eigene ESG-Programme gering

München (ots) - Laut Diligent, Anbieter von Software-Lösungen für moderne

Corporate Governance, haben 27 Prozent der deutschen börsennotierten Unternehmen

im vergangenen Jahr nachhaltige KPIs als Teil ihrer Umwelt-, Sozial- und

Corporate-Governance-Metriken (ESG) in die Vergütung von Führungskräften

integriert. Die Statistik ist Teil einer europaweiten Studie mit 1.914

Unternehmen, darunter 29 aus dem DAX 40. Die von Diligent beauftragte Studie

ergab, dass es vor zehn Jahren keine deutschen Unternehmen gab, die

ESG-Kriterien mit der Unternehmensvergütung verknüpften. Heute tun dies bereits

über ein Viertel (27 Prozent).

Im Vergleich zu anderen Ländern Europas hinkt Deutschland auf diesem Gebiet

jedoch immer noch hinterher. In 15 wichtigen europäischen Märkten (Belgien,

Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Irland, Italien,

Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien) lag der

Anteil der Unternehmen, die ESG-Kennzahlen in die Vergütungspläne für

Führungskräfte aufgenommen haben, im letzten Jahr im Schnitt bei 34 Prozent. Im

Jahr 2008 hatte ihr Anteil noch bei 4 Prozent gelegen. Der Anstieg in den

letzten Jahren ist möglicherweise eine Folge des bevorstehenden

Richtlinienvorschlags der EU-Kommission "Corporate Sustainability Reporting

Directive (CSRD)", der einen neuen Standard für die europäische

Nachhaltigkeitsberichterstattung vorsieht und 2022 in Kraft treten wird.

Wenig Vertrauen in eigene ESG-Programme

Laut einer Umfrage der gemeinnützigen Organisation OCEG, die sich für Corporate

Governance einsetzt, gaben mehr als die Hälfte der 530 befragten Führungskräfte

von Unternehmen in Europa und den USA an, dass sie wenig oder gar kein Vertrauen

in die Zuverlässigkeit und Reife ihrer ESG-Programme haben. Das könnte ein Grund

für die geringere Verbreitung von ESG-bezogenen Vergütungen in Deutschland sein.

Diligent, dessen Governance-Plattform von 57,5 Prozent der DAX 40- und 37

Prozent der Euronext-Unternehmen genutzt wird, empfiehlt Unternehmen,

ESG-Programme ernst zu nehmen, um Risiken zu managen und die Einhaltung von

Vorschriften zu gewährleisten.

Peter Herr, Vertriebsleiter von Diligent in Deutschland: "ESG mit finanziellen

Belohnungen zu verknüpfen, kann ein nützlicher Anreiz von Seiten der Unternehmen

sein, wenn sie Erfolgskriterien entwickeln. Es ist jedoch besorgniserregend,

dass so viele Führungskräfte kein Vertrauen in ihre ESG-Programme haben, was

einer der Hauptgründe dafür sein könnte, dass dies für deutsche börsennotierte

Unternehmen keine Priorität ist."

ESG-Strategie heute ein Muss

"Eine ESG-Strategie ist eine fortlaufende Aufgabe im Hinblick auf die eigene

Risikobewertung eines Unternehmens und die Sicherstellung seines Wachstums. Eine

ESG-Strategie zu haben, ist nicht mehr freiwillig oder vorauseilend, sondern

unerlässlich", so Peter Herr.

In diesem Jahr haben mindestens 15 Unternehmen in ganz Europa beratende

Abstimmungen über ihre Klimaschutzpläne durchgeführt, weitere sind zu erwarten.

Da die Jahreshauptversammlungen vieler Unternehmen in der Regel im vierten und

im ersten Quartal stattfinden, werden die Mitglieder des Vorstands und die

Aktionäre wahrscheinlich in Kürze über "Say on Climate"-Vorschläge abstimmen

müssen.

Eine kürzlich durchgeführte Überprüfung der von Unternehmensleitungen

vorgeschlagenen Hauptversammlungsbeschlüsse ergab allerdings, dass zwischen Juni

2020 und Juli 2021 bei mehr als drei Vierteln (76 Prozent) der DAX-Unternehmen

bei mindestens einer Abstimmung zehn Prozent der Aktionäre gegen die Vorschläge

stimmten.

Führungskräfte müssen ESG-relevante Fakten kennen

Peter Herr: "Um über ökologische oder soziale Vorschläge abstimmen zu können,

müssen Führungskräfte mit den Fakten vertraut sein, die Governance-Landschaft

aus Sicht der Gesetzgebung und der Compliance verstehen und über einen

effektiven Kommunikationskanal verfügen, um ihre Meinung zu äußern. Diligent

kann Vorstandsmitglieder dabei unterstützen, die besten Entscheidungen für ihre

langfristigen Geschäftsziele zu treffen."

Über Diligent

Diligent (https://www.diligent.com/de/) ist ein führender Anbieter für

Saas-Lösungen im Bereich Governance, Risk & Compliance (GRC) mit mehr als einer

Million Nutzern in über 25.000 Unternehmen weltweit. Die GRC-Plattform von

Diligent bietet Vorständen, Geschäftsführern und anderen Führungskräften einen

ganzheitlichen, integrierten Überblick zu Audit, Risiko, Informationssicherheit,

Unternehmensethik und Richtlinieneinhaltung im gesamten Unternehmen. Diligent

bringt Führungskräften Technologie, Einblicke und Sicherheit, sodass sie eine

effektivere, gerechtere und erfolgreichere Organisation schaffen können. 65

Prozent der Fortune 100-, 83 Prozent der ASX 200- und 90 Prozent der FTSE

100-Unternehmen sind Kunden von Diligent.

Pressekontakt:

Pressestelle Diligent Deutschland

c/o Industrie-Contact AG

Erik Biewendt

Tel. +49 40 899 666 14

mailto:erik.biewendt@industrie-contact.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/159627/5058716

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