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16.01.2020 09:34
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OTS: Immowelt AG / Mieten im 10-Jahresvergleich: Wohnen in deutschen ...

Mieten im 10-Jahresvergleich: Wohnen in deutschen Großstädten um bis

zu 104 Prozent teurer

Nürnberg (ots) - Der 10-Jahresvergleich der Angebotsmieten in Deutschlands

Großstädten von immowelt.de zeigt: In Berlin haben sich die Mieten seit 2009

mehr als verdoppelt: Aktuell kostet der Quadratmeter im Median 11,40 Euro /

München bleibt teuerste Großstadt: Mieten steigen um 61 Prozent auf 17,70 Euro

pro Quadratmeter / Wirtschaftsstarke Regionen wie Nürnberg (+52 Prozent) und

Hannover (+48 Prozent) verzeichnen große Anstiege / Der Osten zwischen Boom und

Stagnation: Leipzig (+42 Prozent) im Aufwind, Rostock (-5 Prozent) mit Rückgang

/ NRW: Große Sprünge in den Rheinmetropolen und in Studentenstädten

Die Mieten in deutschen Großstädten sind in den vergangenen 10 Jahren

überproportional gestiegen. Das belegt eine aktuelle Analyse von immowelt.de.

Während die Inflation bei 14 Prozent lag, sind die Mieten in vielen Großstädten

durch die Decke gegangen. Spitzenreiter ist Berlin, wo sich die Mieten mit einem

Plus von 104 Prozent mehr als verdoppelt haben. Aber auch in München, Hamburg

oder Frankfurt übertrafen die Mieten bei weitem die allgemeine Preissteigerung.

Untersucht wurden die Angebotsmieten von Wohnungen (40 bis 120 Quadratmeter) in

80 deutschen Großstädten. In 77 der untersuchten Städte lag die Mietsteigerung

über der Inflation.

Die große Attraktivität, der anhaltend hohe Zuzug und der Mangel an günstigem

Wohnraum haben dafür gesorgt, dass die Preise in Berlin explodiert sind. Vor 10

Jahren zahlten Mieter in der Hauptstadt noch 5,60 Euro pro Quadratmeter, heute

müssen sie bei Neuvermietung im Median mit 11,40 Euro rechnen. Die Politik

reagiert darauf mit dem geplanten Mietendeckel. Damit soll ein Rückgang der

Mieten und eine geringere Belastung der Bevölkerung erreicht werden. Inwiefern

das Gesetz erfolgreich ist, wird sich zeigen.

"Die Attraktivität vieler Großstädte ist ungebrochen und die Mieten steigen. Im

vergangenen Jahrzehnt ist es den Kommunen offensichtlich nicht gelungen, die

richtigen Weichen für mehr bezahlbaren Wohnraum zu stellen", sagt Prof. Dr.

Cai-Nicolas Ziegler, CEO der Immowelt. "Mietpreisbremse und Mietendeckel werden

das Problem nicht lösen - es müssen vielmehr Anreize geschaffen werden, um den

Bau von Wohnungen im preisgünstigen Segment anzukurbeln."

München bleibt mit Abstand teuerste Stadt Deutschlands

Von den Berliner Mieten können Münchner hingegen nur träumen. Die Preise in der

bayerischen Landeshauptstadt befanden sich bereits 2009 auf dem heutigen

Berliner Niveau. In der teuersten deutschen Großstadt sind die Mieten allerdings

um weitere 61 Prozent gestiegen, sodass der mittlere Quadratmeterpreis

inzwischen bei 17,70 Euro liegt. Das ist der absolute Spitzenwert, mit großem

Abstand zu Frankfurt - mit 13,50 Euro die zweitteuerste der untersuchten Städte.

Zwar sind die Löhne in München ebenfalls hoch, sind aber schon vor 10 Jahren den

Mieten enteilt. Diese Situation hat sich durch die weiteren Anstiege nochmal

verschärft.

Metropolregionen im Aufschwung

Die größten Mietsteigerungen verzeichnen wirtschaftsstarke Städte und Regionen.

Neben Frankfurt am Main (+44 Prozent) und Hamburg (+42 Prozent), befindet sich

auch die Metropolregion Nürnberg im Aufschwung. In Nürnberg und Fürth (je +52

Prozent) liegen die Mieten noch unter der 10-Euro-Marke, in Erlangen (+47

Prozent) ist diese bereits überschritten. Die vielfältigen Bildungsmöglichkeiten

und das breite Jobangebot machen das Städtedreieck zunehmend attraktiv - die

stetig steigenden Einwohnerzahlen verdeutlichen das. Ein vergleichbares Bild

zeichnet sich auch in Niedersachsen ab. In Hannover, Göttingen (je +48 Prozent)

und Braunschweig (+43 Prozent) ist Wohnen deutlich teurer geworden. Die Region

fällt durch wirtschaftliche Stärke, eine renommierte Wissenschaftslandschaft und

die Lage an bedeutenden europäischen Verkehrsachsen auf.

Zweitgrößte Steigerung in Heilbronn

Neben den Metropolen haben auch viele kleinere Städte einen wirtschaftlichen

Aufschwung erlebt. Das lockt besonders Studenten und Jobanfänger an. Die erhöhte

Nachfrage führt auch dort zu steigenden Mieten. Bestes Beispiel ist Heilbronn:

Mit einem Plus von 67 Prozent ist dort der Preiszuwachs bei den Angebotsmieten

am zweitgrößten - hinter Berlin. Das liegt an der gestiegenen Nachfrage, aber

auch an zahlreichen Neubauten, die teuer angeboten werden. Mit einem mittleren

Mietpreis von 10,70 Euro ist Heilbronn aber nach wie vor günstiger als das rund

50 Kilometer entfernte Stuttgart (12,70 Euro). Eine ähnliche Entwicklung hat

auch Würzburg (+57 Prozent) durchlaufen. Die ansässige Universität und die

zahlreichen Hochschulen sorgen dafür, dass rund ein Viertel aller Einwohner

Studenten sind. Dies führt zu erhöhtem Druck auf den Mietmarkt.

Geteiltes Bild im Osten und NRW

Während im Osten Deutschlands die Strahlkraft Berlins alles überragt, zeigt sich

ansonsten eine sehr unterschiedliche Entwicklung. Leipzig (+42 Prozent) und

Dresden (+36 Prozent) gewinnen weiterhin an Attraktivität, während in Städten

wie Chemnitz (+11 Prozent) oder Cottbus (+14 Prozent) die Einwohnerzahlen

stagnieren und die Anstiege gerade einmal der Inflation entsprechen. Besonders

junge Erwachsene locken die günstigen Mieten von rund 7 Euro pro Quadratmeter

nach Dresden oder Leipzig. Auch die Berufschancen sind deutlich besser als in

den strukturschwachen Regionen in der Lausitz oder dem Erzgebirge. Die einzige

aller untersuchten Städte mit sinkenden Mieten ist Rostock (-5 Prozent).

Innerhalb der Hansestadt sind die Preisunterschiede enorm: sehr günstige

Plattenbau-Wohnungen am Stadtrand bestimmen den Mietmarkt, teure Neubauten im

Touristenmagnet Warnemünde sind eher selten.

Wie im Osten treffen auch in Nordrhein-Westfalen strukturschwache und

wirtschaftsstarke Städte aufeinander. Die Mieten in Studentenstädte wie Aachen,

Paderborn (je +42 Prozent) und Münster (+40 Prozent) sind stark gestiegen. Auch

die beiden Rheinmetropolen Köln (+34 Prozent) und Düsseldorf (+36 Prozent)

zählen zu den begehrtesten Städten, was Mieten jenseits der 10-Euro-Marke zur

Folge hat. Auf der anderen Seite weisen besonders die Städte im Ruhrgebiet wie

Gelsenkirchen (+19 Prozent), Duisburg (+22 Prozent) oder Hagen (+17 Prozent)

geringere Anstiege auf. Die Mieten bewegen sich aktuell auf niedrigem Niveau bei

circa 6 Euro pro Quadratmeter.

Ausführliche Ergebnisgrafiken und Tabellen zu den 80 untersuchten Städten stehen

hier zum Download bereit: http://ots.de/EOdR8v

Ein druckfähiges Foto von Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, CEO der Immowelt, steht

hier zur Verfügung: https://www.immowelt-group.com/presse/bilder-und-logos/

Berechnungsgrundlage:

Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise in den 80 ausgewählten deutschen

Großstädten über 100.000 waren auf immowelt.de inserierte Angebote. Dabei wurden

ausschließlich Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Die

Preise geben den Median der jeweils 2009 und 2019 angebotene Mietwohnungen (40

bis 120 Quadratmeter) wieder. Die Mietpreise spiegeln den Median der

Nettokaltmieten bei Neuvermietung wider. Der Median ist der mittlere Wert der

Angebotspreise.

Pressekontakt:

Immowelt AG

Nordostpark 3-5

90411 Nürnberg

Barbara Schmid

+49 (0)911/520 25-808

presse@immowelt.de

Tim Kempen

+49 (0)911/520 25-808

presse@immowelt.de

www.twitter.com/immowelt

www.facebook.com/immowelt

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/24964/4493427

OTS: Immowelt AG

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