14.12.2017 10:46
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DIFI in 2017 erstmals positive - Deutscher

Immobilienfinanzierungsindex (DIFI) von JLL und dem Zentrum für

Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)

Frankfurt (ots) - Eine spürbare Aufhellung der Erwartungen an das

Finanzierungsgeschäft im kommenden Halbjahr hat im 4. Quartal 2017

für einen Anstieg des Deutschen Immobilienfinanzierungsindex (DIFI)

von JLL und ZEW um 7,3 auf 0,1 Punkte gesorgt. Damit zeigt der

vierteljährlich erhobene DIFI erstmals in 2017 einen positiven Wert.

Die ebenfalls einfließende Beurteilung der Finanzierungssituation der

letzten sechs Monate blieb mit 9,6 Punkten auf ähnlichem Niveau wie

im Vorquartal (Q3: 9,8 Punkte). Trotz des erfreulich hohen Anstiegs

um 14,7 Punkte bleiben die Zukunftserwartungen der Finanzierer mit

einem Wert von minus 9,4 weiterhin zurückhaltend. Die Verbesserung

des DIFI geht einher mit der exzellenten Konjunkturlage und damit

verbundenen Aufwärtskorrekturen der Prognosen diverser

Forschungsinstitute für das Wirtschaftswachstum 2018, die sich mit

über 2 % ca. 0,5 Prozentpunkte höher als zu Jahresbeginn eingependelt

haben.

Robustes Umfeld für Logistik-, Wohn- und Bürofinanzierungen

Die eindeutigsten Zugewinne bei den Erwartungen an die

Geschäftslage im kommenden Halbjahr verzeichnen Finanzierungen von

Logistik-, Wohn- und Büroimmobilien. Nach zuletzt deutlich negativen

Werten deuten die entsprechenden Salden aus positiven und negativen

Prognosen der teilnehmenden Institute wieder auf ein stabiles

Finanzierungsumfeld 2018 hin.

Nahezu unveränderte Refinanzierungsmärkte

Nach den zwischenzeitlichen Einbrüchen der entsprechenden

Indikatoren zu Jahresbeginn signalisieren die DIFI-Umfragen der

letzten drei Quartale für sämtliche Refinanzierungsinstrumente

insgesamt eine stabile Entwicklung. Während sich die Einschätzung der

aktuellen Situation bei Einlagen, Pfandbriefen, Schuldverschreibungen

und Mortgage Backed Securities dabei durchweg verbesserte, gaben die

Prognosen überwiegend leicht nach. Ein entgegengesetztes Bild ergibt

sich dagegen bei Immobilienaktien. Im längerfristigen Trend wird

erkennbar, dass klassische Kundeneinlagen zur Refinanzierung von

Deals das Tal, das sich seit Mitte 2015 abzeichnete, durchschritten

zu haben scheinen. Auf den Pfandbriefmärkten ist dagegen die

dynamische Entwicklung des Vorjahres abgeklungen.

Auswirkungen der EZB-Entscheidung zum Anleihekaufprogramm auf den

Finanzierungsmarkt

Die Sonderfrage des DIFI thematisierte die Verlängerung und

gleichzeitige Modifizierung des Anleihekaufprogramms der Europäischen

Zentralbank - mit den Änderungen für Preisstruktur und

Risikobereitschaft von Finanzierungen. Gut ein Drittel der Experten

sieht durch die Entscheidung eine größere Bedeutung der Margen

gegenüber den Gebühren heraufziehen, in ähnlichem Umfang wird von

einer höheren Risikobereitschaft der Finanzierer ausgegangen, nach

wie vor basierend auf den weiterhin historisch niedrigen

Langfristzinsen. In Bezug auf das absolute Preisniveau der

Finanzierungen und die Finanzierungslandschaft geht eine große

Mehrheit der Befragten von 82 bzw. 70 Prozent davon aus, dass es zu

keinen wahrnehmbaren Veränderungen kommen wird.

Die Experten wurden außerdem um eine Prognose wichtiger Zinssätze

für die kommenden zwei Jahre gebeten. Den 3-Monats-EURIBOR sehen sie

Ende 2018 mit hoher Wahrscheinlichkeit zwischen -0,3 und -0,1

Prozent, Ende 2019 zwischen -0,1 und 0,2 Prozent. Die Rate für einen

Euro-Zinsswap mit 5- bzw. 10- Jahren Laufzeit gegenüber dem

6-Monats-EURIBOR wird Ende 2018 zwischen 0,3 und 0,5 Prozent bzw. 0,9

und 1,2 Prozent erwartet, Ende 2019 zwischen 0,5 und 1,0 Prozent,

respektive 1,2 und 1,6 Prozent.

OTS: Jones Lang LaSalle SE (JLL)

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/62984

newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_62984.rss2

Pressekontakt:

Anke Herz, Team Leader Debt Advisory JLL Germany, Tel. +49 (0)69 2003

1943, anke.herz@eu.jll.com

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