10.08.2022 10:34

OTS: KfW / 2022: Außergewöhnliches erstes KfW-Förderhalbjahr

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2022: Außergewöhnliches erstes KfW-Förderhalbjahr

Frankfurt am Main (ots) -

- Sehr starker Anstieg des KfW-Fördervolumens auf 95,1 Mrd. EUR (H1 2021: 49,8

Mrd. EUR)

- Verdopplung der inländischen Förderung bzw. Finanzierung auf 87,0 Mrd. EUR (H1

2021: 41,1 Mrd. EUR) - u.a. aufgrund von Unterstützungsmaßnahmen für die

Sicherung der Energieversorgung in Höhe von 33,4 Mrd. EUR

- Positives Konzernergebnis in Höhe von 949 Mio. EUR aufgrund einer erfreulichen

operativen Entwicklung sowie einer moderaten Risikovorsorge bzw.

Neubewertungen im Beteiligungsportfolio im zweiten Quartal

- Sehr robuste Risikotragfähigkeit mit auf 35,9 Mrd. EUR gestiegenem

Eigenkapital und einer Kernkapitalquote von 24,6 %

Die KfW Bankengruppe hat im ersten Halbjahr 2022 einen sehr starken Anstieg des

Neugeschäfts auf 95,1 Mrd. EUR (H1 2021: 49,8 Mrd. EUR, +91 %) verzeichnet.

Die inländische Förderung beziehungsweise Finanzierung hat sich aufgrund von

Sondereffekten mit einem Zusagevolumen von 87,0 Mrd. EUR (H1 2021: 41,1 Mrd.

EUR, +112 %) mehr als verdoppelt. Innerhalb einer allgemein hohen

Fördernachfrage wurden insbesondere die Programme der Bundesförderung für

Effiziente Gebäude (BEG) mit 30,2 Mrd. EUR stark nachgefragt. Darüber hinaus

trugen aufgrund des Ukraine-Krieges die Unterstützungsmaßnahmen für

Energieversorgungsunternehmen im Auftrag des Bundes in Höhe von 33,4 Mrd. EUR zu

diesem Ergebnis bei.

"Das Förderjahr 2022 ist bisher ein besonderes Jahr. Die KfW unterstützt die

deutsche Wirtschaft bei der Bewältigung der Auswirkungen des Krieges in der

Ukraine im besonderen Maße. Zur Jahreshälfte haben wir im Auftrag des Bundes

Kredite von mehr als 30 Mrd. EUR zur Sicherung der Energieversorgung in

Deutschland zur Verfügung gestellt. Ebenfalls stehen wir bereit, vom Krieg

betroffene kleine und mittelständische Unternehmen zu unterstützen. Nicht nur

deshalb stehen Deutschland und Europa vor großen

Transformationsherausforderungen. Die KfW wird ihren Beitrag dazu leisten", sagt

Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW.

Das Zusagevolumen des Geschäftsfelds KfW Capital verzeichnete eine deutliche

Steigerung auf rund 307 Mio. EUR (H1 2021: 112 Mio. EUR; +174 %). Der Anstieg

ist im Wesentlichen auf die Zusagen bei den im vergangenen Jahr eingeführten

Bausteinen des Zukunftsfonds zurückzuführen.

In der Export- und Projektfinanzierung lag das Zusagevolumen trotz der

anhaltenden Auswirkungen der Corona-Krise sowie der kriegsbedingten Verwerfungen

im Neugeschäft mit 6,0 Mrd. EUR nur leicht unter dem Vorjahresniveau (H1 2021:

6,5 Mrd. EUR).

Die Zusagen der KfW Entwicklungsbank lagen mit 1,4 Mrd. EUR (H1 2021: 1,5 Mrd.

EUR) etwa auf Vorjahresniveau. Auch die DEG sagte mit 0,4 Mrd. EUR

Finanzierungen in Höhe des Vorjahres zu (H1 2021: 0,4 Mrd. EUR).

Der Konzern der KfW erzielte im ersten Halbjahr 2022 einen Konzerngewinn in Höhe

von 949 Mio. EUR (H1 2021: 1.396 Mio. EUR). Nach einem durch die negativen

Folgen des Ukraine-Krieges belasteten ersten Quartals erholte sich das

Konzernergebnis aufgrund positiver Effekte im Kredit- und Beteiligungsportfolio

sowie eines starken operativen Ergebnisses.

Das Betriebsergebnis vor Bewertungen (vor Förderaufwand) lag mit 889 Mio. EUR

(H1 2021: 915 Mio. EUR) leicht unter dem Vorjahr aber über den Erwartungen.

Dabei stellt der Zinsüberschuss (vor Förderaufwand) mit 1.232 Mio. EUR (H1 2021:

1.303 Mio. EUR) unverändert die wesentliche Ertragsquelle des Konzerns dar. Das

Provisionsergebnis (vor Förderaufwand) überstieg mit 357 Mio. EUR den

Vorjahreswert von 304 Mio. EUR. Maßgeblich hierfür ist der Anstieg der Vergütung

im Zusammenhang mit Auftragsgeschäften des Bundes. Der Verwaltungsaufwand (vor

Förderaufwand) lag mit 700 Mio. EUR (H1 2021: 692 Mio. EUR) nur knapp über

Vorjahresniveau.

Der Förderaufwand betrug 120 Mio. EUR und schließt damit deutlich über dem

Vorjahr (H1 2021: 44 Mio. EUR) ab. Ursächlich hierfür sind insbesondere die

wieder gestiegenen Möglichkeiten eines programmspezifischen Einsatzes von

Zinsverbilligungsleistungen durch die KfW.

Das Risikovorsorgeergebnis im Kreditgeschäft in Höhe von insgesamt -52 Mio. EUR

(H1 2021: +277 Mio. EUR) zeigt sich gegenüber dem ersten Quartal 2022 deutlich

verbessert. Die Nettoaufwendungen der individuellen Kreditrisikovorsorge im

Russland-Ukraine-Exposure konnten durch erfolgreiche Restrukturierungsmaßnahmen

teilweise reduziert werden.

Das Bewertungsergebnis aus dem Beteiligungsportfolio in Höhe von 128 Mio. EUR

(H1 2021: 358 Mio. EUR) ist durch das Geschäftsfeld DEG geprägt. Hierbei werden

Bewertungsbelastungen infolge des Ukraine-Krieges durch Effekte der Umrechnung

der Fremdwährungsengagements auf Grund des starken USD überkompensiert.

Beteiligungen mit direktem und indirektem Russland- und Ukraine-Bezug wurden im

Rahmen einer konservativen Herangehensweise bewertet.

Rein IFRS-bedingte Bewertungseffekte aus Derivaten, die zu Sicherungszwecken

eingesetzt werden, trugen mit 142 Mio. EUR (H1 2021: -70 Mio. EUR) zum Ergebnis

bei.

Die Bilanzsumme liegt mit 551,2 Mrd. EUR auf dem Niveau des Vorjahresendes

(2021: 551,0 Mrd. EUR).

Mit einer Gesamtkapitalquote von 24,7% und einer (harten) Kernkapitalquote von

24,6% (31.12.2021: jeweils 23,9%) liegen die aufsichtsrechtlichen

Eigenkapitalquoten weiterhin auf einem sehr guten Niveau.

"Das Konzernergebnis im zweiten Quartal ist sehr erfreulich. Die Auswirkungen

des Ukraine-Krieges waren bisher moderat. Der Ausblick wird aber von weiterhin

hohen Risiken aus dem Ukraine-Krieg sowie der Energieversorgung und globalen

Lieferengpässen geprägt. Die damit verbundenen Unsicherheiten für die deutsche

und die globale Wirtschaft können zukünftig das Bewertungsergebnis im Konzern

beeinflussen. Konkrete Belastungen sind aktuell nicht absehbar. Die erfreuliche

Entwicklung des ersten Halbjahres stellt eine solide Basis für eine

zufriedenstellende Ergebnisentwicklung in 2022 dar," betont Stefan Wintels,

Vorstandsvorsitzender der KfW.

Die Ergebnisse der Förderaktivitäten im Einzelnen

1. Mittelstandsbank und Private Kunden

Das Geschäftsfeld Mittelstandsbank und Private Kunden erreichte per 30.06.2022

ein Fördervolumen in Höhe von 47,3 Mrd. EUR und liegt somit deutlich über dem

Vorjahresniveau (H1 2021: 36,6 Mrd. EUR).

Davon entfielen 23,6 Mrd. EUR auf das gewerbliche Segment Mittelstandsbank (H1

2021: 12,2 Mrd. EUR).

Mittelstandsbank: Gründung und Unternehmensinvestitionen

Im Förderschwerpunkt Gründung und Unternehmensinvestitionen wurden im ersten

Halbjahr Zusagen in Höhe von 7,8 Mrd. EUR generiert. Diese liegen nahezu auf

Vorjahresniveau (H1 2021: 7,9 Mrd. EUR). Die Nachfrage nach den

Corona-Hilfsprogrammen nahm vor dem Ende der Antragsfrist zum 30.04.2022 noch

einmal deutlich zu, sodass insgesamt 3,6 Mrd. EUR zugesagt wurden (H1 2021: 5,9

Mrd. EUR). Das Anfang Mai gestartete Sonderprogramm UBR, welches kurzfristig

Liquidität für vom Ukraine-Krieg betroffene deutsche Unternehmen zur Verfügung

stellen soll, wird mit einem Zusagevolumen von 14 Mio. EUR bisher verhalten

nachgefragt. Außerhalb der Corona-Hilfsprogramme steigerte sich das

Fördervolumen insbesondere in der allgemeinen Gründungs- und

Unternehmensfinanzierung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Mittelstandsbank: Klimawandel und Umwelt

Im Schwerpunkt Klimawandel und Umwelt stiegen die Neuzusagen auf 14,7 Mrd. EUR

an und lagen somit deutlich über dem Vorjahresniveau (H1 2021: 3,9 Mrd. EUR).

Haupttreiber waren hierbei die sehr hohe Nachfrage nach der Bundesförderung für

effiziente Gebäude (BEG), welche 9,1 Mrd. EUR des Fördervolumens ausmachte und

das KfW-Programm Erneuerbare Energien mit 4,5 Mrd. EUR (H1 2021: 1,8 Mrd. EUR).

Mittelstandsbank: Innovation

Die Neuzusagen im FörderschwerpunktInnovation befanden sich mit 1,0 Mrd. EUR auf

einem deutlich höheren Niveau als im Vorjahreszeitraum (H1 2021: 0,5 Mrd. EUR).

Die Zusagen gehen größtenteils auf den ERP-Digitalisierungs- und

Innovationskredit zurück.

Das Segment Private Kunden erreichte im ersten Halbjahr 2022 ein Fördervolumen

in Höhe von 23,7 Mrd. EUR und konnte damit das gute Ergebnis des Vorjahres fast

erreichen (H1 2021: 24,4 Mrd. EUR). Auch hier wurde das Volumen hauptsächlich

getrieben durch die hohen Zusagen in der Bundesförderung für Effiziente Gebäude

(BEG), welche insgesamt 20,3 Mrd. EUR ausmachten.

Private Kunden: Energieeffizienz und Erneuerbare Energien

Der Förderschwerpunkt Energieeffizienz und Erneuerbare Energien machte mit einem

Zusagevolumen von 20,3 Mrd. EUR (H1 2021: 19,6 Mrd. EUR) den Hauptanteil des

Segments Private Kunden aus. Die Zusagen entfallen in diesem Förderschwerpunkt

hauptsächlich auch auf die Bundesförderung für Effiziente Gebäude.

Private Kunden: Wohnen und Leben

Im Förderschwerpunkt Wohnen und Leben wurden 2,5 Mrd. EUR zugesagt (H1 2021: 3,7

Mrd. EUR). Der größte Treiber war das KfW-Wohneigentumsprogramm (2,0 Mrd. EUR).

Private Kunden: Bildung

Das Fördervolumen im Bereich Bildung sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf

0,9 Mrd. EUR (H1 2021: 1,1 Mrd. EUR). Der leichte Rückgang ist insbesondere auf

geringere Zusagen im KfW-Studienkredit zurückzuführen (H1 2022: 0,25 Mrd. EUR,

H1 2021: 0,40 Mrd. EUR), welcher im Vorjahr aufgrund der Corona-Krise von

deutlich mehr Studierenden in Anspruch genommen wurde.

2. Individualfinanzierung und öffentliche Kunden

Das Geschäftsfeld Individualfinanzierung & Öffentliche Kunden erzielte zum

zweiten Quartal 2022 ein Zusagevolumen von 39,4 Mrd. EUR. Das aktuell stark

durch Sondereffekte geprägte Neugeschäftsvolumen lag damit sehr deutlich über

dem Vorjahreswert von 4,3 Mrd. EUR.

In der Individualfinanzierung Unternehmen wurde mit 33,6 Mrd. EUR (H1 2021: 0,2

Mrd. EUR) ein außerordentlich hohes Zusagevolumen verzeichnet. Dies ist durch

Kredite an Unternehmen aus dem Energiesektor im Auftrag des Bundes zur Sicherung

der Gasversorgung begründet. Insgesamt wurden Kredite mit einem Gesamtvolumen

von knapp 33,4 Mrd. EUR insbesondere für kurzfristige Liquiditätsanforderungen

im Rahmen des sog. Margining (Sicherheitsleistungen, die beim Handel mit Energie

verpflichtend zu leisten sind) sowie zur Finanzierung der Gasbeschaffung für die

gesetzlich vorgeschriebene Erreichung bestimmter Füllstände in

Gasspeicheranlagen in Deutschland zugesagt.

Das Geschäftsvolumen für Kommunale & Soziale Infrastruktur lag mit Neuzusagen

von über 3,5 Mrd. EUR ebenfalls deutlich über Vorjahresniveau (H1 2021: 1,8 Mrd.

EUR). Die Steigerung ist insbesondere auf die rege Inanspruchnahme der

Sonderförderung für Flüchtlingseinrichtungen zurückzuführen. Zudem ist eine sehr

hohe Nachfrage im Rahmen der Bundesförderung Effiziente Gebäude (BEG) und im

Investitionskredit Digitale Infrastruktur zu verzeichnen.

Die Individualfinanzierung Banken & Landesförderinstitute erreichte mit einem

Geschäftsvolumen von 2,3 Mrd. EUR den Vorjahreswert. Einer sehr robusten

Nachfrage nach der Allgemeinen Refinanzierung an Landesförderinstitute, stehen

reduzierte Zusagen bei Globaldarlehen für Leasinginvestitionen und der

Refinanzierung von Exportkrediten gegenüber.

3. KfW Capital

Die Zusagen des Geschäftsfelds KfW Capital beliefen sich im ersten Halbjahr 2022

auf rund 307 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr bedeutet dies eine

Steigerung um 174 % (H1 2021: 112 Mio. EUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf

die Zusagen in den im vergangenen Jahr eingeführten Bausteinen des

Zukunftsfondsfonds zurückzuführen: KfW Capital sagte im ersten Halbjahr über die

"ERP/Zukunftsfonds-Wachstumsfazilität" rund 190 Mio. EUR zu, der EIF über die

"GFF/EIF-Wachstumsfazilität" im Rahmen des von KfW Capital koordinierten

Zukunftsfonds rund 57 Mio. EUR. Im Programm "ERP-VC-Fondsinvestments" gab KfW

Capital zudem Investmentzusagen in Höhe von 59 Mio. EUR (H1 2021: 92 Mio. EUR).

Mit der Unterstützung des ERP-Sondervermögens und des Zukunftsfonds investiert

KfW Capital in europäische VC-Fonds, die ihrerseits mit mindestens dem von KfW

Capital eingebrachten Kapital in Startups und innovative Technologieunternehmen

in Deutschland investieren.

4. KfW IPEX-Bank

Die KfW IPEX-Bank, die das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung

verantwortet und Finanzierungen zur Begleitung deutscher und europäischer

Unternehmen auf den globalen Märkten bereitstellt, spürt sowohl die anhaltenden

Auswirkungen der Corona-Krise als auch die durch den Ukraine-Krieg ausgelösten

Verwerfungen in ihrem Neugeschäft: Die Neuzusagen von 6,0 Mrd. EUR blieben noch

unter dem durch die Corona-Krise bereits belasteten Vorjahresniveau (H1 2021:

6,5 Mrd. EUR). Zum Neugeschäft haben alle Geschäftssparten beigetragen,

hervorzuheben sind die Geschäftssparten Finanzinstitutionen, Trade & Commodity

mit 1,4 Mrd. EUR (H1 2021: 1,2 Mrd. EUR) sowie Industrie & Services mit 1,0 Mrd.

EUR (H1 2021: 0,9 Mrd. EUR). Hierunter finden sich zunehmend mehr Finanzierungen

von Glasfaserprojekten in Europa, womit die Bank ihr Engagement für den Ausbau

der digitalen Infrastruktur unterstreicht.

5. Förderung Entwicklungs- und Schwellenländer

KfW Entwicklungsbank

Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank hat im ersten Halbjahr 2022 für

Vorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern 1,4 Mrd. EUR (H1 2021: 1,5 Mrd.

EUR) zugesagt. 935 Mio. EUR und damit 65% der Zusagen sind KfW-Mittel, d. h.

Förderkredite und Förderbeteiligungen, die zu 100 % am Kapitalmarkt refinanziert

werden. Der Ukraine wurden zwei Darlehen in Höhe von insgesamt 300 Mio. EUR

zugesagt. Diese dienen der Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie

zur Bereitstellung von Liquidität für die ukrainische Regierung, um

Sozialausgaben abzusichern und Reformen zu ermöglichen.

DEG

Zum 30.06.2022 lagen die neu zugesagten Finanzierungen der DEG für Investitionen

privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern bei 356 Mio. EUR (H1

2021: 409 Mio. EUR). Ein Großteil davon entfiel mit 138 Mio. EUR (H1 2021: 98

Mio. EUR) auf Afrika/MENA, unter anderem für private Infrastrukturvorhaben.

Weitere 100 Mio. EUR sind für Investitionen in Asien bestimmt, etwa für den

Ausbau der Wasserversorgung in Vietnam und PET-Recycling in Indien. Angesichts

des andauernden Krieges gegen die Ukraine bleibt das Geschäftsumfeld der DEG

fordernd. Ihre ukrainischen Kunden unterstützt sie mit ihren Förder- und

Beratungsprogrammen auch bei humanitären Hilfsaktionen vor Ort.

6. Finanzmärkte

Die KfW tritt weiterhin als Investor in grüne Anleihen mit einem avisierten

Green-Bond-Portfolio in Höhe von 2,0 bis 2,5 Mrd. EUR auf. Im ersten Halbjahr

2022 hat die KfW Green-Bond-Investitionen in Höhe von 331 Mio. EUR getätigt. Das

Gesamtvolumen des Portfolios belief sich per 30.06.2022 auf rund 2,4 Mrd. EUR.

Zur Refinanzierung ihres Fördergeschäftes hat die KfW im ersten Halbjahr Mittel

in Höhe von 56,6 Mrd. EUR (H1 2021: 50,5 Mrd. EUR) in 12 verschiedenen Währungen

an den internationalen Kapitalmärkten aufgenommen. Dabei belief sich der

Euro-Anteil des Gesamtrefinanzierungsvolumens auf 58 %, womit der Euro weiterhin

die wichtigste Währung im Refinanzierungsmix der KfW darstellt. Der

US-Dollar-Anteil betrug 24 %, während das Britische Pfund 10 % ausmachte.

Die KfW ist seit 2014 im Green-Bond-Markt aktiv und gehört zu den größten

Emittenten weltweit. Mit der Emission des 3 Mrd. EUR Green Bonds im April 2022,

hat die KfW die Schwelle von 50 Mrd. EUR Gesamtemissionsvolumen von Green Bonds

überschritten und damit einen bedeutenden Meilenstein in ihrem Funding-Programm

erreicht. Das Volumen der bis zum 30. Juni 2022 emittierten Green Bonds - Made

by KfW lag bei 3,8 Mrd. EUR. Zum 31. Juli 2022 beliefen sich das

Green-Bond-Emissionsvolumen auf 7,9 Mrd. EUR und das gesamte

Kapitalmarkt-Refinanzierungsvolumen auf 64,8 Mrd. EUR.

Aufgrund ihres Engagements in verschiedenen Initiativen zur Abfederung der

wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Krieges in der Ukraine sowie der hohen

Nachfrage nach Fördermitteln aus dem Inland, hat die KfW ihr

Kapitalmarktrefinanzierungsziel für das Jahr 2022 Mitte Juli auf 90 Mrd. EUR

angehoben (zuvor 80 bis 85 Mrd. EUR). Da es sich bei den Zuweisungsgeschäften

des Bundes hauptsächlich um kurzfristige Überbrückungsmaßnahmen für

Energieunternehmen handelt, plant die KfW im zweiten Halbjahr 2022 ihre

Geldmarktaktivitäten bei der Refinanzierung stärker zu nutzen.

Erfolgskennzahlen (in Mio. EUR) 01.01.2022 - 01.01.2021

-

30.06.2022 30.06.2021

Betriebsergebnis vor Bewertungen 889 915

(vor Förderaufwand)

Förderaufwand 120 44

Konzerngewinn 949 1.396

Konzerngewinn vor IFRS-Effekten aus 807 1.466

Sicherungszusammenhängen

Bilanzkennzahlen (in Mrd. EUR) 30.06.2022

31.12.2021

Bilanzsumme 551,2 551,0

Bilanzielles Eigenkapital 35,9 34,2

Geschäftsvolumen 713,7 686,9

Aufsichtsrechtliche Kennzahlen (in %)1) 30.06.2022

31.12.2021

(Harte) Kernkapitalquote 24,6 23,9

Gesamtkapitalquote 24,7 23,9

(1) Die angegebenen Kapitalquoten berücksichtigen die gem. Art. 26 (2) CRR

anrechenbaren Zwischenergebnisse, die von den jeweiligen Jahresergebnissen gem.

IFRS abweichen.

Eine tabellarische Übersicht der Geschäfts- und Förderzahlen finden Sie unter:

http://www.kfw.de/geschaeftszahlen

KfW Geschäftsbericht online: www.kfw.de/berichtsportal

(http://kfw.de/berichtsportal)

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt

Kommunikation (KOM), Sybille Bauernfeind

Tel. +49 (0)69 7431 2038, Fax: +49 (0)69 7431 3266,

E-Mail: mailto:Sybille.Bauernfeind@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/41193/5293530

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