14.09.2017 10:02
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OTS: KfW / 21 % der Gründer in Deutschland sind Migranten

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21 % der Gründer in Deutschland sind Migranten

Frankfurt am Main (ots) -

- Anteil am Gründergeschehen stabil

- Migranten mit akademischen Abschluss zeigen außergewöhnlich hohe

Gründungsneigung

- Größere Wachstumsambitionen bei Migranten

2016 war jeder fünfte Gründer in Deutschland Ausländer oder

eingebürgert. Migranten leisten somit einen wichtigen, über die Jahre

stabilen Beitrag zum Gründungsgeschehen. Gleichwohl war ihre absolute

Anzahl mit 139.000 Gründern so niedrig wie nie zuvor seit Erhebung

des Wertes im Jahr 2009. Dies spiegelt den historischen Tiefstand der

gesamten Gründungstätigkeit wider, wie die aktuelle Kurzanalyse von

KfW Research "Gründungen durch Migranten: Gründungsfreude trifft

Ambition" zeigt.(*1*)

Migranten sind jedoch leicht überdurchschnittlich gründungsaktiv

(21 % bei einem Bevölkerungsanteil von 20 %). Treiber dabei war die

außergewöhnlich hohe Gründerquote bei Migranten mit akademischem

Abschluss: Diese überragt mit 3,1 Gründern/100 Erwerbsfähigen (im

Durchschnitt der Jahre 2009-2016) sowohl die Gründerquote bei

Migranten insgesamt (1,8 %) als auch die allgemeine Gründerquote bei

Akademikern (2,3 %) deutlich. "Bei Existenzgründungen durch Migranten

sind Akademiker eine treibende Kraft", sagt Dr. Jörg Zeuner,

Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. "Akademische Gründer sind bei

Migranten nicht nur wachstumsorientierter sondern auch

bestandsfester. Das ist eine Erfolg versprechende Kombination."

In den Daten des KfW-Gründungsmonitors zeigt sich, dass Migranten

ihre Existenzgründungen überdurchschnittlich offensiv angehen: Sie

investieren mehr Wochenstunden in ihre Gründungsprojekte

(durchschnittlich 32 Stunden verglichen mit 29 Stunden bei Gründern

insgesamt); gründen häufiger im Team (23 % zu 20 %) und schaffen

häufiger Arbeitsplätze (39 % zu 28 %). Besonders hervorzuheben ist

zudem die Wachstumsorientierung von Migranten. Jeder fünfte möchte

mit seinem Unternehmen "so groß wie möglich" werden (22 %). Insgesamt

streben dies nur 15 % aller Gründer an.

Migranten gründen insgesamt häufiger aus Mangel an

Erwerbsalternativen, weshalb auch ihre Abbruchquote höher ist als im

Durchschnitt: 41 % brechen innerhalb der ersten drei Jahre ihre

Existenzgründung ab im Vergleich zu 30 % aller Gründer. Notgründer

beenden ihr Gründungsprojekt eher wieder, wenn sich attraktive

Jobmöglichkeiten bieten.

Eine weitere Besonderheit zeigt sich bei der

Gründungsfinanzierung. Zwar nutzen Migranten gleich häufig und in

gleichem Umfang Fremdmittel wie alle anderen Gründer, doch nutzen sie

seltener Bankdarlehen als Finanzierungsquelle. Sie greifen dafür

häufiger auf Überziehungskredite oder auf die finanzielle

Unterstützung von Freunden und Verwandten zurück. "Die Tendenz zu

teureren Überziehungskrediten kann ein Hinweis auf beschränkten

Kreditzugang sein, der seinerseits Erfolgschancen mindert. Eine

erfolgversprechende Gründung sollte aber nicht am Kreditzugang

scheitern. Für Gründer ist ein offener und bezahlbarer Kreditzugang

wichtig," sagt Dr. Zeuner.

Der One-Pager "Gründungen durch Migranten: Gründungsfreude trifft

Ambition" ist abrufbar unter: http://ots.de/qebFN

Themen kompakt - Existenzgründung durch Migranten:

http://ots.de/zEi7t

(*1*)Insgesamt 672.000 Gründer in 2016. Vgl. auch PE vom

30.05.2017: Beschäftigungsrekord mit Nebenwirkung

OTS: KfW

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/41193

newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_41193.rss2

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt

Kommunikation (KOM), Sonja Höpfner,

Tel. +49 (0)69 7431 4306, Fax: +49 (0)69 7431 3266,

E-Mail: Sonja.Hoepfner@kfw.de, Internet: www.kfw.de

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