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05.03.24 09:02 Uhr

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Konjunkturaussichten besser als die

trübe Unternehmensstimmung

Frankfurt am Main (ots) - - Mittelständisches Geschäftsklima verharrt auf

niedrigem Niveau

- Lageurteile geringfügig verschlechtert, Geschäftserwartungen unverändert

pessimistisch

- Konjunkturaussichten besser als die Stimmung

Die Stimmung unter den kleinen und mittleren Unternehmen stagniert im Februar

auf niedrigem Niveau, wie das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt. Mit einem

marginalen Rückgang um 0,1 Zähler auf -22,1 Saldenpunkte ist das Geschäftsklima

praktisch genauso schlecht wie im Vormonat. Keinerlei Veränderungen werden bei

den Geschäftserwartungen verzeichnet, die auf einem Niveau von -27,5

Saldenpunkten stagnieren. Auch nur geringfügig verändern sich, um 0,2 Zähler auf

-16,5 Saldenpunkte, die Urteile zur aktuellen Geschäftslage.

Etwas gebessert hat sich die Stimmung unter den Dienstleistungsunternehmen, wo

Lageurteile sowie Erwartungen steigen und im Branchenvergleich noch die beste

Stimmung herrscht. Im Verarbeitenden Gewerbe geht das Klima dagegen im Februar

weiter nach unten und im besonders pessimistischen Großhandel sinkt es erneut

deutlich.

Das Geschäftsklima unter den Großunternehmen schwankt seit einigen Monaten mit

einer Seitwärtstendenz und liegt dabei auf einem noch etwas niedrigeren Niveau

als im Mittelstand. Mit einem Rückgang um 1,1 Zähler im Februar, hebt es einen

Anstieg im Vormonat wieder auf und landet somit erneut bei -27,3 Saldenpunkten.

Die Beschäftigungserwartungen der mittelständischen Unternehmen ändern sich

kaum. Dagegen sinken die Beschäftigungserwartungen der Großunternehmen und

deuten so ein Auslaufen des bis zuletzt starken Beschäftigungsaufbau an. Positiv

mit Blick auf die Inflationsentwicklung ist, dass die Absatzpreiserwartungen der

Mittelständler (-5,6 Zähler) und Großunternehmen (-2,2 Zähler) im Februar wieder

deutlich zurückgehen.

"Der Sinkflug des Geschäftsklimas kam im Februar praktisch zum Stillstand, aber

die Stimmung im Mittelstand bleibt doch tief im Keller. Damit klaffen Stimmung

und Entwicklung weiterhin auseinander, denn die derzeitigen Niveaus des

Geschäftsklima haben wir in der Vergangenheit nur bei erheblichen Rezessionen

gesehen. Bei einem allgemein bescheidenen Konjunkturausblick sind selbst die

pessimistischsten Prognosen für 2024 weit von solchen Szenarien entfernt", sagt

die Chefvolkswirtin der KfW, Dr. Fritzi Köhler-Geib. "Vor allem im

Verarbeitenden Gewerbe gibt es noch kaum Anzeichen für eine konjunkturelle

Trendwende. Im Dienstleistungsbereich sind in den jüngsten Konjunkturumfragen

aber immerhin Anzeichen für die konsumgetriebene Erholung erkennbar, die wir in

diesem Jahr erwarten. Schon in den letzten Quartalen ist der private Konsum

wieder etwas gewachsen und aufgrund von kräftig steigenden Reallöhnen dürfte

hier noch deutlich mehr drin sein; weshalb wir in diesem Jahr auch wieder ein

leichtes Wirtschaftswachstum von +0,3 % erwarten. Für 2025 rechnen wir dann

infolge eines weiterhin robusten Konsumwachstums, sowie einer bereits im

laufenden Jahr beginnenden globalen geldpolitischen Lockerung, mit einem soliden

Wirtschaftswachstum von 1,2 %", so Köhler-Geib.

Der aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter: https://www.kfw.d

e/%C3%9Cber-die-KfW/Service/Download-Center/Konzernthemen/Research/Indikatoren/K

fW-ifo-Mittelstandsbarometer/

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