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21.05.2019 14:53
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OTS: LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin - Hannover / Wohnen in ...

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Wohnen in Berlin: Lieber kaufen statt mieten? / Kaufpreisspiegel der

LBS Nord zeigt günstige und teurere Bezirke (FOTO)

Berlin (ots) -

In Berlin sind gebrauchte Eigentumswohnungen seit 2016 pro Jahr um

rund 13 Prozent teurer geworden. Das zeigen die neuesten Preisdaten

für das erste Quartal 2019, die das Institut empirica im Auftrag der

LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin - Hannover (LBS Nord)

ermittelt hat. Die Berliner Forscher haben dafür die Verkaufsangebote

in den Berliner Tageszeitungen und in Online-Portalen ausgewertet.

Im Vergleich zu anderen Großstädten ist die Hauptstadt mit einem

mittleren Quadratmeterpreis von 4.190 Euro jedoch noch relativ

günstig. Für Wohnungssuchende stellt sich daher die Frage, ob ein

Kauf nicht von vorneherein die bessere Alternative zur Miete wäre.

Kaufpreise in Charlottenburg-Wilmersdorf jetzt teurer als in Mitte

Der LBS-Kaufpreisspiegel zeigt die Preisentwicklung in den

einzelnen Berliner Bezirken und gibt Anhaltspunkte für die

Kaufentscheidung. So müssen Wohnungskäufer derzeit in

Charlottenburg-Wilmersdorf die höchsten Preise bezahlen.

Jede zweite gebrauchte Eigentumswohnung wird hier für mindestens

4.856 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche angeboten. Wohnungen im

gehobenen Segment kosten sogar mindestens 5.831 Euro pro

Quadratmeter.

In Charlottenburg-Wilmersdorf sind die Preise seit 2016 jährlich

um 12,8 Prozent gestiegen. Nach den Berechnungen von empirica muss

ein durchschnittlicher Berliner Haushalt bei einem Standardpreis von

rund 395.000 Euro 10,7 Jahresnettoeinkommen für den Kauf aufbringen.

"In Charlottenburg-Wilmersdorf fällt die monatliche Belastung für

Käufer derzeit deutlich höher aus als bei Mietern. In anderen

Bezirken ist die Ausgangssituation für Wohnungskäufer aber wesentlich

besser", erklärt Dr. Rüdiger Kamp, Vorstandsvorsitzender der LBS

Nord.

Mit einem Standardpreis von 4.693 Euro pro Quadratmeter ist Mitte

der zweitteuerste Bezirk in Berlin. Für eine gebrauchte

Eigentumswohnung zum Preis von 330.000 Euro werden neun

Jahresnettoeinkommen fällig. Aber: Da auch die Mieten in diesem

Bezirk besonders hoch sind, fällt die monatliche Mehrbelastung mit

111 Euro bei einem Kauf nicht so hoch aus wie beispielsweise in

Charlottenburg-Wilmersdorf.

Mittlere Quadratmeterpreise über 4.000 Euro werden auch in den

Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg (4.555 Euro/qm), Pankow (4.467

Euro/qm), Steglitz-Zehlendorf (4.068 Euro/qm) und

Tempelhof-Schöneberg (4.031 Euro/qm) verlangt. Auch hier schlägt der

Wohnungskauf mit acht bis neun Jahresnettoeinkommen zu Buche.

Die günstigsten gebrauchten Eigentumswohnungen finden sich in

Marzahn-Hellersdorf (2.500 Euro/qm) und Spandau (2.751/qm). Für den

Kauf einer gebrauchten Eigentumswohnung muss ein Haushalt in diesen

Bezirken um die fünf Jahresnettoeinkommen aufbringen. Wer hier eine

Wohnung kauft, statt sie zu mieten, hat nur eine geringe monatliche

Mehrbelastung in Höhe von 40 beziehungsweise 31 Euro.

In Treptow-Köpenick lohnt sich Kaufen ganz besonders

Nach den Berechnungen von empirica sparen Wohnungskäufer im

Vergleich zu Mietern am meisten in Treptow-Köpenick. Bei einem

Wohnungspreis von 199.000 Euro beträgt ihr monatlicher Vorteil 33

Euro.

In Reinickendorf liegt die monatliche Belastung beim Kauf nur

geringfügig um 21 Euro über einer Mietzahlung. In

Steglitz-Zehlendorf, Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg werden um

die 80 Euro mehr im Monat fällig, so dass sich auch hier in

Einzelfällen ein Kauf lohnen kann.

Preise ziehen weiter an

Die Angebotspreise für gebrauchte Eigentumswohnungen ziehen in

Berlin weiter an - und das derzeit stärker als die Mieten. Die

höchsten Preissteigerungen gab es in Lichtenberg. Hier verteuerten

sich Wohnungen seit 2016 um 25,6 Prozent pro Jahr.

Überdurchschnittlich wuchsen die Preise auch in Pankow (+ 14,5 %),

Spandau (+ 14,2 %), Neukölln (+ 14,0 %) und Tempelhof-Schöneberg (+

13,9 %). Etwas moderater fiel der Zuwachs in Friedrichshain-Kreuzberg

(+ 8,9 %) und Mitte (+ 10,3 %) aus.

"Um die Preisspirale zu bremsen, muss das Neubauangebot deutlich

wachsen. Hier sind neue Baugebiete und schnellere

Genehmigungsverfahren dringend erforderlich. Und es ist mehr denn je

geboten, Immobilienkäufer bei den hohen Erwerbsnebenkosten,

insbesondere den Grunderwerbsteuern, zu entlasten", betont LBS-Chef

Dr. Kamp.

So hat empirica den Käufer-Mieter-Vergleich berechnet:

Berücksichtigt wurden die Standardpreise für Wohnungen zwischen 60

und 80 Quadratmeter Wohnfläche. Für die Finanzierung der

Eigentumswohnung wurden 25 Prozent Eigenkapital und eine

Finanzierungsbelastung von fünf Prozent (zwei Prozent Zins und drei

Prozent Tilgung) zugrunde gelegt und mit den monatlichen Mietkosten

verglichen.

OTS: LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin - Hannover

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/107637

newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_107637.rss2

Pressekontakt:

LBS Nord

Stv. Pressesprecherin

Anja Knigge

Tel. 0511 / 926-6014

E-Mail: anja.knigge@lbs-nord.de

- Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist

abrufbar unter http://www.presseportal.de/pm/107637/4276671 -

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