finanzen.net
15.01.2020 12:44
Bewerten
(0)

OTS: Messe Berlin GmbH / Grüne Woche 2020: Ernährungsindustrie erwirtschaftet ...

Grüne Woche 2020: Ernährungsindustrie erwirtschaftet 2019 leichtes

Umsatzplus - Megatrend 2019: nachhaltige Lebensmittelproduktion (FOTO)

Berlin (ots) - Anlässlich der Internationalen Grünen Woche 2020 veröffentlicht

die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE) heute die

Prognose der vorläufigen Jahresergebnisse 2019 der deutschen

Ernährungsindustrie. Nach ersten Schätzungen konnte der Umsatz im

Vorjahresvergleich um 2,2 Prozent auf 183,6 Milliarden Euro gesteigert werden.

Damit stabilisierte sich die Branchenkonjunktur weiter auf hohem Niveau trotz

eindeutiger Anzeichen eines gesamtwirtschaftlichen Abschwungs. Besonders

erfreulich für die Branche entwickelte sich das Auslandsgeschäft. Nach einem

Rückgang in 2018 konnten die Umsätze 2019 mit 61,4 Milliarden Euro um 3,2

Prozent gesteigert werden. Auch das Inlandsgeschäft ist weiterhin im Plus. Mit

122,2 Milliarden Euro konnte der Umsatz in Deutschland leicht gesteigert werden.

Dazu erklärt BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff: "Unsere Branche blickt

zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. Insbesondere die Exporte nach Asien

sorgten für die positive Entwicklung des Auslandsgeschäfts. Schwierig war und

bleibt die Geschäftslage besonders in den USA und Großbritannien. Mit dem

Megatrend "Nachhaltigkeit" Inlandsgeschäft ausgebaut Zukunftsweisend sind auch

die positiven Entwicklungen in unserem wichtigsten Absatzmarkt - dem heimischen

Absatzmarkt. Grund hierfür sind zum einen die höheren Verkaufspreise (+ 1,7

Prozent) und zum anderen eine entscheidende strategische Entwicklung der

Hersteller. 2019 hat gezeigt, dass die Ernährungsindustrie mit großen Schritten

den notwendigen Weg hin zu mehr Generationenverantwortung geht. So verwundert es

nicht, dass der Megatrend des vergangenen Jahres nicht "vegan", "proteinreich"

oder ein neuer enthusiastischer Geschmack war, sondern die nachhaltige

Entwicklung der Lebensmittelproduktion. Die Hersteller präsentierten eine große

Bandbreite an Lösungen und Produkten.

Wir freuen uns sehr, dass dieses Engagement der Unternehmen zunehmend auch von

den Verbrauchern honoriert wird. Besonders höherwertige Qualitätslebensmittel

werden weiterhin stark nachgefragt und die Zahlungsbereitschaft für dieses Mehr

an Nachhaltigkeit ist ungebrochen. Bewusster Konsum verlässt immer weiter das

Nischendasein und wird zum Mainstream. Allerdings sind wir hier nach wie vor

noch nicht angekommen. Die Bereitschaft mehr zu zahlen, trifft nicht auf alle

Produkte gleichermaßen zu und reicht oftmals nicht dafür aus, die Mehrkosten

komplett zu decken. Politik muss Moderatorenrolle an Runden Tischen verlassen

und aktiv werden.

Trotz all der positiven Entwicklungen steht die Nummer vier der deutschen

Industriebranchen als mittelständische Branche durch die Fülle an Themen auf der

politischen Agenda vor Herausforderungen. Hier ist die Politik als Akteur

gefragt." Das sind für die wichtigsten 5-Punkte, wie Politik ihre Verantwortung

aktiv leben muss:

1. Die Bundesregierung muss Zielkonflikte lösen. Bestes Beispiel hierfür ist die

Diskussion um die Reduktion von Plastikverpackungen vs. Lebensmittelverluste.

2. Thema Lebensmittelverluste: Die deutsche Ernährungsindustrie braucht einen

Rechtsrahmen, der bei der Reduzierung von Lebensmittelverlusten für die

Unternehmen die Machbarkeit in den Fokus rückt. Aktuell besteht bei gesetzlichen

Vorschriften, die nicht auf die Sicherheit von Lebensmittel einzahlen (z.B. bei

der Haftungsfrage bei der Abgabe an Dritte) Klärungsbedarf.

3. Thema Sorgfaltspflicht für Menschenrechte in den Lieferketten: Die

Bundesregierung muss den begonnen NAP-Monitoringprozess weiterführen.

Insbesondere ein Feedback für die Unternehmen ist dringend notwendig.

Forderungen nach einem nationalen Lieferkettengesetz sind kontraproduktiv, sie

verunsichern und bringen Unternehmen dazu, sich aus kritischen Ländern

zurückzuziehen. Damit ist nichts gewonnen.

4. Thema Green Deal: Ein klimaneutrales Europa ist eine herausragende

Aufgabenstellung, deshalb ist es richtig, bestehende Regeln auf den Prüfstand zu

stellen und neue Anreize zu setzen. Vorsicht ist jedoch vor Verboten und

Regularien geboten, die wissenschaftlich nicht fundiert sind, und

unverhältnismäßig auf Kosten der Wirtschaft gehen.

5. Thema Innovationen: Vor dem Hintergrund der stetig wachsenden

gesellschaftlichen Ansprüche brauchen wir eine umfassende Forschungsstrategie.

Dazu gehören

- eine Aufstockung der Industriellen Gemeinschaftsforschung auf

mindestens 200 Millionen Euro pro Jahr,

- eine verbesserte Ausstattung der entsprechenden Förderprogramme

des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des

Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im

Rahmen der neuen Bioökonomiestrategie,

- eine auf die Bedürfnisse von KMUs und Startups abgestimmte

Förderung,

- eine Verbesserung der Förderverwaltung und

- last but not least der immer noch nicht erreichte Aufbau einer

ausreichenden Breitband- und Mobilfunkversorgung - insbesondere

im ländlichen Raum.

Die Ernährungsindustrie ist mit rund 622.253 Beschäftigten in 6.225 Betrieben

der viertgrößte Industriezweig Deutschlands, zuverlässig versorgt sie 82

Millionen Verbraucher mit hochwertigen und preiswerten Lebensmitteln. Mit einer

Exportquote von 33 Prozent schätzen zudem Kunden weltweit die Qualität deutscher

Produkte. Die Branche ist klein- und mittelständisch geprägt: 90 Prozent der

Unternehmen der deutschen Ernährungsindustrie gehören dem Mittelstand an.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Monika Larch

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE)

Tel. 030-200 786 167

mlarch@bve-online.de

Pressekontakt:

Pressekontakt:

Messe Berlin GmbH

Wolfgang Rogall

Stellv. Pressesprecher

und PR Manager

T +49 30 3038-2218

wolfgang.rogall@messe-berlin.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/6600/4492784

OTS: Messe Berlin GmbH

Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

Coronavirus verängstigt Anleger: DAX knickt ein -- US-Börsen tiefrot -- GEA erreicht Prognose 2019 -- K+S-Aktie setzt Sturzflug fort -- Wirecard, Heideldruck, Rheinmetall, Varta im Fokus

Sprint schreibt weniger Verlust. Volkswagen und Microsoft erweitern Partnerschaft. BMW will nur noch mit Ökostrom produzieren. Neues Boeing-Modell 777X absolviert erfolgreich seinen Erstflug. Chipwerte schwächeln wegen Virussorgen. ifo-Geschäftsklima sinkt.

Umfrage

Wie wird sich der Leitzins in der Eurozone ihrer Meinung nach bis zum Jahresende 2020 entwickeln?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
NEL ASAA0B733
Ballard Power Inc.A0RENB
Daimler AG710000
Lufthansa AG823212
Varta AGA0TGJ5
TeslaA1CX3T
Deutsche Bank AG514000
Apple Inc.865985
AlibabaA117ME
XiaomiA2JNY1
K+S AGKSAG88
EVOTEC SE566480
BASFBASF11
PowerCell Sweden ABA14TK6