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15.04.2019 10:10
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OTS: PwC Deutschland / Digitalisierung erweitert Aufgabenspektrum von Shared ...

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Digitalisierung erweitert Aufgabenspektrum von Shared Service Centern

Düsseldorf (ots) - PwC-Studie zu Shared Service Centern (SSC):

Wissensbasierte und komplexe Tätigkeiten nehmen zu / Digitalisierung

ist der wichtigste Treiber / Hochqualifiziertes Personal wird zum

Erfolgsfaktor

Die Digitalisierung hat die Arbeit in Shared Service Centern (SSC)

tiefgreifend verändert: Knapp zwei Drittel der SSC setzen

mittlerweile auf Robotic Process Automation (RPA), um zeitintensive,

repetitive und bislang manuell ausgeführte Aufgaben zu

automatisieren. Gut ein Viertel nutzt virtuelle Assistenten, so

genannte Chatbots, um automatisierte Services im Kundenkontakt zu

erbringen. Und in fast jedem zehnten SSC kommt schon heute Künstliche

Intelligenz zum Einsatz. Diese digitalen Technologien helfen nicht

nur dabei, Zeit und Kosten zu sparen und die Qualität der Services zu

erhöhen. Sie verändern auch das Aufgabenspektrum von SSC: Diese

übernehmen immer komplexere Tätigkeiten. Zu diesen Ergebnissen kommt

eine PwC-Studie. Sie basiert auf einer Befragung von Unternehmen, die

zusammen mehr als 160 Shared Service Center weltweit betreiben.

"Shared Service Center sind heute fester Bestandteil jeder

Geschäftsstrategie. Die Tätigkeiten, die Unternehmen auslagern, haben

sich jedoch verändert: Ging es früher um reine Routinetätigkeiten für

IT oder Accounting, verlagern Unternehmen heute immer mehr

Geschäftstätigkeiten, die nicht zum Kerngeschäft gehören, in eine

unabhängige Gesellschaft. Diese übernimmt zunehmend auch

wissensintensive und höchst anspruchsvolle Tätigkeiten", kommentiert

Michael Suska, Partner bei PwC und Experte für SSC.

Unternehmen tun sich schwer mit Auslagerung von Vertriebsaufgaben

Wie hoch der Anteil der Prozesse ist, die ein Unternehmen an SSC

überträgt, hängt maßgeblich von der Funktion ab: Im Bereich

Accounting sind im Schnitt 71 Prozent der Tätigkeiten in SSC

ausgelagert. Im Vertrieb sind es nur 18 Prozent. Im Treasury und Cash

Management sowie der IT liegt der Anteil bei 55 Prozent; für die

Steuerfunktion bei 46 Prozent. Im Schnitt werden 42 Prozent der

HR-Aufgaben, 41 Prozent der Einkaufstätigkeiten und 38 Prozent der

Controlling-Prozesse in SSC erbracht.

Der durchschnittliche Grad der Standardisierung von Aufgaben und

Prozessen im SSC liegt bei rund 60 Prozent. Gut ein Drittel der

Aufgaben laufen komplett automatisiert ab. Dieser Anteil wird in den

kommenden Jahren steigen: Die Befragten verfolgen das Ziel, im

Schnitt 64 Prozent der Abläufe zu automatisieren.

Shared Service Center spüren Folgen des Fachkräftemangels

Der Wandel von Shared Service Centern vom Erfüller repetitiver

Aufgaben zum Partner für wissensintensive Tätigkeiten hat auch

weitreichende Auswirkungen auf die Personalsituation. "Es braucht

motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter, die diesen zunehmend

anspruchsvollen Aufgaben gerecht werden - und eine möglichst niedrige

Fluktuation, damit aufgebautes Wissen nicht direkt wieder verloren

geht", so die Einschätzung von Michael Suska. Bei rund vier von zehn

Befragten (37 Prozent) liegt die Fluktuation zwischen 11 und 20

Prozent. Knapp einem Drittel (31 Prozent) gelingt es, diese zwischen

5 und 10 Prozent zu reduzieren.

Um Mitarbeitende in ihren SSC zu halten, setzen die Befragten auf

einen Mix aus finanziellen und nicht-finanziellen Anreizen: 88

Prozent bieten ihrer Belegschaft Vorteile wie beispielsweise

reduzierte Versicherungsbeiträge oder kostenlose Mitgliedschaften im

Fitnessstudio. 86 Prozent setzen auf Weiterbildung, 80 Prozent zahlen

einen Bonus.

Diese Maßnahmen lohnen sich, denn der Aufwand, um neue

Mitarbeitende für ein SSC zu gewinnen, ist hoch: Je nach

Karrierestufe benötigen die Befragten zwischen 4 (Junior Level) und

knapp 8 Monaten (Management Level), um einen neuen Mitarbeitenden für

das Accounting im SSC einzustellen. Der Zeitaufwand für die

Rekrutierung von IT-Experten ist höher: Hier vergehen fast 6 Monate,

bis ein neuer Kollege auf Junior-Ebene gefunden ist, auf

Management-Level sind es auch hier 8 Monate.

Die Studie belegt zudem, dass Offshoring für viele Unternehmen

kein Thema mehr ist. Als Standort für SSC sind vielmehr wieder Länder

mit hohen Löhnen gefragt, in denen der Zugang zu hochqualifizierten

Mitarbeitern für komplexe, wissensintensive Tätigkeiten gesichert

ist. Rund ein Viertel der europäischen Befragten hat kürzlich ein SSC

in Deutschland, Großbritannien oder der Schweiz aufgebaut oder

Tätigkeiten in eines dieser Länder verlagert.

Kostenersparnis bleibt Hauptmotivation für Auslagerung

Die Hauptmotivation für die Auslagerung in SSC ist und bleibt die

Aussicht auf Kostenersparnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass

Effizienzsteigerungen bis zu 30% erzielt werden können. 96% der

befragten Unternehmen konnten ihre Effizienzziele erreichen oder

sogar übertreffen. Maßgeblich hierfür sind vor allem

Kosteneinsparungen durch Kapazitätsreduktion sowie Auswirkungen von

Digitalisierungsmaßnahmen. Damit lagen die Effizienzsteigerungen der

Befragten - trotz Digitalisierung - allerdings nicht wesentlich höher

als vor zwei Jahren. "Um das volle Einsparpotenzial durch die

Digitalisierung zu nutzen, sind hohe Investitionen in Technologien

und Experten nötig - dementsprechend wird es noch einige Jahre

dauern, bis das komplette Potenzial sichtbar wird", so das Fazit von

Michael Suska.

Hier gelangen Sie zur Studie: www.pwc.de/ssc

OTS: PwC Deutschland

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/8664

newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_8664.rss2

Pressekontakt:

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Franziska Weyer

PwC Communications

Tel.: (0211) 981 - 7611

E-Mail: franziska.weyer@pwc.com

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