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16.01.2020 09:31
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OTS: Roland Berger / Ein Computer auf Rädern - Bedeutung von Elektronik und ...

Ein Computer auf Rädern - Bedeutung von Elektronik und Software im

Auto nimmt rasant zu

München (ots) -

- Kosten für elektronische Komponenten pro Fahrzeug steigen bis 2025

voraussichtlich von rund 3.000 auf ca. 7.000 Dollar

- Elektromobilität als zentraler Treiber, aber auch autonomes Fahren schlägt

zu Buche

- Studie zeigt gravierende Auswirkungen entlang der gesamten

Wertschöpfungskette

Das Auto von morgen wird zu einem Computer auf Rädern: Autonomes Fahren,

vollständige Vernetzung und ein elektrischer Antriebsstrang forcieren diese

Entwicklung. In Konsequenz nimmt die Bedeutung elektronischer Komponenten und

Software in Fahrzeugen stetig zu - mit einschneidenden Veränderungen für die

gesamte Branche. Das ist das zentrale Ergebnis der Studie "Computer on Wheels /

Disruption in Automotive Electronics and Semiconductors" von Roland Berger.

"Die Einführung des softwaregesteuerten Autos führt zu deutlichen Veränderungen

entlang der gesamten Wertschöpfungskette", sagt Falk Meissner, Partner bei

Roland Berger und Mit-Autor der Studie. "Alle Akteure in der Industrie sind

davon betroffen: Während OEMs beispielsweise künftig erhebliche Ressourcen für

die Modulintegration aufwenden müssen, werden Halbleiterhersteller zunehmend

auch zum Softwareanbieter."

Kosten für Elektronikkomponenten wachsen drastisch

Die Experten von Roland Berger gehen davon aus, dass der Kostenanteil

elektronischer Komponenten im Verhältnis zu allen Bauteilen voraussichtlich von

aktuell ca. 16 Prozent auf rund 35 Prozent bis 2025 wachsen wird. Dabei schlägt

der finanzielle Aufwand für elektronische Module bei einem Premiumfahrzeug mit

klassischem Verbrennungsmotor heute mit rund 3.000 Dollar zu Buche. Beim

"Computer auf Rädern" - einem halbautonom fahrenden, elektrifizierten Auto -

werden es bis 2025 mehr als 7.000 Dollar je Fahrzeug sein.

Etwa ein Viertel der Kosten lassen sich auf die Digitalisierung zurückführen.

Mehr als die Hälfte des Anstiegs resultiert allerdings aus der Elektrifizierung

des Antriebsstrangs. Dadurch wird die Elektromobilität zum zentralen

Kostentreiber.

Beim autonomen Fahren entfallen die zusätzlich benötigen Mittel für

Automobilelektronik (925 Dollar) größtenteils auf Rechenleistung und Sensorik.

"Autonomes Fahren erfordert nicht nur einen Wechsel von der menschlichen

Entscheidungsfindung zur künstlichen Intelligenz, vom Gedächtnis zur Karte und

von den Sinnen zu den Sensoren, sondern auch Investitionen in dafür benötigte

Technologien", sagt Meissner. Etwa die Hälfte der Kostensteigerung muss für

Kameras, LIDAR-, Radar- und Ultraschallsensoren aufgewendet werden. Der Rest

fließt in die KI-gesteuerte zentrale Recheneinheit, die alle Sensordaten

empfängt, analysiert und die Aktionen des Fahrzeugs bestimmt.

Partnerschaften als Strategie

Die Branche hat in Teilen schon auf die Entwicklung reagiert: Beispielsweise

gehen Autobauer Partnerschaften mit Konkurrenten ein und schließen sich mit

Halbleiterspezialisten in Konsortien zusammen. "Nur ganz wenige Unternehmen

werden es schaffen, alleine die komplette Elektronik- und Software-Lieferkette

abzubilden und die entsprechenden Investitionen zu tragen", kommentiert

Meissner.

Bevor Firmen solche Schritte unternehmen, sollten sie zunächst ihre Position in

der Wertschöpfungskette neu definieren. "Erst dann können Hersteller wie

Zulieferer entscheiden, welches Know-how in den Bereichen Elektronik, Halbleiter

und Software sie aufbauen müssen und welche Kooperationen Vorteile bringen", so

Meissner.

Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen:

www.rolandberger.de/pressemitteilungen

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden

Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund

2.400 Mitarbeitern in 35 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen

Märkten erfolgreich aktiv. Die 52 Büros von Roland Berger befinden sich an

zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine

unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 230 Partnern.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Roland Berger

Maximilian Mittereder

Press Department

Tel.: +49 89 9230-8180

E-Mail: Maximilian.Mittereder@rolandberger.com

www.rolandberger.com

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/32053/4493423

OTS: Roland Berger

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