17.04.2018 10:30
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TÜV SÜD wächst weiter: Umsatz steigt auf über 2,4 Milliarden Euro

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München (ots) -

- Zukunftsinvestitionen: 123 Mio. Euro für Prüfinfrastruktur und

Digitalisierung

- Neue Bestmarken: 2,427 Mrd. Euro Umsatz und 216,7 Mio. Euro

Ergebnis (bereinigtes EBIT)

- Wachstumsmärkte: Digitalisierung - Cyber Security - Autonomes

Fahren

Die Menschen vor nachteiligen Auswirkungen der Technik zu schützen

- das ist der Auftrag von TÜV SÜD seit 1866. Der internationale

Dienstleistungskonzern erreichte 2017 neue Bestmarken bei Umsatz und

Gewinn. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent auf

2,427 Milliarden Euro; das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern

(bereinigtes EBIT) verbesserte sich um 7,4 Prozent auf 216,7

Millionen Euro. Weltweit beschäftigte TÜV SÜD im Jahr 2017 über

24.000 Mitarbeiter, rund die Hälfte davon im Ausland.

TÜV SÜD verfolgt seit Jahren einen erfolgreichen Wachstumskurs,

der von der gezielten Weiterentwicklung der Dienstleistungen und vom

kontinuierlichen Ausbau des weltweiten Experten- und Labornetzwerks

getrieben wird. Im Jahr 2017 hat der internationale Dienstleister

rund 123 Millionen Euro in die Erweiterung der Prüfinfrastruktur und

die Entwicklung von Leistungen und Geschäftsmodellen im Umfeld von

Digitalisierung und Industrie 4.0 sowie in die Weiterbildung der

Mitarbeiter für "Digital Readiness" investiert. Das Vertrauen von

Kunden auf der ganzen Welt war ein wichtiger Grund dafür, dass TÜV

SÜD auch im Jahr 2017 weiter profitabel gewachsen ist. "Politische

Unsicherheiten, negative Währungseffekte und protektionistische

Tendenzen haben auch unser Geschäft beeinflusst, das im Kern mit dem

weltweiten Austausch von Waren und dem Zugang zu internationalen

Märkten zu tun hat - und mit der Sicherheit von Produkten, Anlagen

und Prozessen", erklärte Prof. Dr.-Ing. Axel Stepken,

Vorstandsvorsitzender der TÜV SÜD AG, auf der Bilanzpressekonferenz

des Unternehmens in München. Trotz dieser widrigen Effekte konnte der

internationale Dienstleister seinen Umsatz im Jahr 2017 auf 2,427

Milliarden Euro und das Ergebnis (bereinigtes EBIT) auf 217 Millionen

Euro steigern und damit neue Rekordmarken setzen. Dabei wurden 42

Prozent des Umsatzes mit Kunden außerhalb Deutschlands

erwirtschaftet.

Erfolg auf breiter Basis

Besonders erfreulich ist nach Aussage von Dr. Matthias J. Rapp,

Finanzvorstand der TÜV SÜD AG, dass alle operativen Bereiche zum

erfolgreichen Verlauf des Geschäftsjahres 2017 beigetragen haben:

"Das Segment MOBILITY überzeugte erneut mit einem Umsatzzuwachs von

über 5 Prozent auf 772,4 Millionen Euro, das Segment INDUSTRY

steigerte den Umsatz leicht um 0,3 Millionen Euro auf über 961

Millionen Euro und das Segment CERTIFICATION setzte seine

Erfolgsgeschichte mit einem starken Umsatzplus von 7,4 Prozent auf

rund 714 Millionen Euro fort." Positiv bewertete Dr. Rapp auch die

Entwicklung der Division Business Assurance, die zum Segment

CERTIFICATION gehört und die im Jahr 2017 mit Blick auf die

wachsenden Sicherheitsanforderungen im Umfeld der Digitalisierung neu

aufgestellt wurde. "Besonders erfreulich ist, dass auch unsere

Leistungen zur Cyber Security schon zum Wachstum dieser Division

beitragen", so der Finanzvorstand. Das sei ein positives Signal für

die weitere Entwicklung in diesem wichtigen Bereich und für das

gesamte, schnell wachsende Leistungsspektrum von TÜV SÜD im Umfeld

der digitalen Transformation.

Umsatzstärkste Region war im Jahr 2017 erneut die Region EUROPE,

die Europa inklusive Deutschland umfasst. Der Umsatz kletterte um 4,8

Prozent auf über 1,8 Milliarden Euro. "Mehr als 1,5 Milliarden Euro

steuerte unser Heimatmarkt Deutschland bei, auf dem wir ein

Umsatzplus von 6,5 Prozent verzeichnen konnten", sagte Rapp. "Das ist

ein sehr guter Wert, wenn man unseren hohen Marktanteil und den

harten Wettbewerb in Betracht zieht." Das prozentual stärkste

Wachstum erzielte TÜV SÜD in Nord- und Südamerika, wo der Umsatz um

7,2 Prozent auf über 220 Millionen Euro gesteigert werden konnte. Die

Region ASIA leistete einen Beitrag von 380 Millionen Euro zum

Gesamtumsatz des Konzerns.

Mit Blick auf den aktuellen Geschäftsverlauf sagte Rapp: "Wir sind

gut ins Jahr 2018 gestartet und ich bin zuversichtlich, dass wir

unsere robuste Geschäftsentwicklung weiter fortsetzen können." Die

Erfolgsfaktoren seien das internationale Netz an Prüflaboren, das

breite Angebot an Dienstleistungen - auch für neue und innovative

Technologien - sowie das Know-how und die Erfahrung der mehr als

24.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der ganzen Welt.

Ausbau der weltweiten Prüfinfrastruktur

TÜV SÜD hat auch 2017 kräftig investiert und über 123 Millionen

Euro für die Weiterentwicklung des Unternehmens ausgegeben. Die

wichtigsten Investitionsschwerpunkte waren der Ausbau der weltweiten

Prüfinfrastruktur, die Entwicklung von neuen Dienstleistungen und

Geschäftsmodellen im Umfeld der Digitalisierung sowie in die

Vorbereitung der Mitarbeiter auf die Herausforderungen der digitalen

Transformation. In den USA wurden insgesamt neun Millionen Euro

investiert, unter anderem in den Bau eines hochmodernen Labors für

die Prüfung von Elektronikprodukten. In Schottland startete der

Aufbau eines Entwicklungs- und Forschungszentrums für

Unterwasserpipelines, der - verteilt auf mehrere Jahre - mehr als

zehn Millionen Euro erfordern wird. "Die Modernisierung und den

Ausbau unserer Prüfeinrichtungen werden wir konsequent fortsetzen",

kündigte Stepken an. So sollen in den nächsten beiden Jahren allein

in China drei neue Batterietechnologiezentren errichtet werden und

das bestehende Netz von Laboren in Deutschland, Kanada, den USA und

Südkorea ergänzen. "Zudem haben wir in Singapur mit dem Bau eines

neuen Gebäudes begonnen, in dem wir unsere Einheiten und

Prüfeinrichtungen an diesem Standort konzentrieren", so der

Vorstandsvorsitzende. Dazu zählt auch das Center of Excellence

Digital Services, das vor zwei Jahren eröffnet wurde.

Die digitale Transformation des bestehenden Kerngeschäfts und die

Entwicklung von neuen Dienstleistungen und Geschäftsmodellen ist der

zweite Investitionsschwerpunkt von TÜV SÜD. "Die 'Speerspitze' dieser

Entwicklung sind unsere beiden Centers of Excellence in Singapur und

München und die 2016 gegründete Digital Service GmbH, in denen wir

wichtige Projekte initiieren und vorantreiben", erklärte Stepken.

Dazu zählt beispielsweise der Singapore Smart Industry Readiness

Index, den TÜV SÜD im Auftrag des Economic Development Board (EDB)

des Stadtstaates entwickelt hat. Mit diesem Index können Unternehmen

ihre Ausgangssituation im Umfeld der Industrie 4.0 bestimmen und

daraus eine Strategie für ihre digitale Transformation ableiten.

Weitere Entwicklungen von TÜV SÜD konzentrieren sich auf

Datensicherheit und Cyber Security. "Aus praktisch allen Branchen

bekommen wir Anfragen, wie ein besserer Datenschutz, wie eine höhere

Cyber Security erreicht werden kann", so der Vorstandsvorsitzende.

"Das sind genau die Bereiche, in denen wir unsere Kompetenzen und

Leistungen massiv ausbauen."

Sealed Cloud und Cyber Security

Ein Meilenstein in dieser Entwicklung war die Beteiligung an der

Uniscon GmbH im Jahr 2017, einem Anbieter von hochsicheren

Cloud-Lösungen für die Datenverarbeitung. "Damit setzen wir unser

erklärtes Ziel um, neue Wege zu beschreiten und neue Geschäftsmodelle

zu entwickeln", betonte Stepken. "Mit Uniscon positionieren wir uns

als Betreiber einer zuverlässigen und sicheren Plattform für das

Handling von Daten mitten im Zentrum der digitalen Transformation."

Die Einzigartigkeit der Uniscon-Lösungen besteht darin, dass die

Verarbeitung von Daten in der Cloud möglich ist, ohne dass der

Betreiber der Cloud einen Zugriff auf die Daten hat. Die

Einsatzmöglichkeiten der Sealed Cloud-Technologie reichen von der

Auswertung von Videodaten im öffentlichen Raum über die sichere

Verarbeitung von Daten in der Medizin bis zu Anwendungen in der

Versicherungswirtschaft oder im Automobilbereich.

In der Sealed Cloud sind Daten sicher, aber auch andere

Anwendungen und Umgebungen müssen vor Angriffen aus dem Netz

geschützt werden. Um Unternehmen beim Umgang mit solchen Risiken noch

besser zu unterstützen, hat TÜV SÜD im Jahr 2017 die entsprechenden

Aktivitäten und Leistungen unter dem Dach der Division Business

Assurance neuformiert. "Mit dem Ziel der Risikominimierung bringen

wir in dieser Division branchenübergreifend die organisatorische,

technische und digitale Prozesssicherheit zusammen und vermitteln

auch das entsprechende Know-how - beispielsweise durch Trainings für

die Mitarbeiter", erklärte Stepken. Den Kern der Division bilden die

"klassischen" Zertifizierungen von Managementsystemen nach

internationalen Standards wie ISO 9001, ISO 14001 oder ISO 50001,

hinzu kommen neue Leistungen zum Datenschutz und zur Cyber Security.

Dazu zählen beispielsweise die Unterstützung bei der Umsetzung der

neuen Datenschutz-Grundverordnung, die am 25. Mai 2018 in Kraft tritt

und hohe Anforderungen an die Verarbeitung mit personenbezogenen

Daten stellt, oder die Cyber Security von industriellen

Steuerungssystemen, die durch Instrumente wie Risikoanalyse,

Informationssicherheitsmanagement und Penetrationstests überprüft und

optimiert wird.

Autonomes Fahren und Automotive Platform

Auch im Automobilbereich ist die Digitalisierung das bestimmende

Thema. "Wir bringen unsere umfassenden Erfahrungen aus der

Homologation von Fahrzeugen und den Hauptuntersuchungen in wichtige

Forschungs- und Pilotprojekte ein", sagte Stepken. So haben die TÜV

SÜD-Experten nicht nur die Zulassung des ersten autonom fahrenden

Personenbusses in Deutschland begleitet, sondern arbeiten auch

zusammen mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche

Intelligenz (DFKI) an einer offenen Entwicklungsplattform für

Automobilhersteller, Zulieferer und Technologieunternehmen. Im Rahmen

einer Initiative des VdTÜV hat TÜV SÜD zudem ein Konzept für eine

Automotive Platform entwickelt, die einen sicheren und neutralen

Zugang zu den Daten ermöglicht, die moderne Fahrzeuge bereits heute

erzeugen. "Diese Daten sind für verschiedene Nutzungen wie

individuelle Wartungsintervalle oder die Festlegung von

Versicherungsprämien interessant", erklärte der Vorstandsvorsitzende.

Aber ein Markt für solche neuen Dienstleistungen werde nur dann

entstehen, wenn die Sicherheit und Neutralität des Datenhandlings

gewährleistet sei.

Weitere Informationen im Internet:

- Inhalte der Pressemappe unter

www.tuev-sued.de/bilanzpressekonferenz

- Geschäftsbericht 2017 von TÜV SÜD unter

http://geschaeftsbericht.tuev-sued.de

- Bildmaterial in reprofähiger Auflösung unter

www.tuev-sued.de/pressefotos in der Rubrik "Aktuelles &

Veranstaltungen"

- Podcast bzw. O-Töne von Prof. Dr.-Ing. Axel Stepken unter

www.tuev-sued.de/audio-pr (ab 16:00 Uhr am 17. April 2018).

OTS: TÜV SÜD AG

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/38406

newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_38406.rss2

Pressekontakt:

Sabine Hoffmann

TÜV SÜD AG

Unternehmenskommunikation

Westendstr. 199, 80686 München

Tel. +49 (0) 89 / 57 91 - 16 13

E-Mail s.hoffmann@tuev-sued.de

Internet www.tuev-sued.de

- Querverweis: Bildmaterial ist abrufbar unter

http://www.presseportal.de/pm/38406/3918438 -

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