Pfandbriefbanken: Preise für deutsche Immobilien steigen weiter
BERLIN (Dow Jones)--Die deutschen Immobilienpreise sind im dritten Quartal weiter deutlich gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal kletterten sie um 8,7 Prozent, erklärte der Verband der Pfandbriefbanken (vdp). Der vdp-Immobilienpreisindex erreicht mit 184,0 Punkten einen neuen Höchstwert.
Der Anstieg war fast ausschließlich getrieben von höheren Preisen für Wohnimmobilien, die im dritten Quartal mit 11,4 Prozent die höchste Preissteigerung seit Erhebung der Daten verzeichneten. Dabei kletterten die Preise für selbst genutztes Wohneigentum mit einem Plus von 12,5 Prozent noch etwas stärker als die für Mehrfamilienhäuser, die sich um 10,9 Prozent erhöhten.
Die Preise bei Gewerbeimmobilien fielen im Jahresvergleich leicht um 0,9 Prozent. Büroimmobilien konnten allerdings wieder - nach zwei Quartalen mit leicht negativer Preisentwicklung - einen geringen Auftrieb in Höhe von 0,3 Prozent verbuchen. Gegenüber dem Vorquartal betrug der Preisanstieg sogar 1,0 Prozent, so der vdp.
Fundamentale Gründe für Dynamik bei Wohnimmobilien
"Die Preissteigerungen bei Wohnimmobilien weisen eine außergewöhnlich hohe Dynamik auf, sind aber weiterhin fundamental zu erklären", erklärte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Die Preise für Büroimmobilien hätten sich erwartungsgemäß zügig stabilisiert, was die Robustheit dieser Assetklasse unterstreiche.
"Insgesamt zeigt sich der deutsche Immobilienmarkt auch anderthalb Jahre nach Beginn der Covid-19-Krise attraktiv und nachgefragt", sagte Tolckmitt. Insgesamt haben laut vdp die Neuvertragsmieten um 4,0 Prozent zugelegt. Gleichzeitig führte die hohe Investmentnachfrage zu erhöhtem Druck auf die Renditen. Der Liegenschaftszinssatzindex sank um 5,9 Prozent im Jahresvergleich.
Wohnimmobilien steigen in Metropolen weiter
Auch in den Metropolen Deutschlands verstärkte sich im dritten Quartal 2021 die Dynamik der Preisentwicklung bei den Wohnimmobilien, aber auf etwas geringerem Niveau als im gesamtdeutschen Durchschnitt, so der vdp. Der Anstieg belief sich auf 9,9 Prozent.
Dabei wiesen unter den Top-7-Städten Köln und Hamburg mit 10,8 Prozent bzw. 10,4 Prozent die höchsten Wachstumsraten auf. Auch Berlin und München verzeichneten jeweils Steigerungen um mehr als 10 Prozent. In Düsseldorf (9,4 Prozent), Frankfurt (7,7 Prozent) und Stuttgart (9,0 Prozent) fiel die Preissteigerung nur unwesentlich geringer aus.
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November 10, 2021 06:59 ET (11:59 GMT)