Ackman baut Pershing Square-Depot um: Milliarden-Einstieg bei Microsoft und radikaler Google-Schnitt
04.06.26 22:22 Uhr
Bill Ackman, der Gründer und Chef von Pershing Square Capital Management, wirbelte das Portfolio seines in New York ansässigen Hedgefonds im ersten Quartal 2026 beachtlich durcheinander.
Die US-Börsenaufsicht SEC schreibt vor, dass institutionelle Investoren, die mehr als 100 Millionen US-Dollar verwalten, quartalsweise per 13F-Formular Einblick in ihre Depots geben müssen. Das gilt auch für Bill Ackmans Pershing Square Capital Management. Zum Quartalsende verwaltete der Hedgefonds ein Vermögen von rund 13,71 Milliarden US-Dollar.
Während an der absoluten Spitze des Rankings Konstanz herrschte, sorgte der Starinvestor in den darunterliegenden Rängen für zwei handfeste Sensationen. Ackman holte sich mit einem Paukenschlag einen neuen Tech-Giganten ins Boot und trennte sich im Gegenzug fast vollständig von einer langjährigen Kernbeteiligung im Silicon Valley, was die Machtverhältnisse im Depot grundlegend verschob.
Die folgende Übersicht zeigt die zehn Schwergewichte im Portfolio zum Stichtag 31. März 2026.
Sobald das verwaltete Vermögen die Marke von 100 Millionen US-Dollar überschreitet, verlangt die US-Börsenaufsicht SEC von institutionellen Anlegern eine quartalsweise Offenlegung ihrer Portfolios via 13F-Formular. Davon betroffen ist auch Pershing Square Capital Management, der unter der Leitung von Bill Ackman stehende Hedgefonds. Zum Ende des ersten Quartals 2026 wies das Depot ein Volumen von rund 13,71 Milliarden US-Dollar auf. Die folgende Aufstellung zeigt die zehn gewichtigsten Aktienpositionen des Fonds zum Stichtag 31. März 2026.
Quelle: sec.gov, Bild: Bryan Bedder/Getty Images for The New York Times
Platz 10: Hertz Global Holdings
Das Schlusslicht der zehn größten Beteiligungen bildete der Autovermieter Hertz Global. Bill Ackman veränderte die Position im ersten Quartal überhaupt nicht und hielt die Füße still. Die verbleibenden 15.241.127 Aktien wiesen zum Quartalsende einen recht überschaubaren Marktwert von 70,26 Millionen US-Dollar auf. Im Gesamtgefüge des Milliarden-Hedgefonds machte dieser Wert lediglich einen Anteil von 0,51 Prozent aus.
Einen radikalen Kahlschlag verzeichnete die C-Klasse der Google-Mutter Alphabet. Ackman warf im Berichtzeitraum fast seinen gesamten Bestand auf den Markt und stieß 5.852.145 Papiere ab - ein drastischer Einbruch von 94,94 Prozent. Die restlichen 311.726 Anteile kamen zum Stichtag nur noch auf einen Marktwert von 89,42 Millionen US-Dollar, wodurch die einstige Core-Beteiligung auf ein Depotgewicht von schmalen 0,65 Prozent zusammenschrumpfte.
Die Seaport Entertainment Group, eine Abspaltung aus dem Howard Hughes-Imperium, hielt sich stabil im Depot. Mit exakt 5.023.780 gehaltenen Papieren gab es auf Seiten der Stückzahl im ersten Quartal keine Veränderung. Das Paket brachte es zum Quartalsabschluss auf einen gerundeten Marktwert von 107,91 Millionen US-Dollar, was einem Portfolio-Anteil von 0,79 Prozent entsprach.
Auf den siebten Platz im internen Ranking sortierte sich die Immobilien-Entwicklungsgesellschaft Howard Hughes Holdings ein. Auch hier verzichtete Pershing Square in den ersten drei Monaten des Jahres auf jegliche Transaktionen und hielt den Bestand unverändert bei 18.852.064 Aktien. Zum Stichtag wies dieses dicke Aktienpaket einen Gesamtwert von 1,19 Milliarden US-Dollar auf und beanspruchte damit 8,70 Prozent des Portfolios für sich.
Die Facebook-Mutter Meta Platforms büßte im Vergleich zum Vorquartal einen Platz ein. Ackman strich hier minimale Teilgewinne ein und reduzierte die Position um 12.708 Anteilsscheine (-0,48 Prozent). Die verbleibenden 2.660.861 Aktien sicherten sich mit einem Wert von 1,52 Milliarden US-Dollar ein signifikantes Portfoliogewicht von exakt 11,10 Prozent.
Der Fast-Food-Riese Restaurant Brands International kletterte im Depotgefüge um einen Rang nach oben, obwohl Ackman die Beteiligung leicht um 221.290 Aktien (-0,97 Prozent) stutzte. Zum Quartalsende befand sich ein Paket von 22.645.483 Papieren im Besitz des Hedgefonds. Wertmäßig machte das Investment mit 1,67 Milliarden US-Dollar einen Portfolio-Anteil von 12,20 Prozent aus.
Quelle: sec.gov, Bild: Postmodern Studio / Shutterstock.com
Platz 4: Microsoft
Der absolute Knaller des Quartals spielte sich auf dem vierten Platz ab: Ackman feierte einen spektakulären Neueinstieg beim Software- und KI-Giganten Microsoft. Aus dem Stand kaufte Pershing Square 5.654.078 Aktien auf und pumpte damit sofort 2,09 Milliarden US-Dollar in das Unternehmen. Dieser Neuzugang blockierte zum Stichtag sofort 15,26 Prozent des gesamten US-Investitionsvolumens.
Die Bronzemedaille ging an den Fahrdienstvermittler Uber Technologies, der im Vorquartal noch den zweiten Platz belegt hatte. Ein kleiner Teilverkauf von 248.963 Aktien (-0,82 Prozent) schmälerte die Position nur unwesentlich. Die verbleibenden 29.958.771 Papiere brachten es zum Stichtag auf einen beachtlichen Marktwert von 2,15 Milliarden US-Dollar, was einer Gewichtung von 15,71 Prozent entsprach.
Quelle: sec.gov, Bild: Christopher Penler / Shutterstock.com
Platz 2: Amazon
Einen kräftigen Sprung nach vorn machte das Investment beim E-Commerce- und Cloud-Riesen Amazon. Ackman stockte die Position deutlich auf und erwarb 1.844.157 zusätzliche Papiere (+19,19 Prozent). Das nunmehr 11.451.981 Aktien umfassende Paket schoss wertmäßig auf 2,39 Milliarden US-Dollar und sicherte sich damit einen dicken Depot-Anteil von 17,39 Prozent.
Quelle: sec.gov, Bild: Ken Wolter / Shutterstock.com
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Platz 1: Brookfield
Die unangefochtene und verteidigte Nummer eins im Reich von Bill Ackman blieb die kanadische Vermögensverwaltung Brookfield Corporation, die 17,62 Prozent des gesamten US-Depots ausmachte. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass Pershing Square die Position im ersten Quartal leicht um 1.705.881 Aktien reduzierte (-2,78 Prozent). Mit 59.697.208 verbleibenden Anteilsscheinen verbuchte die Spitzenposition zum Quartalsende einen gigantischen Marktwert von 2,42 Milliarden US-Dollar.
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