Rheinmetall-Aktie startet Erholungsversuch nach Citigroup-Kaufempfehlung

Für die zuletzt von Anlegern abverkauften Rheinmetall-Aktien gibt es am Montag einen Erholungsversuch.
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Nachdem sie jüngst nahe der 1.100-Euro-Schwelle ein Tief seit einem Jahr markiert hatten, legten sie im XETRA-Handel letztlich um 4,64 Prozent auf 1.172,00 Euro zu. Die Citigroup nutzte den Moment, dass die Aktien vom Rekord etwa 45 Prozent an Wert eingebüßt haben, um diese wieder zum Kauf zu empfehlen.
Das Sektorumfeld war derweil uneinheitlich: Im Schlepptau von Rheinmetall ging es unter den deutschen Sektorwerten für HENSOLDT um 0,67 Prozent nach unten auf 73,60 Euro. RENK und TKMS gewannen 1,3 Prozent auf 44,47 Euro bzw. 0,56 Prozent auf 71,40 Euro. Von der Citigroup auf "Neutral" hochgestuft wurde außerdem Saab.
Für zusätzlichen Rückenwind im Gesamtmarkt sorgten Meldungen, wonach im Iran-Krieg weitere Lösungsideen ausgetauscht werden. Unter anderem soll die US-Seite iranischen Medien zufolge dazu bereit sein, Ölsanktionen gegen Teheran vorübergehend zu lockern. Dies gilt als zentrale Forderung des Iran, um einem Friedensabkommen zuzustimmen und die Straße von Hormus zu öffnen.
Citigroup-Experte Charles Armitage geht davon aus, dass die jüngsten Kursrückgänge im gesamten Sektor maßgeblich von der Hoffnung auf ein Friedensabkommen in der Ukraine geprägt waren - nebst Bedenken über die Finanzierung steigender Verteidigungsausgaben in Europa. Beide Argumente seien nachvollziehbar, aber seiner Ansicht nach übertrieben.
Der Krieg wird derzeit in einer Sackgasse gesehen. Russland und die Ukraine überzogen sich nach der jüngsten Waffenruhe zuletzt wieder gegenseitig massiv mit Luftangriffen. In der Nacht auf Sonntag hatte die Ukraine russischen Angaben zufolge heftige Angriffe auf die Region Moskau gestartet. Russland hat die massiven ukrainischen Drohnenattacken in der Nacht mit Gegenangriffen beantwortet.
Armitage sieht Russland auch im Falle eines Kriegsendes in der Ukraine als Bedrohung für Europa. Schweden und Deutschland zählten dann zu den wenigen Ländern in Europa, die ihre Kreditaufnahme erhöhen könnten, um Mehrausgaben für die Verteidigung zu finanzieren. Andere Länder seien finanziell stärker eingeschränkt und wären zu weniger populären Schritten wie etwa Steuererhöhungen oder Einsparungen gezwungen.
/tih/ag/nas
FRANKFURT/STOCKHOLM (dpa-AFX)
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