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16.03.2018 09:55
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Post-Tochter DHL kehrt mit Paketdiensten auf US-Markt zurück

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Von Erica E. Phillips

LOS ANGELES (Dow Jones)--Angelockt von starken Wachstumsraten im amerikanischen Onlinehandel kehrt die Deutsche Post nach einem Jahrzehnt der Abstinenz wieder ins Geschäft mit Paketzustellungen in den USA zurück - zumindest in einigen Metropolregionen. Die Post-Tochter DHL bietet nach einer Mitteilung vom Donnerstag Online-Einzelhändlern in Chicago, New York und Los Angeles an, Kundenbestellungen am gleichen oder am folgenden Tag auszuliefern.

Bis zum Jahresende soll der Service auch in den Großstädten Dallas, Atlanta, San Francisco und Washington DC verfügbar sein und in den Folgejahren rapide ausgeweitet werden. Damit kommt es auf einem Markt zu verstärktem Wettbewerb, der seit einem Jahrzehnt von United Parcel Service und Fedex dominiert wird.

"Wir achten sehr genau darauf, was die Verbraucher sich von den Online-Marktplätzen und Einzelhändlern wünschen, bei denen sie einkaufen", sagte Lee Spratt, Chef der Amerikasparte bei DHL eCommerce. "Schnellere, kosteneffektive Lieferung wird eine Anforderung sein, um in diesem Geschäft erfolgreich zu sein zu können."

DHL hat den neuen Zustelldienst mit dem Namen Parcel Metro bereits in den vergangenen zwei Jahren in ausgewählten Städten getestet. Für Lieferungen, die innerhalb weniger Stunden erledigt werden müssen, findet der Dienst seine Fahrer mit Hilfe von Crowd-Sourcing-Apps, bei ein- und zweitägigen Lieferungen greift er auf lokale Kuriere und Zustellunternehmen zurück. Dabei werden die Läger von DHL eCommerce genutzt, um Lieferungen zu sammeln.

DHL könnte mit seinem Schritt für eine nötige Belebung des Wettbewerbs gegenüber den dominanten Anbietern UPS und Fedex im schnellen US-Liefergeschäft sorgen. Beide haben ihre Preise zuletzt aggressiv erhöht, um die Kosten für die wachsende Zahl von Lieferungen bis zur Haustür aufzufangen, die teurer sind als herkömmliche Business-to-Business-Stopps. Ein neuer, kostengünstiger Wettbewerber könnte diese Entwicklung bremsen.

"Wir brauchen dringend einen weiteren Anbieter für Kleinpakete", sagte etwa die Logistik-Analystin Cathy Roberson. "Die Versandkosten müssen gesenkt werden." Sie hätten zum Teil ein geradezu irrwitziges Niveau erreicht. Vertreter von Fedex und UPS waren für Stellungnahmen nicht sofort erreichbar.

Analystin Roberson spricht von einem lediglich kleinen Sprungbrett, das sich DHL da anscheinend aufbaue. Sie glaubt, es könnten einige Jahre ins Land gehen, bis das Liefernetz ausreichend groß ist, um mit UPS und Fedex zu konkurrieren. "Das klingt nach einem sehr vorsichtigen, aber logischen Ansatz", um wieder in den Markt einzutreten, fügte Roberson hinzu.

2008 hatte DHL seinen US-Express-Zustellungsdienst eingestellt, nachdem die Tochter des deutschen DAX-Konzerns Milliarden von Dollar investiert hatte, um UPS und Fedex herauszufordern. DHL hatte die Zustelldienste des kleineren Betreibers Airborne Express übernommen und mit Regulierern einen Streit darum geführt, als ausländisches Unternehmen Frachtflugzeuge in den USA zu fliegen zu dürfen.

Seit dem Rückzug konzentriert sich DHL wieder auf den internationalen Paketversand. Inlandslieferungen werden von den 21 Paketzentren an U.S. Postal Service übergeben, den staatlichen Postdienstleister.

In der Entscheidung von DHL, Lieferdienste in den dicht besiedelten Ballungsräumen wieder anzubieten, spiegelt sich auch die Strategie von Amazon.com wider. Der größte Online-Händler der Welt wickelt in mindestens 37 US-Städten Lieferungen über eigene sogenannte Fulfillment-Zentren ab und bietet weltweit in mehr als 50 Märkten Prime Now mit ein- und zweistündigen Auslieferungen. "Shipping with Amazon" heißt ein Lieferdienst, den Amazon für Dritte anbietet.

Beim neuen DHL-Dienst Parcel Metro werden Autos und Fahrer nach den Worten von Manager Spratt nicht unter der Marke DHL auftreten. Endkunden sollen jedoch ein Bild des Fahrers sehen können und auf einer Karte dem Paket bei der Auslieferung bis zur Türschwelle folgen können, ähnlich wie die Uber-App das möglich macht.

(Mitarbeit: Laura Stevens)

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/rio/mgo

(END) Dow Jones Newswires

March 16, 2018 04:56 ET (08:56 GMT)

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