Pressestimme: 'Handelsblatt' zu Zukunft Europas

21.06.24 05:34 Uhr

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - "Handelsblatt" zu Zukunft Europas:

"Macron, die tragische Gestalt, Scholz, die traurige Gestalt, und Meloni, die neue Lichtgestalt - das neue "Trio Infernale" Europas ist auf dem besten Weg, auch noch den Rest europäischer Integrationsdynamik zu verspielen. Es fehlt jegliche Fantasie, wie sich aus dieser Konstellation ein verheißungsvolles Bild für Europa zeichnen ließe. Ein Europa, das angesichts der russischen Bedrohung im Osten und des zunehmend wahrscheinlicheren Trump-Szenarios im Westen ohnehin herausgefordert ist wie seit Jahrzehnten nicht. Hinzu kommt die ökonomische Dimension des Problems. Ausgerechnet in jenen Ländern, die ein veritables Schuldenproblem haben, gewinnen antieuropäische Kräfte an Einfluss. Frankreich liegt mit einer Staatsverschuldung von 3,1 Billionen Euro noch vor Italien (2,9 Billionen) auf Platz eins. Beide zusammen repräsentieren 46 Prozent der Staatsverschuldung der Euro-Länder."/yyzz/DP/ngu