finanzen.net
11.01.2018 15:53
Bewerten
(0)

Probleme werden mit zu wenig Pflanzenschutzmitteln verstärkt / Diskussionen über die Zukunft des Pflanzenschutzes in Brüssel

DRUCKEN
Berlin / Frankfurt/Main (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Bauernverbands e. V. (DBV) und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA)

"Den Landwirten müssen wegen der drohenden Gefahr von Resistenzen auch zukünftig ausreichend biologische und chemische Pflanzenschutzmittel mit unterschiedlichen Wirkungsansätzen zur Verfügung stehen." Dies betonten die Präsidenten des Deutschen Bauernverbands (DBV), Joachim Rukwied, und des Industrieverbands Agrar (IVA), Dr. Helmut Schramm, auf einer Veranstaltung mit Europaabgeordneten in dieser Woche in Brüssel. "Die Bauern beschränken den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf das notwendige Maß, doch müssen sie unter mehreren Wirkstoffen auswählen können, um zielgerichtet Krankheiten und Schädlinge bekämpfen zu können. Die Pflanzenschutzmittel sind von den Zulassungsbehörden daraufhin geprüft worden, dass sie bei sachgemäßer Anwendung keine gesundheitlichen Folgen und nachhaltige Schäden in der Natur erzeugen", stellte Bauernpräsident Rukwied fest.

Schramm bekräftigte zudem, dass sich die Industrie zu der Aufgabe bekenne, eine breite Palette an Pflanzenschutzmitteln bereitzustellen. "Um aber in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte zu investieren, braucht die Industrie einen langfristig verlässlichen Rahmen. Was heute beschlossen wird, muss auch morgen noch gelten. Die Entwicklung eines neuen Wirkstoffs dauert heute im Durchschnitt zwölf Jahre - eine Substanz, die wir morgen in einem Labor erstmals herstellen, kommt erst 2030 auf den Markt", so Schramm.

Beide Präsidenten hoben hervor, dass die Glyphosat-Diskussion die Frage nach der Zukunft des Pflanzenschutzes überlagert hat. Landwirtschaft und Industrie stehen dabei ausdrücklich hinter den strengen Regulierungen im Hinblick auf Gesundheit und Umweltwirkung bei der Zulassung sowie beim Verkauf und Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Dies bedeute auch, dass diese Regulierung mit wissenschaftlichen Kriterien begründet wird. Das Beispiel Glyphosat zeige jedoch, wie eine geschickt inszenierte Kampagne eine Politisierung der wissenschaftlichen Bewertung bewirke. "Der DBV tritt ein für eine sachliche und faktenbasierte Debatte", machte Rukwied deutlich. "Wir haben in Europa klare und strenge Regeln bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln. Diese schließen ein, dass Wirkstoffe umfangreich geprüft werden." Daher gelte es, das Vertrauen der Bevölkerung in die Behörden zu stärken, die mit der wissenschaftlichen Beurteilung der Wirkstoffe betraut sind.

IVA-Präsident Schramm beklagte zudem, dass EU-Regeln in Deutschland nur mangelhaft umgesetzt werden. Eine Untersuchung im Auftrag der EU-Kommission habe gezeigt, dass seit Inkrafttreten des neuen europäischen Pflanzenschutzrechts noch kein Zulassungsantrag in Deutschland in der vorgeschriebenen Frist entschieden wurde. "Eines der Ziele hinter der europäischen Pflanzenschutzverordnung 1107/2009 war es, faire Wettbewerbsbedingungen für Landwirte herzustellen. Davon sind wir noch weit entfernt."

OTS: Industrieverband Agrar e.V. newsroom: http://www.presseportal.de/nr/16070 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_16070.rss2

Pressekontakt: Deutscher Bauernverband e. V. Pressesprecher Dr. Michael Lohse Tel. +49 30 31904-240 Fax +49 30 31904-431 E-Mail: m.lohse@bauernverband.net http://www.bauernverband.de http://www.die-deutschen-bauern.de

Industrieverband Agrar e. V., Pressestelle Martin May Tel. +49 69 2556-1249 oder +49 151 54417692 Fax +49 69 2556-1298 E-Mail: may.iva@vci.de http://www.iva.de https://twitter.com/IVA_Presse

Anlagetipps vom Profi

Die Wahl des richtigen Finanzprodukts entscheidet oft über den Anlageerfolg. Finanzprofi Marcus Halter erläutert im Online-Seminar, wie Sie die "richtigen" Finanzprodukte identifizieren und dauerhaft hohe Renditen erzielen.
Jetzt kostenlos anmelden
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX fällt zurück -- Dow Jones verhalten -- US-Kartellbehörde genehmigt Linde-Praxair-Fusion -- FUCHS PETROLUB mit Gewinnwarnung -- Ryanair, Lufthansa, OSRAM im Fokus

LEONI dreht nach Gewinnwarnung von tiefem Minus ins Plus. Fiat Chrysler verkauft Zulieferer Magneti Marelli an Calsonic. FUCHS PETROCLUB senkt Gewinnausblick für 2018. Philips kommt weniger schnell voran. Südzucker-Tochter CropEnergies meldet Gewinnwarnung. Bundesbank: Deutsche Wirtschaft im dritten Quartal wohl nicht gewachsen.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die weltweit größten Smartphone-Hersteller
Der Worldwide Quarterly Mobile Phone Tracker
So viel erhalten Bundesliga-Clubs durch Trikotsponsoring
Das Trikotsponsoring der Bundesliga 2018/2019
In diesen Städten leben die Superreichen
Welche Stadt ist besonders beliebt?
Automobilneuheiten-Messe
Neue Studien und Serienfahrzeuge
Best Global Brands 2018
Die Top 20 der wertvollsten Marken weltweit
mehr Top Rankings

Umfrage

Italien plant eine höhere Neuverschuldung und befindet sich damit auf Konfrontationskurs zur EU. Sollte die EU nachsichtig mit Italien sein?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Aurora Cannabis IncA12GS7
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Wirecard AG747206
Amazon906866
BVB (Borussia Dortmund)549309
BASFBASF11
Deutsche Telekom AG555750
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
BYD Co. Ltd.A0M4W9
EVOTEC AG566480
Siemens AG723610
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Allianz840400