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07.08.2015 12:45

Allianz steigert Gewinn - Aktie fällt dennoch

Prognose bestätigt: Allianz steigert Gewinn - Aktie fällt dennoch | Nachricht | finanzen.net
Prognose bestätigt
Folgen
Die Allianz hat im zweiten Quartal trotz anhaltender Probleme in der Vermögensverwaltung mehr verdient.
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Das operative Ergebnis kletterte um 2,6 Prozent auf 2,84 Milliarden Euro und lag damit leicht unter den Markterwartungen. Der Überschuss zog dagegen wegen Sondereffekten um 15 Prozent auf gut zwei Milliarden Euro an, wie die Allianz am Freitag mitteilte. Der neue Vorstandschef Oliver Bäte sprach von "hervorragenden" Ergebnissen. "Wir bestätigen unsere Prognose für das operative Ergebnis am oberen Ende des Zielkorridors bei 10,8 Milliarden Euro."

Weil die Kunden weiter Gelder aus der US-Fondstochter Pimco abziehen, ging das Ergebnis in der Vermögensverwaltung um ein Viertel zurück: Hier standen 505 Millionen Euro zu Buche.

Die Probleme in der Vermögensverwaltung rücken den unerwartet starken Gewinnanstieg im zweiten Quartal der Allianz in den Hintergrund. Den Rauswurf des Starinvestors Bill Gross haben die Anleger dem Versicherer offenbar nicht verziehen. Hinzu kommen Probleme mit der US-Aufsicht. Beides zusammen drückte das operative Ergebnis in der Vermögensverwaltung um ein Viertel auf 505 Millionen Euro.

Unterm Strich hatte die Allianz den Gewinn im zweiten Quartal von 1,8 Milliarden Euro auf 2,0 Milliarden Euro erhöht. Geringe Schäden im Schaden- und Unfallgeschäft sowie ein warmer Regen aus dem Verkauf des Privatkundengeschäfts der Firman's Fund Insurance in Höhe von 300 Millionen Euro trugen dazu bei. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten mit einem Nettogewinn in Höhe von 1,8 Milliarden Euro gerechnet.

Beim Ausblick zeigte sich die Allianz etwas mutiger und bestätigte ihre Prognose für das operative Ergebnis im Gesamtjahr am oberen Ende des Zielkorridors. Der Versicherer rechnet jetzt mit 10,8 Milliarden Euro. Bisher hatte die Allianz eine Bandbreite von 10 Milliarden bis 10,8 Milliarden Euro für das operative Ergebnis angegeben.

Die bekräftigten Ziele sollten größere Kursverluste heute verhindern, sagte ein Händler. Die Aktie war im vergangenen Monat um knapp 5 Prozent besser gelaufen sei als der DAX.

Ein Problem für die Münchener bleibt das schwache Geschäft mit den Lebensversicherungen. In der Lebens- und Krankenversicherung sanken die Beitragseinnahmen bereinigt um Währungseffekte um sechs Prozent. Die Neugeschäftsmarge fiel wegen der niedrigen Zinsen um 1,1 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent. Das operative Ergebnis ging um 13 Prozent auf 853 Millionen Euro zurück. Dieser Rückgang ergab sich vor allem aus der geringeren Marge aus Kapitalanlagen in Deutschland und Stärkung der Reserven in Südkorea.

Ein Highlight im Quartalsbericht: Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich um 1,1 Prozentpunkte auf 93,5 Prozent. Je geringer die Quote ist, desto profitabler arbeitet eine Versicherung. Grund für die gute Quote sind niedrige Belastungen aus Schäden.

Unheil droht unterdessen aus den USA. Sowohl Bill Gross als auch dem US-Fondsriesen selbst könnte Ärger mit der Wertpapieraufsicht SEC blühen. Die Behörde prüft die Einleitung einer Klage gegen die Allianz-Tochter Pacific Investment Management Co (Pimco) wegen möglicher fehlerhafter Bewertung eines ihrer beliebtesten Fonds für Kleininvestoren.
Die Quartalsbilanz der Allianz hat trotz verbesserter Gewinnaussichten für 2015 die Anleger am Freitag nicht voll überzeugt. Zeitweise büßten die Anteilsscheine des Versicherers im moderat schwächeren DAX rund 1 Prozent ein. Analysten sprachen überwiegend von durchwachsenen Zahlen, einige sahen in den Verlusten der Aktie aber auch Gewinnmitnahmen nach einem jüngst guten Lauf.

Frankfurt (Reuters) (Dow Jones)

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