26.09.2021 20:42

Enges Rennen zwischen Grünen und SPD in Berlin

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Berlin (Reuters) - Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus liefern sich Grüne und SPD ein enges Rennen.

Während die Grünen in ersten Hochrechnungen der ARD am Sonntag gegen 20.00 Uhr knapp vor der SPD landeten, führten die Sozialdemokraten in der Hochrechnung des ZDF leicht. Ein ähnliches Bild hatten bereits die gut zwei Stunden zuvor veröffentlichten Prognosen abgegeben. Noch liege kein Ergebnis vor, betonte die Spitzenkandidatin der Grünen in Berlin, Bettina Jarasch, im rbb. Es werde ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der SPD werden. Sie sei gespannt. "Und ausnahmsweise muss ich sagen: Ich freue mich auf eine Nacht ohne Schlaf." Ihre Kontrahentin von der SPD, Franziska Giffey, sagte, man sei an einem Punkt, an dem es immer noch spannend sei, wo alles rauskommen könne. "Aber wenn's einfach wäre, könnte es ja auch jeder, nicht?"

Die deutlichsten Zugewinne verbuchten die Grünen. In der ARD-Hochrechnung kamen sie auf 22,9 Prozent und die SPD auf 22,3 Prozent. In der ZDF-Prognose wiederum lagen die Sozialdemokraten mit 22,8 Prozent hauchdünn vor den Grünen, die hier 22,2 Prozent verbuchten. Drittstärkste Kraft wurde jeweils die CDU, gefolgt von der Linken und deutlich dahinter der FDP. Die AfD verzeichnete in den Hochrechnungen mit unter sieben Prozent weniger als die Hälfte ihres vor fünf Jahren erzielten Ergebnisses.

Bei der Abstimmung 2016 war die SPD mit 21,6 Prozent stärkste Kraft geworden. Sie ging mit Michael Müller als Regierendem Bürgermeister eine Koalition mit der Linken und den Grünen ein. Müller trat dieses Jahr nicht zur Wiederwahl an. Den Hochrechnungen zufolge könnten die bisherigen Regierungsparteien ihre Koalition fortsetzen. Aber auch andere Konstellationen wären möglich.

PANNEN UND STUNDENLANGES ANSTEHEN

Bis ein endgültiges Ergebnis feststeht, dürfte es aber noch einige Zeit dauern. Überschattet wurde die Abstimmung von Berichten über diverse Pannen. So sollen in manchen Wahllokalen Stimmzettel ausgegangen sein. Einige Augenzeugen sagten, sie seien wieder nach Hause geschickt worden, ohne dass sie ihre Stimmen hätten abgeben können. Teilweise bildeten sich lange Schlangen, zahlreiche Wähler mussten stundenlang anstehen. Die Landeswahlleiterin stellte klar, dass jeder, der sich bis 18.00 Uhr (MESZ) angestellt habe, auch nach dem offiziellen Schlusstermin noch wählen dürfe.

Neben dem Bundestag und dem Abgeordnetenhaus wurde in Berlin auch über die Zusammensetzung der Bezirksparlamente und den Volksentscheid "Deutsche Wohnen & Co enteignen" abgestimmt.

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