08.12.2021 16:10

Putin weist Vorwurf eines möglichen Überfalls auf die Ukraine zurück

Folgen
Werbung

SOTSCHI (dpa-AFX) - Nach Wochen internationaler Aufregung um einen möglichen russischen Überfall auf die Ukraine hat sich Kremlchef Wladimir Putin nach seinem Gipfel mit US-Präsident Joe Biden erstmals persönlich zu den Vorwürfen geäußert. Russland sei ein "friedliebender Staat", sagte Putin am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Sotschi. Es sei daher eine "provozierende Frage", ob Russland die Ukraine überfallen werde, so der Kremlchef nach einem Treffen mit dem griechischen Regierungschef Kyriakos Mitsotakis.

Bei dem Videogipfel am Dienstagabend hatte Biden nach US-Angaben Putin eindringlich vor einer russischen Invasion in der Ukraine gewarnt. Putin bekräftigte nach dem Gespräch mit Biden, dass er darauf hoffe, dass Russlands Sicherheitsbedürfnisse ernst genommen würden im Westen. Er hatte zuvor ein Ende der Nato-Osterweiterung gefordert. Russland sieht sich vor allem in seiner Sicherheit bedroht, sollte die Ukraine Nato-Mitglied werden.

Der Kremlchef betonte, dass für Russland eine Aufnahme des Nachbarlandes in die Nato nicht hinnehmbar sei. Die USA hatten dazu erklärt, dass jedes Land selbst seine Partner wählen dürfe. Dazu meinte Putin nun, dass er das auch so sehe - allerdings dürften solche Partnerschaften nicht zulasten der Sicherheit anderer Länder gehen. "Leider hat der Nato-Block die Linie einer Konfrontation gegenüber Russland eingeschlagen", sagte Putin. Das westliche Militärbündnis sehe Russland als Gegner. Moskau selbst sei aber nicht auf Konfrontation aus. Er hoffe, dass der Westen die Sorgen Russlands ernst nehme.

Seine Verhandlungen mit Biden bezeichnete Putin als "offen, sachlich und konstruktiv" - mit der Möglichkeit einer Fortsetzung des Dialogs. Bei der etwa zweistündigen Video-Schalte ging es auch um die laufenden Gespräche über eine neue nukleare Abrüstungsinitiative der beiden größten Atommächte, um die Cybersicherheit beider Länder sowie um das iranische Atomprogramm und weitere internationale Konflikte./mau/DP/nas

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

DAX schließt stärker -- ifo-Index über Erwartungen -- EVOTEC kooperiert mit Boehringer -- IBM mit starkem Umsatzsprung -- Lufthansa, NVIDIA, Meta, VW, SUSE im Fokus

Ringen um Konzernumbau bei Airbus tritt in entscheidende Phase. Tankkarten-Anbieter DKV will anscheinend an die Börse. J&J steigert Umsatz. Bayer beteiligt sich an künftigem Hersteller von Zelltherapien. BioNTech und Pfizer starten klinische Studie zu Omikron-Impfstoff. Rio Tinto-Aktie stärker: Einigung auf milliardenschweres Bergbauprojekt in der Mongolei.

Umfrage

Halten Sie es für richtig, dass die EZB an ihrer lockeren Geldpolitik festhält?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln