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15.12.2015 13:47
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PwC-Stiftung startet neues Programm "Wirtschafts.Forscher!" an Schulen

Frankfurt am Main (ots) - Unterrichtsreihe vermittelt ökonomische Bildung durch forschendes Lernen / Soziale und ethische Kompetenz bei wirtschaftlichem Handeln werden besonders gefördert / Centrum für angewandte Politikforschung und Institut für ökonomische Bildung als wissenschaftliche Partner

"In welcher Wirtschaft wollen wir leben?" und "Welche Werte sind für uns dabei relevant?" - Fragen wie diese stehen im Mittelpunkt des neuen Programms "Wirtschafts.Forscher!", das am 14. Dezember 2015 mit Wissenschaftlern, Lehrern und Schülern im Rahmen einer Auftaktveranstaltung vorgestellt wurde. Das neue Eigenprogramm der PwC-Stiftung bietet jungen Menschen ab dem 8. Schuljahr die Gelegenheit, sich in der Schule mit wirtschaftlichen Sachverhalten zu befassen und diese aus einer ethischen Perspektive heraus zu erkunden. Wissenschaftliche Partner der "Wirtschafts.Forscher!" sind das Münchner Centrum für angewandte Politikforschung (CAP) und das Oldenburger Institut für ökonomische Bildung (IÖB).

"Mit unserem neuen Programm möchten wir dazu beitragen, das Verständnis der Jugendlichen für wirtschaftliche Zusammenhänge zu verbessern", sagt Dr. Jan Konerding, Vorstandsmitglied der PwC-Stiftung. "Dazu gehören natürlich auch soziale und ethische Kompetenz. Wer sich schon in der Schule intensiv mit unserer Marktwirtschaft beschäftigt, profitiert als Erwachsener davon."

Produktivität, Angebot und Nachfrage

Das Programm besteht aus mehreren Unterrichtsmodulen, in denen sich Schüler der Sekundarstufe I mit grundlegenden Fragen volkswirtschaftlichen Handelns auseinandersetzen - wissenschaftlich fundiert, problemorientiert und aus vielerlei Perspektiven. Dabei werden in Planspielen Angebot und Nachfrage, Knappheit oder die Entwicklung von Preisen simuliert. So "strandet" die Klasse zum Beispiel auf einer einsamen Insel und muss ein eigenes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem errichten. Soll jeder für sich wirtschaften oder ist Arbeitsteilung möglich? Welche Regeln gelten für Tausch und Handel? Müssen alle produktiv sein und wer sorgt für die Gesundheit der Gruppe?

Die in diesem Planspiel augenscheinliche, ethische Komponente des Wirtschaftens wird den Jugendlichen so ebenfalls vermittelt. Nutzen sie beispielsweise eine allen zur Verfügung stehende, endliche Ressource im Übermaß, versiegt schlussendlich die Quelle. Die Planspiele beziehen alle Ebenen und Akteure bei ökonomischen Entscheidungen und Prozessen ein. Ziel der "Wirtschafts.Forscher!" ist es dabei, verantwortungsbewusstes Entscheiden und Handeln von Schülerinnen und Schülern zu fördern. Dabei soll ihr Interesse geweckt werden, in ihrem späteren Berufsleben eine zukunftsfähige Wirtschaft mitzugestalten.

"Wirtschaftskulturelle und wirtschaftsethische Bildung sind Schlüsselthemen", sagt Prof. Werner Weidenfeld, Leiter CAP. "Wir möchten helfen, Ethik in die Ökonomie angemessen zu integrieren, zu entwickeln und zu vermitteln."

An der Schnittstelle von Wirtschaft und Ethik

Dabei bedienen sich die "Wirtschafts.Forscher!" der Methode des forschenden Lernens. Die Schüler schärfen ihre Urteilsfähigkeit und arbeiten an ihrer Fähigkeit, ökonomische Problemstellungen zu lösen. Dazu zählt auch, soziale und ökologische Aspekte von Produktionsprozessen und beim Konsum zu verdeutlichen. Die Jugendlichen diskutieren auf diesem Wege gleichermaßen die Perspektiven unterschiedlicher Akteure an der Schnittstelle von Wirtschaft und Ethik.

"In unserer Gesellschaft ist die ethische Dimension wirtschaftlichen Handelns von Bedeutung", sagt Prof. Hans Kaminski, Leiter des IÖB. "Unser Institut hält es für notwendig, diese Dimension in der ökonomischen Bildung zu verankern."

Die teilnehmenden Lehrer der beim Start beteiligten Schulen - jeweils drei in Bayern, Hessen und Niedersachsen - erhalten umfassende Unterstützung, um das Programm in die Klassenräume zu transportieren. Auch während des Projekts besteht die Möglichkeit zum Kontakt zwischen den Projektpartnern. Zum Abschluss des Programms präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse aus den Schul-Workshops der Öffentlichkeit. Die jugendlichen "Wirtschafts.Forscher!" treten dabei mit Akteuren aus Wirtschaft, Bildung, den Medien und der Politik in den Dialog.

Zur PwC-Stiftung:

Seit ihrer Gründung im Jahr 2002 hat die PwC-Stiftung bundesweit mehr als 400 Jugend- und Bildungsprojekte mit insgesamt rund 12 Millionen Euro unterstützt.

Die Stiftung ist eine Initiative der Führungskräfte von PwC Deutschland. Sie unterstreicht, dass die Verantwortung von Unternehmen und ihren Führungskräften heute weit über den rein wirtschaftlichen Erfolg hinausreicht.

In mehrfach ausgezeichneten Förderprojekten und dem Eigenprogramm "Kultur.Forscher!" lag der Fokus bislang ausschließlich auf der kulturellen Bildung. Ein Schwerpunkt der Förderarbeit konzentriert sich seit 2013 auf die "Kultur des Wirtschaftens".

OTS: PwC PriceWaterhouseCoopers newsroom: http://www.presseportal.de/nr/8664 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_8664.rss2

Pressekontakt: Prof. Dr. Susanne Hilger, Leiterin des Stiftungsteams PwC-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.

Tel.: +49 (0)69 9585-1680 Mail: susanne.hilger@de.pwc.com

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