07.05.2021 14:07

Verdi: Geringerer Stellenabbau bei Commerzbank in Deutschland - Commerzbank bildet zusätzliche Rückstellungen

Rahmensozialplan: Verdi: Geringerer Stellenabbau bei Commerzbank in Deutschland - Commerzbank bildet zusätzliche Rückstellungen | Nachricht | finanzen.net
Rahmensozialplan
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Der Gesamtbetriebsrat der Commerzbank hat nach Gewerkschaftsangaben einen geringeren Stellenabbau in Deutschland durchgesetzt.
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Der mit dem Geldhaus vereinbarte Rahmensozialplan sehe die Streichung von 7600 statt bisher geplant 12.800 Stellen vor, teilte Verdi am Freitag mit. Statt 200 blieben nun mindestens 450 Filialen erhalten. Betriebsbedingte Kündigungen seien "de facto nicht mehr möglich". Es seien Maßnahmen wie Altersteilzeit und Vorruhestandsregelungen vereinbart worden. "Es wird jetzt wichtig darauf zu achten, dass nicht zu viele Beschäftigte zu schnell gehen wollen und wir die restliche Belegschaft nicht überlasten", erklärte Verdi-Vertreter Christoph Schmitz.

Die Commerzbank will weltweit 10.000 ihrer insgesamt knapp 40.000 Arbeitsplätze abbauen. In Deutschland wäre nach den bisherigen Plänen jeder dritte Job betroffen. Abgebaut wird vor allem im Privatkundengeschäft, da die Bank Hunderte Filialen schließt.

Commerzbank bildet zusätzliche Rückstellungen für Jobabbau

Der geplante Stellenabbau wird für die Commerzbank teurer als ursprünglich geplant. Wie die Bank mitteilte, bildet sie wegen ausgeweiteter Altersregelungen in der Rahmenvereinbarung, auf die sie sich nun mit den Arbeitnehmern geeinigt hat, zusätzliche Restrukturierungsaufwendungen von 225 Millionen Euro. Damit rechnet die Bank nun mit Restrukturierungsaufwendungen von insgesamt rund 2 Milliarden Euro.

Ursprünglich hatte die Commerzbank dafür 1,8 Milliarden Euro veranschlagt. 900 Millionen Euro hatte die Bank bereits in früheren Jahren verbucht, im ersten Quartal kamen weitere Rückstellungen in Höhe von 470 Millionen Euro hinzu. Die restlichen Rückstellungen will sie im zweiten Quartal berücksichtigen.

"Dieses Geld ist gut investiert, denn es erhöht unsere Planungssicherheit bei der Umsetzung des Stellenabbaus", sagte Manfred Knof, seit Januar Vorstandsvorsitzender der Commerzbank.

Den Abbau will die Bank vor allem über Altersregelungen, wie Altersteilzeit oder Vorruhestand, umsetzen, wie sie am Freitag mitteilte. Im Zuge dessen weitet sie die Vorruhestandsregelung auf sieben Jahre aus. Zudem wurden Aufhebungsverträge vereinbart.

Bis 2024 wird sich die Zahl der Vollzeitstellen im Konzern dementsprechend von rund 39.500 Ende 2020 auf rund 32.000 reduzieren. Denn neben dem Abbau will die Bank auch rund 2.500 Stellen aufbauen, um die Kosten für externe Dienstleister zu reduzieren.

Mit dem Restrukturierungsplan will Vorstandschef Knof die Kosten bis 2024 um 1,4 Milliarden Euro oder 20 Prozent im Vergleich zu 2020 senken, um dann eine Eigenkapitalrendite von rund 7 Prozent zu erreichen.

Allerdings lässt die Vereinbarung mit den Arbeitnehmervertretern eine Hintertür für weitere Stellenstreichungen offen. So soll der Stand des vereinbarten Abbaus im ersten Quartal 2023 geprüft werden. "Sollte sie dann feststellen, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, sprechen Bank und Arbeitnehmergremien im ersten Quartal 2023 über erforderliche weitere Schritte", so die Commerzbank. Kollektive Arbeitszeitverkürzung oder betriebsbedingte Kündigungen seien dabei das "letzte Mittel".

Mit der Einigung mit den Gremien befindet sich die Commerzbank in ihrem selbstgesteckten Zeitplan. Bei der Vorstellung des Restrukturierungsprogramms Anfang Februar hatte sie sich vorgenommen, eine Einigung bis zur diesjährigen Hauptversammlung unter Dach und Fach zu bringen. Die Hauptversammlung war ursprünglich für den 5. Mai geplant, musste aber wegen Veränderungen im Aufsichtsrat auf den 18. Mai verlegt werden.

Frankfurt (Reuters / Dow Jones)

Bildquellen: Bocman1973 / Shutterstock.com

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