Milliarden-Deal stärkt Lockheed Martin - Spekulationen belasten Rheinmetall, RENK & HENSOLDT

Lockheed Martin sichert sich einen milliardenschweren Auftrag der US Army zur Produktion hochmoderner Raketensysteme bis 2030.
Werte in diesem Artikel
• Lockheed Martin erhält Auftrag der US Army
• Milliarden-Auftrag: Fertigung von MSE-Raketen
• Rüstungsaktien tendieren in unterschiedliche Richtungen
Lockheed Martin zieht US-Army-Auftrag an Land
Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin hat einen neuen Großauftrag an Land gezogen. Konkret handelt es sich um einen Festpreisvertrag im Gesamtwert von rund 4,76 Milliarden US-Dollar, der vom Army Contracting Command der Vereinigten Staaten vergeben wurde, wie MarketScreener berichtet.
Gegenstand dieser milliardenschweren Vereinbarung ist die Fertigung von hochmodernen PAC-3 Missile Segment Enhancement (MSE)-Raketen. Dabei geht das Auftragsvolumen weit über die reine Produktion der Abfangraketen hinaus: Der Kontrakt ist als umfassendes Gesamtpaket konzipiert und schließt sämtliche damit verbundenen Dienstleistungssektoren sowie Hardware, Ausrüstung und die technische Planung, das Management und die Fertigungskapazitäten ein.
Laut den Vertragsbestimmungen werden die Arbeiten an der PAC-3 MSE-Produktion voraussichtlich über die nächsten Jahre fortgeführt, wobei das offizielle Abschlussdatum für den 30. Juni 2030 anvisiert ist. Mit diesem Auftrag festigt Lockheed Martin seine zentrale Position als strategischer Partner der US-Streitkräfte im Bereich der Raketenabwehr.
Rüstungsaktien im Blick
Die Lockheed Martin-Aktie reagierte am Freitag letztlich mit Verlusten auf den Milliarden-Auftrag. Am Donnerstag schloss das Papier 0,74 Prozent schwächer bei 4,63 US-Dollar. Im NYSE-Handel ging es nach Bekanntmachung des Auftrags letztlich um 1,62 Prozent nach unten auf 613,76 US-Dollar.
Auch am deutschen Markt standen die Papiere von Rüstungstiteln weiter im Fokus: Die Anteilsscheine von Rheinmetall verloren via XETRA letztlich um 5,57 Prozent auf 1.463,80 Euro nach. TKMS notierte tiefer und verlor zuletzt 3,6 Prozent auf 82,90 Euro. Derweil zeigte sich RENK mit 3,58 Prozent im Minus bei 52,28 Euro. HENSOLDT sank unterdessen um 5,89 Prozent auf 76,72 Euro.
Möglicher Ukraine-Deal?
Am Markt kamen Spekulationen über einen möglichen Deal zwischen der Ukraine und Russland auf, der den seit 2022 währenden Krieg eventuell sogar beenden könnte. Auslöser waren Aussagen des ukrainischen Unterhändlers Kyrylo Budanov aus einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg, die dort verbreitet wurden. Das Interview stammt allerdings vom 4. April.
Evelyn Schmal, Benedict Kurschat, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX
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