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12.10.2018 12:51
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Raumfahrer sollen nach missglücktem Start nun im Frühjahr starten

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Moskau (Reuters) - Nach ihrem missglückten Start mit einer russischen "Sojus"-Rakete sollen die beiden Raumfahrer Alexej Owtschinin und Nick Hague noch einmal ins All abheben.

Ihr Flug zur Internationalen Raumstation ISS sei jetzt für das Frühjahr 2019 geplant, sagte der Chef des russischen Raumfahrtunternehmens Roskosmos, Dmitri Rogosin, am Freitag in Moskau. Am Donnerstag mussten Owtschinin und Hague wegen einer Fehlfunktion der Trägerrakete notlanden. Sie haben das Manöver nach russischen Angaben unbeschadet überstanden. Das Notfall-Rettungssystem der "Sojus" hatte dafür gesorgt, dass die "Sojus"-Kapsel nach dem Versagen der Trägerrakete von dieser getrennt wurde und an einem Fallschirm sicher zur Erde zurückkehrte.

Der Unfall vom Donnerstag war der schwerste seit 1983. Damals explodierte eine Trägerrakete auf der Startrampe. Das Notfallsystem rettete damals die Kosmonauten nur Sekunden vor der Detonation.

Roskosmos stoppte das gesamte bemannte Raumfahrtprogramm, bis der Fehler am Trägersystem gefunden und beseitigt ist. Rogosin setzte dafür eine staatliche Untersuchungskommission ein. Auch strafrechtliche Ermittlungen wurden eingeleitet.

VERSCHIEBUNG AUCH VON VERSORGUNGSFLÜGEN MÖGLICH

Nach den Angaben eines leitenden Roskosmos-Mitarbeiters könnten auch die geplanten Versorgungsflüge mit unbemannten "Progress"-Transportern zur ISS verschoben werden. Mit diesen Raumschiffen werden Lebensmittel und Treibstoff zur ISS gebracht. Sie nutzen dieselben Trägerraketen wie die "Sojus". Probleme für die ISS sollen sich daraus aber nicht ergeben. Nach russischen Angaben reichen die Vorräte bis April.

Derzeit besteht die Besatzung aus drei Personen - dem Kommandanten Alexander Gerst aus Deutschland, dem Russen Sergej Prokopjew und der Amerikanerin Serena Aunon-Chancellor. Sie sollten planmäßig im Dezember zur Erde zurückkehren. Dies dürfte sich aber jetzt bis mindestens Januar verzögern.

INTERFAX: MÖGLICHERWEISE FEHLFUNKTION AN EINEM VENTIL

Die Panne ereignete sich, als die erste von der zweiten Stufe der Trägerrakete getrennt werden sollte. Die Nachrichtenagentur Interfax berichtete unter Berufung auf Insider, ein wichtiges Ventil habe sich nicht geöffnet, weil eine Zündpatrone versagt habe. Dadurch sei die Trennung der Raketenstufen verhindert worden.

USA NOCH AUF "SOJUS" ANGEWIESEN

Die USA sind beim Transport ihrer Astronauten auf Russland angewiesen. Die Nasa plant jedoch, im April erstmals mit einer US-amerikanischen "SpaceX"-Rakete statt mit der russischen "Sojus" ihre Astronauten zur ISS zu bringen. "SpaceX" ist als kommerzielles Unternehmen in der Raumfahrt aktiv und wurde von Tesla-Chef Elon Musk gegründet. Es hat bereits Frachttransporte zur ISS absolviert, allerdings gab es auch bei "SpaceX"-Raketen mehrfach schon schwere Pannen.

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