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12.03.2019 10:42
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Renault und Nissan wollen Partnerschaft auf neue Beine stellen

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Yokohama (Reuters) - Die Autobauer Renault, Nissan und Mitsubishi wollen ihre Dreier-Allianz nach dem erzwungenen Abgang von Konzernchef Carlos Ghosn neu ordnen.

Die Machtkonzentration bei einem Manager soll ein Ende haben. "Dies ist eine gleichberechtigte Partnerschaft", betonte Nissan-Vorstandschef Hiroto Saikawa auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem neuen Verwaltungsratschef von Renault, Jean-Dominique Senard. Der scheidende Michelin-Chef Senard sprach von einem "Neustart" der französisch-japanischen Allianz. Anders als Ghosn soll er nicht zugleich den Vorsitz im Verwaltungsrat von Nissan übernehmen, sondern dort nur Stellvertreter eines noch nicht benannten Verwaltungsratschefs werden.

Gesteuert werden soll die operative Zusammenarbeit der drei Marken künftig von einem gemeinsamen Lenkungsgremium, das von Senard geführt wird und dem auch die Vorstandschefs aller drei Marken angehören. Bisher waren zwei niederländische Holdings von Renault und Nissan auf der einen sowie von Nissan und Mitsubishi auf der anderen Seite das Bindeglied der Allianz. An der Überkreuz-Beteiligung von Nissan und Renault soll sich dagegen nichts ändern, wie die drei Partner bekräftigten. Renault hält 43 Prozent an Nissan, seit die Franzosen unter Ghosn die Japaner 1999 vor der Pleite gerettet hatten. Nissan ist mit 15 Prozent zweiter Großaktionär von Renault neben dem französischen Staat.

Ghosn war erst in der vergangenen Woche nach mehr als 100 Tagen gegen eine Kaution von umgerechnet acht Millionen Euro aus der Untersuchungshaft in Japan freigekommen. Die Strafverfolger werfen ihm unter anderem vor, seine Einkünfte in den vergangenen zehn Jahren um umgerechnet mehr als 70 Millionen Euro zu niedrig angegeben zu haben. Inzwischen ermitteln auch die französischen Behörden, wer Ghosns Hochzeit im Schloss Versailles 2016 finanziert hat.

Ghosn hatte vergeblich versucht, an dem Treffen mit seinen ehemaligen Kollegen im Nissan-Verwaltungsrat teilzunehmen. Ein Gericht in Tokio untersagte ihm am Montag den Kontakt mit in den Fall involvierten Personen. Er war zwar als Verwaltungsratschef der drei Unternehmen abgesetzt worden, ist aber weiter Mitglied der Führungsgremien. Über eine Abberufung müssten die Aktionäre abstimmen. Ghosn, der mehr als 20 Jahre an der Spitze von Renault stand und als Architekt der Allianz gilt, glaubt, dass die Vorwürfe gegen ihn auf einen "Putsch" zurückzuführen sind. Bei Nissan war der Unmut über Ghosns Bestrebungen gewachsen, die Autobauer noch enger aneinander zu binden, möglicherweise bis zu einer echten Fusion.

Ghosn will sich frühestens nächste Woche vor der Presse zu dem Fall äußern, wie sein Anwalt Junichiro Hironaka am Dienstag in Tokio sagte. Er brauche noch etwas Bedenkzeit. Das Verfahren gegen ihn dürfte im Herbst beginnen. An der für den 8. April angesetzten Nissan-Hauptversammlung werde er nach jetzigem Stand nicht teilnehmen.

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