14.09.2017 02:04
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Rheinische Post: Bundesregierung warnt vor Artenrückgang durch Klimawandel

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Düsseldorf (ots) - Viele Tierarten, die in Deutschland heimisch sind, könnten durch die Auswirkungen des Klimawandels in andere Länder abwandern. Davor warnt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen-Fraktion, die der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe) vorliegt. Demnach werde es in Mitteleuropa insgesamt wärmer und häufiger zu Extremwetterereignissen kommen, heißt es in dem Schreiben des Bundesumweltministeriums. Das Ressort gibt an, dass bei kältebedürftigen Vogelarten wie dem Kuckuck oder Bergpieper bereits ein Rückzug in höher gelegene und kühlere Regionen beobachtet werde. Hochspezialisierte und wenig mobile Tiere, deren Lebensräume zudem stark zerstückelt sind, seien besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. "Artbezogene Analysen zeigen, dass insbesondere Vertreter aus der Gruppe der Schmetterlinge (Tag- und Nachtfalter) besonders vom Klimawandel betroffen sind, gefolgt von Weichtieren und Käfern", heißt es in der Antwort. Weiter warnt das Umweltressort: Sollte der Meeresspiegel an der Nordsee durch den Klimawandel so stark ansteigen, dass sich die Landschaft nicht anpassen kann, könnte es zu einer dauerhaften Überflutung kommen. Und damit wiederum könnte das Wattenmeer "als Lebensraum und Nahrungsgebiet für Zugvögel und andere Arten verloren gehen". Um Arten zu schützen, setzt die Bundesregierung etwa darauf, "Lebensräume gut zu vernetzen", und nennt das Beispiel des sogenannten Biotopverbundes. Die Grünen-Abgeordnete Steffi Lemke wirft der Regierung jedoch diesbezüglich Versagen vor. "Der Biotopverbund auf zehn Prozent der Fläche hätte nach Zielsetzung in der Nationalen Biodiversitätsstrategie bereits 2010 umgesetzt sein sollen", sagte Lemke der "Rheinischen Post". Doch nichts sei passiert. "Auf Drängen der Unions-Fraktion wurde bei der Verabschiedung des Bundesnaturschutzgesetzes eine Zeitvorgabe für dieses Ziel endgültig abgeschafft", kritisierte Lemke weiter.

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Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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