ETF-Sparpläne mit Xtrackers ETFs - einfach, transparent und flexibel Vermögen aufbauen! Jetzt informieren!-w-
18.10.2021 16:49

ROUNDUP 2: Philips senkt nach schwachem Quartal Prognose

Folgen
Werbung

(Neu: Aktueller Kurs.)

AMSTERDAM (dpa-AFX) - Probleme in der Lieferkette und die Folgen eines Produktrückrufs machen dem Medizintechnikkonzern Philips schwer zu schaffen. Im dritten Quartal gingen Umsatz und der operative Gewinn so deutlich zurück, dass der Vorstand sich zu einer Prognosesenkung gezwungen sah. An der Börse gab die Aktie nach einem stabilen Start zuletzt deutlich nach.

So geht der Konkurrent von Siemens Healthineers beim Umsatz ohne die Effekte von Übernahmen oder Wechselkursveränderungen nur noch von einem Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus, wie Philips am Montag in Amsterdam mitteilte. Bei der Marge gemessen am bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Firmenwerte (Ebita) werde nur noch mit einer leichten Verbesserung gerechnet. Bei beiden Werten war Philips zuletzt noch etwas optimistischer.

Als Grund nannte Konzernchef Frans van Houten auch die Knappheit an elektronischen Chips. "Es ist eine Frage von Chips und Schiffen", sagte er Bloomberg Television. Er versuche, mehr Luftfrachtkapazitäten zu bekommen und arbeite intensiv mit den Zulieferern daran, alternative Komponenten zu beschaffen. Unternehmen aus allen Branchen weltweit leiden infolge der Corona-Pandemie unter Logistikproblemen und der Knappheit bei Produkten von Halbleitern bis zu Plastik.

Auch mit Blick auf das Mittelfristziel enttäuschen die Nachrichten. So will Philips bis 2025 jährlich ein Umsatzplus von 5 bis 6 Prozent generieren. Das wäre in etwa das, was sich der Vorstand ursprünglich für das vergangene Jahr vorgenommen hatte. 2020 konnte das Unternehmen die Erlöse kaum steigern. Unterdessen soll der freie Mittelzufluss mittelfristig bei mehr als zwei Milliarden Euro liegen. Im vergangenen Jahr lag dieser noch bei rund 1,85 Milliarden Euro.

Analyst James Vane-Tempest von der Investmentbank Jefferies zeigte sich allerdings kaum verwundert. Der gesenkte Ausblick des Medizintechnikkonzerns liege nun auf dem Niveau der Markterwartungen, schrieb er in einer Studie. David Adlington von der US-Bank JPMorgan hält es sogar für möglich, dass die Analysten ihre Ziele weiter nach unten korrigieren.

Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres sank der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 7,6 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Der operative Gewinn fiel um ein Viertel auf 512 Millionen Euro. Damit enttäuschte das Unternehmen die Erwartungen der Experten.

Vor allem das Segment Connected Care blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum brach der Umsatz dort um Sondereinflüsse und Wechselkurseffekte bereinigt um fast 40 Prozent ein. Das Management erklärte den rapiden Rückgang mit der hohen Corona-Nachfrage im Vorjahresquartal. Weil in der Pandemie die Produkte deutlich mehr benötigt wurden und mittlerweile weniger, sei die Zahl etwa für Krankenhausgeräte zur Patientenüberwachung zurückgegangen.

Zudem belastete ein Rückruf bestimmter Beatmungsgeräte den Konzern. Philips hatte auf mögliche Gesundheitsrisiken in Zusammenhang mit akustischem Dämmschaum in einigen seiner Geräte hingewiesen. Rund 3,5 Millionen Geräte sollen betroffen sein. Konzernchef van Houten sagte, dass in den Rückstellungen in Höhe von rund 500 Millionen Euro mögliche Kosten für Rechtsstreitigkeiten noch nicht eingerechnet seien.

Besser stand es dagegen um die größte Sparte Diagnose und Behandlungen, die auf vergleichbarer Basis um zehn Prozent zulegte. Dabei profitierte der Konzern unter anderem von einer starken Nachfrage bei bildbegleitenden Therapien, bei der ein zweistelliges Plus verzeichnet wurde. Die Diagnostik mit Ultraschall sei im hohen einstelligen Bereich gewachsen, hieß es.

An der Börse führte die gesenkte Prognose und die schwachen Zahlen zuletzt zu einem deutlichen Minus, nachdem sich das Papier zu Beginn noch ganz gut behaupten konnte. Am Nachmittag büßte die Aktie rund vier Prozent ein und lag damit am Ende des Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50). Philips zählt seit einiger Zeit zu den größten Verlierern unter den europäischen Standardwerten.

Seit dem Mehrjahreshoch von etwas mehr als 50 Euro im April sank der Kurs um fast 30 Prozent auf zuletzt nur noch knapp 37 Euro. Das Unternehmen ist damit an der Börse nur noch 33,7 Milliarden Euro wert. Zum Vergleich: Die Marktkapitalisierung der Siemens-Tochter Siemens Healthineers legte im gleichen Zeitraum um rund ein Fünftel auf 64 Milliarden Euro zu./ngu/zb/men

Nachrichten zu Philips N.V.

  • Relevant
  • Alle
    1
  • vom Unternehmen
    1
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Philips N.V.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
01.12.2021Philips HoldDeutsche Bank AG
16.11.2021Philips BuyUBS AG
15.11.2021Philips Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
15.11.2021Philips BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
15.11.2021Philips NeutralJP Morgan Chase & Co.
16.11.2021Philips BuyUBS AG
15.11.2021Philips Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
15.11.2021Philips BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
27.10.2021Philips OverweightBarclays Capital
20.10.2021Philips BuyJefferies & Company Inc.
01.12.2021Philips HoldDeutsche Bank AG
15.11.2021Philips NeutralJP Morgan Chase & Co.
08.11.2021Philips HoldKepler Cheuvreux
25.10.2021Philips NeutralCredit Suisse Group
19.10.2021Philips HoldDeutsche Bank AG
27.07.2017Philips UnderperformJefferies & Company Inc.
19.12.2016Philips UnderperformJefferies & Company Inc.
16.02.2016Philips Electronics UnderperformJefferies & Company Inc.
27.01.2016Philips Electronics ReduceHSBC
22.01.2016Philips Electronics SellS&P Capital IQ

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Philips N.V. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

DAX mit erneutem Rückschlag -- thyssenkrupp will einen Gang hochschalten -- Apple berichtet wohl über nachlassende iPhone-Nachfrage -- Boeing, Vodafone, KRONES, Vonovia, Dürr im Fokus

Scout24 stellt beschleunigtes Ergebniswachstum in Aussicht. Shell startet Aktienrückkauf. EU-Kommission bestraft Banken wegen Devisen-Kartell. Nordex erhält Auftrag für Windturbinen über 50 MW aus Schottland. Ströer erwägt offenbar Verkauf von Asambeauty. Fed: US-Wirtschaft mit bescheidenem bis moderaten Tempo gewachsen. TeamViewer & Co.: Drei deutsche Unternehmen fliegen aus dem Stoxx Europe 600. Square benennt sich in Block um.

Umfrage

Wie bewerten Sie die Verhandlungsergebnisse und künftigen Pläne der Ampelkoalition?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln