finanzen.net
12.02.2019 19:14
Bewerten
(0)

ROUNDUP 2: Warnstreiks im öffentlichen Dienst - Tausende fordern mehr Geld

DRUCKEN

(Neu: Weitere Details)

DÜSSELDORF/LEIPZIG/STUTTGART/HAMBURG (dpa-AFX) - Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst sind Tausende Beschäftigte im ganzen Land auf die Straße gegangen. Nach Gewerkschaftsangaben versammelten sich am Mittag rund 3000 Menschen zu einer Protestkundgebung in der Leipziger Innenstadt. In Nordrhein-Westfalen folgten etwa 2500 Beschäftigte dem Aufruf zum Warnstreik und in Hamburg beteiligten sich rund 1000 Menschen an einem Protestmarsch. Auch in Bayern und Baden-Württemberg legten einige Hundert die Arbeit nieder.

In Köln, Bonn, Düsseldorf und Essen waren etwa Unikliniken von dem Ausstand betroffen, wie Sprecher der Gewerkschaft Verdi am Dienstagmorgen sagten. In Bayern beteiligten sich etwa 120 Beschäftigte im Straßenbau, in Flussmeisterstellen und Bauämtern am Warnstreik.

Kalt und nass wurde es für Polizisten, Feuerwehrleute und andere Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Hamburg: Ein Protestmarsch sammelte sich am Hauptbahnhof und zog vor das Rathaus und an die Alster. Bei einer Kundgebung unter dem Motto "Der öffentliche Dienst geht baden" verliehen Beschäftigte ihrem Unmut über die "Blockadehaltung" der Arbeitgeber durch einen Sprung in die rund 4,5 Grad kalte Alster Ausdruck. In Stuttgart zogen Protestierende mit Plakaten durch die Innenstadt. Darauf war etwa zu lesen: "Sechs Prozent mehr, weil wir es wert sind."

Mit den Aktionen wollen die Gewerkschaften den Druck in den Gesprächen für mehr als eine Million Tarifbeschäftigte erhöhen. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 28. Februar in Potsdam. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die Beschäftigten der Länder außer Hessen sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Länder haben die Forderungen als überzogen zurückgewiesen.

Die Gespräche sollen Ende Februar weitergehen. Gewerkschaftsangaben zufolge sind deutschlandweit insgesamt rund 2,3 Millionen Beschäftigte der Länder von den Tarifergebnissen betroffen, da Verdi fordert, die Ergebnisse auf die mehr als eine Million Beamte zu übertragen. Beamte dürfen in Deutschland nicht streiken.

Von Mittwoch an sollen ganztägige Warnstreiks in Würzburg und in der Oberpfalz folgen. In Würzburg sei auch die Uniklinik betroffen, und es sei eine Demonstration mit anschließender Kundgebung geplant, teilte Verdi mit.

Auch in der Hauptstadt wollen sich Beschäftigte am Mittwoch für mehr Geld einsetzen: Es sind Warnstreiks in kommunalen Kitas, Schulen, Horten, Landes- und Bezirksbehörden, in Hochschulen, bei der Feuerwehr und der Polizei geplant. "Zahlreiche Schulen und Kitas werden voraussichtlich komplett geschlossen bleiben", erklärte die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Doreen Siebernik. Verdi erwartet Tausende Teilnehmer.

Am Mittwoch und Donnerstag soll es auch in Sachsen weitere Warnstreiks in den Regionen Chemnitz und Dresden geben. Zudem sind in München Warnstreiks für Donnerstag geplant. Bereits am Montag hatten Beschäftigte in Niedersachsen die Arbeit niedergelegt./mjm/DP/zb

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX schließt kaum bewegt -- Wirecard: Ermittlungen gegen FT-Journalist -- Deutsche Bank-Aktionär HNA senkt Anteil -- Vapiano-Zahlen enttäuschen -- KlöCo, PATRIZIA, Deutsche Autowerte, BVB im Fokus

Bertrandt-Aktien schwach - H&A: Preisdruck und steigende Personalkosten. Commerzbank: Orphanides-Regel spricht gegen EZB-Zinserhöhung 2019. thyssenkrupptrotz EU-Bedenken optimistisch für Stahl-JV mit Tata Steel. Airbus droht mit "German-Free-Products". Arbeitslosenzahlen in Deutschland weiter gesunken. ifo: US-Sonderzölle könnten deutsche Auto-Exporte fast halbieren.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die korruptesten Länder der Welt
In diesen Staaten ist die Korruption am höchsten
Die beliebtesten Marken im Social Web 2018
Kundenlieblinge 2018
Die teuersten Scheidungen
Diesen Menschen kommt das Liebes-Aus teuer zu stehen
Städte für Millionäre
Hier fühlen sich die Vermögenden am wohlsten
So viel verdienen die reichsten Amerikaner pro Stunde
Wer ist an der Spitze?
mehr Top Rankings

Umfrage

Sind Sie in Cannabis-Aktien investiert?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Immobilien
20:35 Uhr
Optimistische Profi-Anleger
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
CommerzbankCBK100
Amazon906866
Apple Inc.865985
Aurora Cannabis IncA12GS7
Allianz840400
BASFBASF11
Deutsche Telekom AG555750
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Siemens AG723610
TUI AGTUAG00
Infineon AG623100
Deutsche Post AG555200