finanzen.net
15.05.2019 11:02
Bewerten
(0)

ROUNDUP 3/Kräftiger Jahresstart: Deutsche Wirtschaft zurück auf Wachstumskurs

DRUCKEN

(Neu: Kommentare Ökonomen und Regierung)

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die deutsche Wirtschaft fasst wieder Tritt. Angetrieben vom Bauboom und der Konsumfreude der Verbraucher ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Jahresauftakt gegenüber dem Vorquartal deutlich um 0,4 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch anhand vorläufiger Daten mitteilte. Im zweiten Halbjahr 2018 hatte Europas größte Volkswirtschaft noch einen Schwächeanfall erlitten. Ökonomen und das Bundeswirtschaftsministerium warnten trotz des kräftigen Jahresauftaktes 2019 vor allzu großer Euphorie. Vor allem die Eskalation von Handelskonflikten trübt das Bild.

Die exportorientierte deutsche Wirtschaft habe mit dem guten Einstieg in das Jahr ihre Schwächephase noch nicht überwunden, erläuterte das Bundeswirtschaftsministerium. "Dies dürfte erst nachhaltig erfolgen, wenn sich das außenwirtschaftliche Umfeld wieder etwas aufhellt und die Verunsicherung, verursacht insbesondere durch die Handelskonflikte, abnimmt."

Im ersten Vierteljahr stiegen die privaten Konsumausgaben nach Angaben des Statistischen Bundesamts gegenüber dem Vorquartal kräftig. Die Verbraucher sind dank der historisch guten Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter in Kauflaune. "Wenn ich weiß, dass mein Arbeitsplatz einigermaßen gesichert ist, bin ich auch bereit, größere Ausgaben vorzunehmen oder mich eventuell sogar zu verschulden", sagte GfK (GfK SE)-Konsumexperte Rolf Bürkl jüngst.

Die Unternehmen investierten zum Jahresanfang mehr in Maschinen und andere Ausrüstungen. Die Konsumausgaben des Staates, zu denen unter anderem soziale Sachleistungen und Gehälter der Mitarbeiter zählen, waren hingegen rückläufig. Gemischte Signale kamen den Angaben zufolge vom Außenhandel.

Nach Einschätzung von Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer markiert das "recht starke Wachstum" noch nicht das Ende des Abschwungs. "Vielmehr wurde es durch die ungewöhnlich milde Witterung begünstigt, die die Bauproduktion deutlich steigen ließ. Im zweiten Quartal dürfte die deutsche Wirtschaft deshalb kaum wachsen, vielleicht sogar leicht schrumpfen."

Auch Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank aus Liechtenstein, sieht mit Blick auf das laufende Quartal noch keine nachhaltige Trendwende. "Eine schwache Industrieproduktion bei einem gleichzeitig anhaltenden Auftragsschwund lassen erahnen, dass der ordentliche BIP-Zuwachs nicht mehr als ein Strohfeuer war."

Risiken für die exportorientierte deutsche Wirtschaft kommen nach Einschätzung von Sebastian Dullien vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung vor allem von außen: "Der weiter drohende Handelskonflikt mit den USA schafft Unsicherheit." Eine Einführung von US-Strafzöllen auf europäische Autos könnte der deutschen Wirtschaft einen empfindlichen Dämpfer verpassen.

Sorgen bereitet zudem der sich zuspitzende Handelskrieg zwischen den USA und China. "In solch einem Umfeld dürften nicht nur die deutschen Exporte, sondern zunehmend eben auch die deutschen Investition leiden", argumentierten Allianz-Ökonomen. Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt sind die wichtigsten Einzelmärkte für Exporte "Made in Germany".

Belastet von Handelsstreitigkeiten und Problemen der Autoindustrie bei der Umstellung auf den Verbrauchs- und Abgasmessstandard WLTP war das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2018 geschrumpft. Zum Jahresende stagnierte die Wirtschaftsentwicklung.

Die Bundesregierung und zahlreiche Ökonomen hatten zuletzt ihre Konjunkturprognosen für das laufende Jahr gesenkt. Die Bundesregierung rechnet nur noch mit einem Wachstum von 0,5 Prozent, statt wie zunächst mit 1,0 Prozent. Hauptgrund ist die Abkühlung der Weltwirtschaft. Im vergangenen Jahr war die deutsche Wirtschaft um 1,4 Prozent gewachsen./mar/DP/bgf

Nachrichten zu GfK SE

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu GfK SE

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
15.03.2017GfK SE HoldDeutsche Bank AG
13.02.2017GfK SE ReduceCommerzbank AG
19.01.2017GfK SE HoldHSBC
12.12.2016GfK SE HoldHSBC
09.12.2016GfK SE SellHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
12.08.2016GfK SE buyHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
05.08.2016GfK SE buyKepler Cheuvreux
08.07.2016GfK SE buyHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
17.05.2016GfK SE buyKepler Cheuvreux
13.05.2016GfK SE buyHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
15.03.2017GfK SE HoldDeutsche Bank AG
19.01.2017GfK SE HoldHSBC
12.12.2016GfK SE HoldHSBC
06.12.2016GfK SE HaltenBankhaus Lampe KG
15.11.2016GfK SE HoldHSBC
13.02.2017GfK SE ReduceCommerzbank AG
09.12.2016GfK SE SellHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
09.12.2016GfK SE ReduceCommerzbank AG
29.11.2016GfK SE ReduceKepler Cheuvreux
14.11.2016GfK SE ReduceKepler Cheuvreux

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für GfK SE nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX geht über 12.000 Punkten ins Wochenende -- US-Börsen schließen im Plus -- May kündigt Rücktritt an -- VW stellt sich auf Mammutverfahren ein -- adidas, OSRAM, Vapiano im Fokus

Boeing muss 737 Max auf Werksgeländen parken. Trump-Familie geht im Streit um Bankunterlagen in Berufung. Deutsche Börse-Aktie nach Investorentag an DAX-Spitze. Auch Siemens prüft Geschäftsbeziehungen zu Huawei. SMA Solar-Aktie mit Kurssprung. Facebook entfernt mehr als drei Milliarden Fake-Konten.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Das hat sich geändert
Diese Aktien hat George Soros im Depot
Big-Mac-Index
In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?
Das verdienen Aufsichtsratschefs in DAX-Konzernen
Deutlich unter Vorstandsgehältern
Apps & Social Media: Die wertvollsten Marken der Welt
Welche Marke macht das Rennen?
Die Länder mit den größten Goldreserven 2019
Wer lagert das meiste Gold?
mehr Top Rankings

Umfrage

Die rechtspopulistische FPÖ in Österreich hat für einen Skandal gesorgt. Wie glauben Sie wird sich das auf die Europawahlen auswirken?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Wirecard AG747206
Daimler AG710000
TeslaA1CX3T
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
Amazon906866
Huawei TechnologiesHWEI11
BMW AG519000
Allianz840400
BASFBASF11
NEL ASAA0B733
BayerBAY001
CommerzbankCBK100
Deutsche Telekom AG555750