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10.04.2019 18:25
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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax legt nach Schwächephase wieder zu

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax (DAX 30) hat nach der Schwächephase seit Wochenbeginn am Mittwoch wieder den Weg nach oben gefunden. Zum Handelsschluss gewann der deutsche Leitindex 0,47 Prozent auf 11 905,91 Punkte. Damit näherte er sich wieder der Marke von 12 000 Punkten, die er am vergangenen Donnerstag erstmals seit Oktober überwunden hatte. Der Index der mittelgroßen Werte MDAX stieg zur Wochenmitte um 0,04 Prozent auf 25 165,84 Punkte.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) ging es um 0,22 Prozent auf 3424,65 Zähler hoch. In Paris legten die Kurse ebenfalls etwas zu, während London knapp im Minus schloss. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) zeigte sich zum europäischen Handelsende wenig bewegt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) habe den europäischen Aktienkursen geholfen, indem sie die Zinsen auf ihrer Sitzung am Nachmittag wie erwartet unverändert gelassen habe, kommentierte Analyst David Madden von CMC Markets UK. Niedrige Zinsen begünstigen tendenziell Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren.

Nun richten sich die Blicke der Investoren auf den EU-Sondergipfel zum Brexit, der bereits begonnen hat. Die britische Premierministern Theresa May setzt weiter auf einen EU-Austritt ihres Landes vor der Europawahl im Mai. Die übrigen 27 EU-Staaten wollten indes darüber entscheiden, welche Verlängerungsfrist sie den Briten anbieten. Ansonsten würde der Brexit an diesem Freitag über die Bühne gehen - ohne dass der zwischen der britischen Regierung und der EU vereinbarte Austrittsvertrag vom Parlament in London gebilligt wurde. Das würde einen chaotischen Ausstieg mit weitreichenden Folgen vor allem für die Wirtschaft nach sich ziehen.

Unter den deutschen Einzelwerten stachen Shop Apotheke (Shop Apotheke Europe NV) nach einer Kapitalerhöhung mit einem Kursrutsch von zehneinhalb Prozent heraus. Damit waren die Aktien abgeschlagenes Schlusslicht im Nebenwerte-Index SDAX. Mit dem neuen Geld will der Online-Medikamentenhändler die Chancen des elektronischen Rezepts ausnutzen, einen Online-Marktplatz implementieren und das Produktsortiment erweitern. Ein niedriger Platzierungspreis für neue Aktien wurde am Markt aber als Belastung angesehen. In den Augen des Commerzbank-Experten Andreas Riemann wirft der Umfang der Maßnahmen zudem Fragen auf.

Im Dax zählten Lufthansa-Titel(Lufthansa) mit fast anderthalb Prozent Plus zu den Favoriten. Als Kurstreiber sahen Börsianer einen besser als erwartet ausgefallenen Ausblick des US-Konkurrenten Delta (Delta Air Lines). Zudem hob das Analysehaus Kepler Cheuvreux sein Lufthansa-Kursziel an und bestätigte seine Kaufempfehlung. Sie sei für die Sommertrends der traditionellen Airlines positiv gestimmt, schrieb Expertin Ruxandra Haradau-Doser.

Schwächster Wert im MDax waren Siltronic mit einem Kursrückgang um rund fünf Prozent. Der Hersteller von Halbleiter-Wafern verschreckte die Anleger mit einer Senkung seiner Gewinn- und Umsatzziele. Mit einem Minus von 0,36 Prozent strahlte dies im Dax auch negativ auf die auf dem vorletzten Dax-Platz endenden Titel des Chipherstellers Infineon ab.

Ein weiterer Verlierer im Index mittelgroßer Werte waren die gut vier Prozent schwächeren Papiere des Biotech-Unternehmens Evotec (EVOTEC SE). Die Deutsche Bank hält den jüngsten Höhenflug, der ihnen zuletzt einen Bestwert seit 18 Jahren beschert hat, für übertrieben, Analyst Falko Friedrichs empfiehlt die Aktien daher nicht mehr zum Kauf.

Dagegen waren Zalando mit einem Kursanstieg um knapp drei Prozent weit oben im MDax zu finden. Die Papiere des Online-Händlers schwammen damit im Kielwasser des Wettbewerbers ASOS, dessen Papiere nach der Zahlenvorlage in London um fast acht Prozent in die Höhe schnellten.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,06 Prozent am Vortag auf minus 0,07 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) stieg um 0,06 Prozent auf 142,90 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,20 Prozent auf 165,81 Punkte.

Der Euro wurde nach dem Zinsentscheid der EZB wenig verändert mit 1,1266 US-Dollar gehandelt. Davor hatten die Währungshüter den Referenzkurs auf 1,1279 (Dienstag: 1,1277) US-Dollar festgesetzt; der Dollar hatte damit 0,8866 (0,8868) Euro gekostet./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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