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06.02.2019 17:17
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ROUNDUP/Aktien New York: Kein Schwung mehr nach durchwachsenen Zahlen

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NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat am Mittwoch nicht an ihre jüngste Stärke anknüpfen können. Zudem zollte sie einer Reihe lediglich durchwachsener Unternehmenszahlen Tribut. Der Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) trat zuletzt mit einem Plus von 0,01 Prozent bei 25 415 Punkten auf der Stelle. Am Vortag war der US-Leitindex noch auf den höchsten Stand seit zwei Monaten gestiegen.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es zur Wochenmitte um 0,12 Prozent auf 2734,47 Punkte nach unten. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 0,16 Prozent auf 7012,23 Zähler.

Auch von der Rede von US-Präsident Donald Trump zur Lage der Nation kamen keine positiven Impulse für die Wall Street. Vor beiden Kammern des US-Parlaments hatte Trump zur Sicherung der US-Südgrenze gegen Menschen- und Drogenhändler sowie gegen kriminelle Einwanderer erneut den Bau einer Mauer gefordert. Die Demokraten, auf deren Stimmen der Präsident bei der Finanzierung angewiesen ist, blieben bei ihrer Ablehnung.

"Kompromissbereitschaft sieht anders aus", sagte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Beim Thema Grenzmauer sei Trump offensichtlich noch nicht zu einem Entgegenkommen an die Demokraten bereit. Ein neuer Government Shutdown sei damit weiterhin möglich. "Für die US-Wirtschaft ist das keine gute Nachricht", sagte der Analyst.

Seit Beginn der Erholung nach Weihnachten ist der Dow um fast 17 Prozent gestiegen. "Anleger fangen mehr und mehr an, der aktuellen Rally zu misstrauen", sagte Altmann. Ein Hinweis hierauf sei, dass sich Investoren zuletzt verstärkt gegen Kursverluste abgesichert hätten.

Auch die weiterhin skeptischen Experten von Index-Radar warnten vor zu viel Euphorie. "Der Dow Jones Industrial hat seine Aufwärtsbewegung an einer wichtigen markttechnischen Hürde nicht entscheidend verlangsamt", räumte Andreas Büchler ein. "Dies ist ein Stärkezeichen, doch Anleger sollten mit neuen Käufen dennoch geduldig sein."

Nach einer Reihe von Unternehmenszahlen waren die heftigsten Kursausschläge in der Technologiebranche zu beobachten. Die Aktien von Snap schossen um 27 Prozent auf 8,94 US-Dollar hoch, nachdem das Unternehmen hinter der Foto-App Snapchat für das Schlussquartal 2018 eine Stabilisierung der zuvor sinkenden Nutzerzahlen berichtet hatte. Zudem überraschten der um über ein Drittel gestiegene Umsatz bei einem gleichzeitig fast halbierten Verlust positiv. Seit dem Rekordtief der Aktie von 4,82 Dollar kurz vor Weihnachten steht nun eine satte Kurserholung von 85 Prozent zu Buche.

Für gute Stimmung im Halbleitersektor sorgte der Branchenvertreter Microchip Technology. Deren Chef Steve Sanghi wertete das laufende Quartal als "Boden" für eine Trendwende zum Besseren für sein Unternehmen, ungeachtet des Handelskonflikts zwischen den USA und China. Die Papiere zogen daraufhin um knapp zehn Prozent auf 91,34 Dollar an und erreichten den höchsten Stand seit einem halben Jahr. Davon profitierten auch die Titel der Konkurrenten Micron Technology und Texas Instruments, die um über sechs beziehungsweise knapp vier Prozent zulegten.

Dagegen sackten Papiere von Electronic Arts um rund zwölf Prozent ab, nachdem der Spielehersteller sowohl mit seinen Quartalszahlen als auch mit dem Ausblick enttäuscht hatte. Bei Spotify mussten die Anleger einen Kursrückgang von über dreieinhalb Prozent verkraften. Der Streaming-Anbieter für Musik, Hörbücher und Videos hatte eine eher verhaltene Umsatzprognose für das erste Quartal veröffentlicht. Vor allem aber blieb das Ziel für die Profitabilität hinter den Erwartungen zurück.

Bei den Standartwerten fielen die Kursreaktionen auf Geschäftsresultate weniger extrem aus. Der Autobauer General Motors (GM) (General Motors) hatte im Schlussquartal 2018 trotz der abflauenden Branchenkonjunktur überraschend gut abgeschnitten, woraufhin die Aktien 1,70 Prozent gewannen. Dagegen kamen die Anteilscheine von Walt Disney kaum von der Stelle. Der Unterhaltungsriese hatte angesichts einer schwächeren Filmsparte und höherer Kosten für Streaming-Dienste zum Jahresende einen Gewinneinbruch verzeichnet./gl/he

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