finanzen.net
16.12.2018 14:32
Bewerten
(0)

ROUNDUP: Brinkhaus besorgt über Bots - Debatte über mehr Transparenz angeregt

DRUCKEN

BERLIN (dpa-AFX) - Vor den Wahlen im kommenden Jahr hat sich der Vorsitzende der Unionsfraktion, Ralph Brinkhaus, besorgt gezeigt über Verzerrungen politischer Debatten über soziale Netzwerke. "Vor allem im Netz und in sozialen Medien wurde eine Welle von Unwahrheiten und Diffamierungen ausgelöst", sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Diese Entwicklung greife den Kern der Demokratie an, die freie Meinungsbildung. "Es ist allerhöchste Zeit, hier aufzuwachen. 2019 ist in Deutschland ein Superwahljahr." Vier Landtagswahlen und die Wahl zum Europaparlament stehen 2019 an.

Brinkhaus regte an, die Einflussnahme sogenannter Social Bots deutlicher zu machen. "Denkbar wäre, die Plattformbetreiber zu verpflichten, das Aufkommen an Nachrichten transparent zu machen, die von Social Bots stammen. Möglich wäre ferner eine Pflicht zur Kennzeichnung auch einzelner Nachrichten, die von Social Bots stammen." SPD und Grüne zeigten sich offen dafür.

Über Bots und insbesondere Social Bots wird seit längerem diskutiert. Das Wort ist ein Bestandteil von "Roboter" oder englisch "robot". Ein Bot ist im Grunde ein Stück Software, das automatisiert eine Aufgabe erfüllt.

Social Bots sind in der Regel in sozialen Netzen unterwegs. Die Software kann zum Beispiel darauf getrimmt sein, Posts bei Facebook oder Twitter zu liken oder weiterzuverbreiten. Das können von den Bot-Auftraggebern ausgesuchte Einträge sein - oder auch solche mit bestimmten Schlüsselworten. Manche nennen sie Meinungsroboter. Zudem kann Bot-Software den Eindruck einer Debatte erwecken, wenn von ihr gesteuerte Twitter- oder Facebook-Profile miteinander interagieren. Theoretisch kann man so bestimmte Themen in die Trend-Ranglisten zum Beispiel von Twitter bringen - dafür dürfte aber eine großangelegte Kampagne mit Zehntausenden manipulierten Accounts notwendig sein.

"Wer Bots einsetzt, sollte gesetzlich verpflichtet werden, sie auch zu kennzeichnen, damit die Nutzer sozialer Netzwerke wissen, mit wem sie es zu tun haben", sagte der netzpolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Jens Zimmermann, der "FAS". Bei Verstößen sprach er sich für "Mittel zur Sanktionierung" aus, etwa ein Bußgeld. Dies befürwortete auch Zimmermans Grünen-Kollegin Tabea Rößner: "Jeder hat das Recht zu wissen, ob er mit einem anderen Menschen oder einer Maschine kommuniziert." Außerdem müssten Netzwerke Bot-Accounts sperren, wenn die nicht gekennzeichnet seien.

Aus Furcht vor Störungen der Europawahl hatte Anfang Dezember die EU-Kommission angekündigt, den Kampf gegen Falschnachrichten und Propaganda im Internet zu verstärken. Dafür sollen die Mittel für eine bereits vorhandene Analysegruppe verdoppelt, die Maßnahmen der EU-Staaten besser gebündelt und die sozialen Netzwerke in die Pflicht genommen werden. Diese sollen gegen Millionen Falschkonten vorgehen und Bots kenntlich machen. Bis Ende Dezember und dann monatlich sollen die Netzwerke Rechenschaft ablegen./seb/DP/jha

Mehr Rendite mit nachhaltigen Investments

Nachhaltige Investments sind nicht nur gut fürs Gewissen, sie bieten langfristig auch mehr Rendite als klassische Geldanlagen. Worauf Sie bei der Auswahl solcher Anlageprodukte achten sollten, erläutern zwei Investment-Profis im Online-Seminar am Mittwoch. Um 18 Uhr geht's los!
Jetzt Platz sichern!
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX zurückhaltend -- Börsen in Asien uneinheitlich -- Briten-Parlament stimmt gegen Brexit-Deal -- Home24 verfehlt 2018 reduziertes Umsatzziel -- United Continental verdient mehr als erwartet

Finanzchef des Facebook-Rivalen Snap nimmt seinen Hut. UBS warnt nach Brexit-Schlappe vor Investitionen in Großbritannien. Samsung tritt Login-Allianz Verimi bei. Reckitt Benckiser sucht neuen Chef - CEO Kapoor geht 2019 in Rente. Santander lässt Ex-UBS-Manager als designierten Konzernchef fallen. Facebook verschärft Anzeigenregeln in Ländern mit Wahlen.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
Abschlüsse der DAX-Chefs
Diese Studiengänge haben die DAX-Chefs absolviert
Die Performance der DAX 30-Werte in 2018.
Welche Aktie macht das Rennen?
Das sind die reichsten Länder Welt 2018
USA nicht mal in den Top 10
Die Performance der Rohstoffe in in 2018.
Welcher Rohstoff macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Wie viele Zinserhöhungen der US-Notenbank erwarten Sie 2019?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Aurora Cannabis IncA12GS7
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Amazon906866
Apple Inc.865985
SteinhoffA14XB9
CommerzbankCBK100
Wirecard AG747206
Deutsche Post AG555200
EVOTEC AG566480
BASFBASF11
BayerBAY001
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Deutsche Telekom AG555750
Allianz840400