finanzen.net
28.12.2018 10:42
Bewerten
(0)

ROUNDUP: Bundesregierung kommt bei Hardware-Nachrüstungen für Diesel voran

BERLIN (dpa-AFX) - In der Dieselkrise ist das Bundesverkehrsministerium bei Hardware-Nachrüstungen älterer Fahrzeuge einen Schritt vorangekommen. Die technischen Vorschriften für die Umbauten liegen nun vor, wie das Ministerium am Freitag mitteilte. "Jetzt ist die Nachrüstindustrie am Zug, wirksame Systeme zu entwickeln, mit denen alle Grenzwerte und Vorschriften eingehalten werden", erklärte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Sofern diese erfüllt seien, werde das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) schnellstmöglich die Genehmigung erteilen, damit die Systeme zeitnah auf dem Markt angeboten werden könnten.

Bisher liegen laut Ministerium noch keine vollständigen Anträge beim KBA für eine Genehmigung vor. Scheuer hatte der Deutschen Presse-Agentur gesagt, die Entwickler der Nachrüstsysteme hätten gesagt, sie bräuchten sechs Monate: "Dann kann das KBA die Genehmigungen erteilen und dann kann möglichst schnell die Produktion und der Einbau erfolgen."

Die Hardware-Nachrüstungen, Umbauten am Motor, sind Teil eines Maßnahmenpakets der Bundesregierung für bessere Luft in Städten. In vielen Kommunen werden Schadstoff-Grenzwerte überschritten, Gerichte haben für mehrere Städte Fahrverbote angeordnet.

Mit den technischen Vorschriften bestimmt der Bund die Anforderungen für wirksame Nachrüstsysteme. Demnach müssen die Hersteller bestätigen, dass die Funktionsfähigkeit des Nachrüstsystems bei bestimmungsgemäßem Betrieb über eine Leistung von 100 000 Kilometern oder über eine Lebensdauer von bis zu fünf Jahren gewährleistet ist.

Außerdem sollen nachgerüstete Fahrzeuge bei Messungen einen Grenzwert bei den Stickoxidemissionen von 270 Milligramm pro gefahrenem Kilometer unterschreiten.

Dieser Wert ist insofern wichtig, weil die Bundesregierung festschreiben will, dass Diesel-Fahrzeuge der Abgasnormen Euro 4 und Euro 5 künftig von Fahrverboten ausgenommen werden - falls diese im Alltag nicht mehr als 270 Milligramm Stickstoffdioxid pro gefahrenem Kilometer ausstoßen. Das soll zum Beispiel gelten, wenn sie mit einer neuen Hardware nachgerüstet werden.

Scheuer hatte im November mit den deutschen Herstellern nach langem Ringen einen Kompromiss über zusätzliche Maßnahmen erzielt. Demnach soll die Erneuerung der Diesel-Flotte im Vordergrund stehen. Die Hersteller hatten bereits höhere Kaufanreize für Kunden auf den Weg gebracht, die ihr altes durch ein neues Dieselauto ersetzen.

Daneben hatten VW (Volkswagen (VW) vz) und Daimler zugesagt, Dieselautos in Städten mit einer besonders hohen Schadstoff-Belastung für bis zu 3000 Euro pro Wagen mit Katalysatoren nachrüsten zu lassen - das sind die Hardware-Nachrüstungen. Experten schätzen die Kosten inklusive Einbau auf etwa 3000 Euro. BMW ist gegen Hardware-Nachrüstungen, will Dieselbesitzer aber nach Auslaufen der "Umtauschprämien" mit der gleichen Summe unterstützen - etwa für einen Neukauf. Ausländische Hersteller wollen sich nicht an Hardware-Nachrüstungen beteiligen.

Die Autoindustrie sieht diese Nachrüstungen generell nach wie vor skeptisch, weil sie zu aufwendig und teuer seien und Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis stünden. Sie warnt außerdem vor einem höheren Verbrauch nach einer Nachrüstung.

Der Präsident des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes, sagte der "Welt" (Freitag), Besitzer älterer Diesel könnten bei technischen Problemen nach einer Nachrüstung nicht mit Unterstützung der deutschen Hersteller rechnen. "Wir können keine Garantie für ein Fahrzeug übernehmen, in das nachträglich Abgasreinigungssysteme Dritter eingebaut wurden", sagte Mattes. "Wenn ein Kunde sein Fahrzeug umbauen lässt, dann tragen er und der Nachrüster auch die Verantwortung für mögliche Folgeschäden."/hoe/DP/mis

Anzeige

Nachrichten zu Daimler AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Daimler AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
17.07.2019Daimler Equal weightBarclays Capital
17.07.2019Daimler OutperformRBC Capital Markets
16.07.2019Daimler SellGoldman Sachs Group Inc.
15.07.2019Daimler HaltenIndependent Research GmbH
15.07.2019Daimler overweightMorgan Stanley
17.07.2019Daimler OutperformRBC Capital Markets
15.07.2019Daimler overweightMorgan Stanley
15.07.2019Daimler buyDeutsche Bank AG
12.07.2019Daimler OutperformRBC Capital Markets
12.07.2019Daimler kaufenJP Morgan Chase & Co.
17.07.2019Daimler Equal weightBarclays Capital
15.07.2019Daimler HaltenIndependent Research GmbH
12.07.2019Daimler market-performBernstein Research
10.07.2019Daimler market-performBernstein Research
08.07.2019Daimler NeutralUBS AG
16.07.2019Daimler SellGoldman Sachs Group Inc.
12.07.2019Daimler VerkaufenDZ BANK
28.06.2019Daimler VerkaufenDZ BANK
30.04.2019Daimler VerkaufenDZ BANK
21.03.2019Daimler ReduceHSBC

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Daimler AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX geht etwas fester ins Wochenende -- Dow Jones im Minus -- Wirecard: Zusammenarbeit mit Aldi -- Zipse wird neuer BMW-Vorstandschef -- Software AG, Bayer, Sartorius, Microsoft, Boeing im Fokus

Pfeiffer Vacuum passt Prognose nach Quartalszahlen an. American Express meldet Gewinnsprung. Ex-Automanager Ghosn reicht Klage gegen Nissan und Mitsubishi ein. NORMA passt Jahresprognose an. Heidelberger Druck-Aktien setzen Kurseinbruch fort. AB InBev verkauft Australien-Geschäft. Munich Re erzielt Milliarden-Gewinn.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die 12 toten Topverdiener 2019
Diese Legenden sind die bestbezahlten Toten der Welt
Das hat sich geändert
Diese Aktien hat George Soros im Depot
Big-Mac-Index
In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?
Die Länder mit den größten Goldreserven 2019
Wer lagert das meiste Gold?
In diesen Berufen bekommt man das niedrigste Gehalt
Welche Branchen man besser meiden sollte.
mehr Top Rankings

Umfrage

Wo sehen Sie den DAX Ende 2019?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Microsoft Corp.870747
Deutsche Bank AG514000
Wirecard AG747206
Daimler AG710000
Amazon906866
Apple Inc.865985
Scout24 AGA12DM8
TeslaA1CX3T
NEL ASAA0B733
Newmont Mining Corp. (NMC)853823
Allianz840400
Infineon AG623100
SAP SE716460
BayerBAY001
Barrick Gold Corp.870450