finanzen.net
04.12.2018 12:36
Bewerten
(0)

ROUNDUP: Chemiebranche stellt sich wegen Handelskonflikten auf weniger

DRUCKEN

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem starken Jahr 2018 richtet sich die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie auf weniger Wachstum ein. Angesichts von Handelskonflikten und einer gedämpften Weltwirtschaft werde der Umsatz 2019 noch um 2,5 Prozent steigen, erklärte der Branchenverband VCI am Dienstag. Schon zum Jahresende trübte sich die Lage der Branche ein. Die Krise der Autobranche und der niedrige Pegel des Rhein trafen die Chemieunternehmen. Wegen des Niedrigwassers konnten Transportschiffe nicht mehr oder nur mit geringer Beladung fahren.

VCI-Präsident Hans Van Bylen wagte daher in Frankfurt nur eine vorsichtige Prognose. "Wir halten im kommenden Jahr ein bescheidenes Wachstum im Chemiegeschäft für erreichbar", sagte er. "Wenn größere Rückschläge ausbleiben", könne die Chemie- und Pharmaindustrie ihre Produktion um 1,5 Prozent steigern. Nach wie vor belasteten der Zollstreit der USA mit China und der EU, der nahende Brexit sowie eine schwächere Konjunktur die Branche. Die Chemikalienpreise dürften mit einem Plus von 1,0 Prozent nur noch gedämpft zulegen.

Das Jahr 2018 hat Deutschlands drittgrößte Industriebranche mit Bestmarken abgeschlossen. Der Umsatz kletterte nach vorläufigen Zahlen um 4,5 Prozent auf den Rekordwert von 204 Milliarden Euro. Dabei kamen der Industrie stark steigende Preise zugute, da sich etwa der Chemie-Grundstoff Rohöl an den Weltmärkten deutlich verteuerte.

Im Schlussquartal aber trübte sich die Lage ein. Zu schaffen machte der Branche etwa das Niedrigwasser im Rhein, das bei Chemiekonzernen wie BASF den Transport von Gütern erschwerte. Dadurch mussten Firmen Anlagen vorübergehend abschalten. Höherer Transportkosten und Produktionsverluste kosteten BASF allein im dritten Quartal rund 50 Millionen Euro an Betriebsgewinn. "In den Unternehmen überwiegt die Hoffnung, dass mit einer Normalisierung des Wasserstands die Produktion wieder hochgefahren werden kann", sagte Van Bylen.

Zudem sank im Jahresverlauf die Nachfrage der deutschen Industrie nach Chemieprodukten. Wichtige Kunden wie die Autobranche hielten sich unter dem Druck von Abgaskrise und der der Umstellung auf neue Abgasstandards zurück. Auch die globale Wirtschaft verlor zuletzt an Schwung. Daher wuchs die Produktion der Branche 2018 nur noch um 2,5 Prozent. Ursprünglich hatte der VCI 3,5 Prozent in Aussicht gestellt.

Im Gesamtjahr rettete erneut das boomende Geschäft mit Arzneien die Bilanz der Branche. In der Pharma-Industrie schnellte die Produktion um 11,5 Prozent nach oben, während sie in Chemie-Sparten wie der Öl verarbeitenden Petro-Industrie und bei Herstellern von Seifen, Waschmitteln und Kosmetika sank. Die Chemie alleine betrachtet, sei 2019 eine stagnierende Produktion zu befürchten, so der VCI.

Im kommenden Jahr werde die Lage der Branche mit 462 000 Beschäftigten allein in Deutschland nicht leichter, erklärte Präsident Van Bylen mit Blick auf die vielen geopolitischen Risiken. "Die Handelsordnung, in der die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie ihre Erfolge erzielt, ist in Gefahr", warnte er./als/mne/DP/nas

Nachrichten zu BASF

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu BASF

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
13.12.2018BASF buyHSBC
13.12.2018BASF buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
11.12.2018BASF kaufenDZ BANK
11.12.2018BASF Equal-WeightMorgan Stanley
11.12.2018BASF HaltenIndependent Research GmbH
13.12.2018BASF buyHSBC
13.12.2018BASF buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
11.12.2018BASF kaufenDZ BANK
10.12.2018BASF buyWarburg Research
10.12.2018BASF kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
11.12.2018BASF Equal-WeightMorgan Stanley
11.12.2018BASF HaltenIndependent Research GmbH
11.12.2018BASF HoldKepler Cheuvreux
10.12.2018BASF NeutralUBS AG
10.12.2018BASF Equal-WeightMorgan Stanley
10.12.2018BASF SellBaader Bank
26.11.2018BASF SellBaader Bank
20.11.2018BASF SellBaader Bank
05.11.2018BASF SellBaader Bank
29.10.2018BASF SellBaader Bank

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für BASF nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX deutlich leichter -- Wall Street im Minus -- China setzt Zölle auf Autoimporte aus den USA aus -- Scout24 prüft wohl Börsenrückzug -- Merck & Co, LEONI, Apple, ISRA VISION im Fokus

Italienische Zentralbank stutzt Wachstumsprognose für 2018. Wirtschaftsminister Altmaier erwartet 2019 keinen Konjunktureinbruch. Briten sollen künftig sieben Euro für visafreie Reisen in EU zahlen. Südzucker-Tochter CropEnergies erhöht die Prognose. Ausblick treibt die Anleger von Dr. Hönle in die Flucht. BMW-, VW- und Daimler-Aktien unter Druck infolge schwacher EU-Absatzzahlen. Bundesbank senkt BIP-Prognosen und sieht weiter Hochkonjunktur.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Gut bezahlte Jobs
Bei diesen Top-Konzernen brauchen Bewerber keinen Abschluss
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Einige Änderungen unter den Top-Positionen
Ausgaben auf Rekordniveau
Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke 2018
Das sind die reichsten Länder Welt 2018
USA nicht mal in den Top 10
In diesen Ländern ist Netflix am teuersten
Hier müssen Abonnenten tief in die Tasche greifen
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bahn hat den Fernverkehr am Montag wegen eines Warnstreiks bundesweit eingestellt. Haben Sie Verständnis für das Verhalten der Gewerkschaft EVG?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Sonstiges
08:01 Uhr
So begrenzen Sie Ihr Risiko
Aktie im Fokus
08:00 Uhr
Aktien: Was bei Phoenix Solar tun?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Saint-Gobain S.A. (Compagnie de Saint-Gobain)872087
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Apple Inc.865985
Scout24 AGA12DM8
NVIDIA Corp.918422
Amazon906866
Fresenius SE & Co. KGaA (St.)578560
TeslaA1CX3T
Allianz840400
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BASFBASF11
BMW AG519000
E.ON SEENAG99
Aurora Cannabis IncA12GS7