finanzen.net
09.11.2018 12:10
Bewerten
(0)

ROUNDUP: EU will Anfang 2019 in Handelsgespräche mit den USA einsteigen

DRUCKEN

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU bereitet sich auf konkrete Verhandlungen über eine endgültige Beilegung des Handelsstreits mit den USA vor. Angesichts der weiter drohenden US-Sonderzölle auf Autoimporte aus Europa müsse man schnell sein, sagte die aktuelle Vorsitzende im Handelsministerrat, Margarete Schramböck, am Freitag am Rande von EU-Beratungen in Brüssel. Die Verhandlungen mit den USA sollten Anfang des kommenden Jahres beginnen können. Dafür muss nun zunächst ein Verhandlungsmandat für EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström beschlossen werden.

Der deutsche Wirtschaftsstaatssekretär Ulrich Nussbaum mahnte Eile bei den Vorbereitungen an. "Die Entscheidung muss irgendwann zeitnah fallen, weil ich nicht glaube, dass die Amerikaner uns sehr viel Zeit lassen", sagte er.

Der Handelsstreit mit den USA war durch die Einführung von US-Sonderzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte entbrannt und hat zur Einführung von EU-Vergeltungszöllen auf US-Produkte geführt. Eine im Juli zwischen US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker getroffene Vereinbarung sieht zur Schlichtung nun vor, dass beide Seiten Gespräche über die Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter beginnen und vorerst keine neuen Sonderzölle verhängen. Trump hatte im Handelsstreit mit der EU zuvor wiederholt hohe Abgaben auf Autoimporte aus der EU angedroht, um aus seiner Sicht ungerechte Ungleichgewichte im transatlantischen Handel auszugleichen.

Die Verhandlungen zwischen der USA und der EU drohen allerdings äußerst schwierig zu werden. Nach Angaben aus EU-Kreisen drängen die USA darauf, auch über den Abbau von Agrarzöllen zu reden, was EU-Staaten wie Frankreich allerdings nicht akzeptieren wollen. Zudem gilt es als möglich, dass die USA nur eine bestimmte Menge von Autoexporten in die USA von möglichen neuen Zöllen ausnehmen wollen. Dies wird in Deutschland für inakzeptabel gehalten. "Wir diskutieren nicht über Quoten", sagte Staatssekretär Nussbaum in Brüssel. Vor diesem Hintergrund äußerte sich der Präsident des deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, in Berlin "skeptisch, dass es zu einer Lösung kommen wird".

EU-Handelskommissarin Malmström machte erneut deutlich, dass die EU auf die Einführung von neuen US-Sonderzöllen mit weiteren Vergeltungszöllen antworten würde.

Die österreichische Wirtschaftsministerin Schramböck sagte, die USA seien in den letzten Wochen mit anderen Themen beschäftigt gewesen. "Aber das soll uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich das auch sehr schnell wieder ändern kann, und dass das Thema Zölle und Tarife wieder sehr schnell aufs Tableau kommen kann."/aha/swe/brd/DP/tos

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX wenig verändert -- Asien uneinheitlich -- adidas-Aktie knickt nach Morgan Stanley-Analyse ein -- Geschäfte mit Trump: US-Demokraten nehmen Deutsche Bank ins Visier -- EZB, Ghosn, OSRAM im Fokus

SMA Solar-Aktie steigt nach Ausblick für 2019. China sperrt Microsofts Suchmaschine Bing. Amazon testet Lieferroboter bei Seattle. STMicro erwartet schwächeren Auftakt nach gutem Geschäftsjahr. EVOTEC erhält Meilensteinzahlung. Alibaba testet mit Roboter-Hotel neue Technologien. Trump verschiebt Rede zur Lage der Nation.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
Abschlüsse der DAX-Chefs
Diese Studiengänge haben die DAX-Chefs absolviert
Die Performance der DAX 30-Werte in 2018.
Welche Aktie macht das Rennen?
Das sind die reichsten Länder Welt 2018
USA nicht mal in den Top 10
Die Performance der Rohstoffe in in 2018.
Welcher Rohstoff macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie, dass es noch zu einem geordneten Brexit kommen wird?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Wirecard AG747206
Daimler AG710000
Amazon906866
CommerzbankCBK100
TeslaA1CX3T
BASFBASF11
Apple Inc.865985
Aurora Cannabis IncA12GS7
Heidelberger Druckmaschinen AG731400
EVOTEC AG566480
Allianz840400
Deutsche Telekom AG555750
Infineon AG623100
RWE AG St.703712