finanzen.net
21.01.2019 11:58
Bewerten
(0)

ROUNDUP: Henkel will Wachstum ankurbeln - Börse von neuen Zielen enttäuscht

DRUCKEN

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Konsumgüterkonzern Henkel (Henkel vz) bläst nach einem trägen Geschäftsjahr zum Angriff, verzichtet dafür aber zunächst auf Marge. Konzernchef Hans Van Bylen will deutlich mehr Geld in die Hand nehmen, um das Wachstum des Persil-, Loctide und Schwarzkopf-Herstellers zu beschleunigen. Der gedämpfte Ausblick des Konzerns für 2019 sorgte denn an der Börse auch prompt für einen Kurseinbruch um mehr als sechs Prozent.

Ab dem Jahr 2019 will der Dax (DAX 30)-Konzern jährlich rund 300 Millionen Euro zusätzlich in seine Marken, Technologien und Kernmärkte sowie in Innovationen und den digitalen Ausbau stecken, wie Henkel am Montag in Düsseldorf ankündigte.

"Wir werden unsere Positionen weiter ausbauen, indem wir die Einführung neuer Marken und Innovationen beschleunigen, die Marketinginvestitionen erhöhen und die Digitalisierung mit Nachdruck vorantreiben", sagte der Henkel-Chef. "Gleichzeitig werden wir unsere hohe Kostendisziplin beibehalten, unsere Effizienz weiter erhöhen und unsere Strukturen kontinuierlich anpassen."

Geplant ist unter anderem ein Erneuerung des gesamten Haarpflegeportfolios, zu dem etwa Marken wie Schauma, Syoss und Gliss gehören. Hinzu kämen Innovationsoffensiven etwa bei Haarfärbemitteln und Henkels Top-Waschmittelmarke Persil. Auch die Spülmaschinenreiniger-Marke Somat solle im Jahresverlauf 2019 mit neuen Produkten aufgefrischt werden. Darüber hinaus wolle Henkel den Ausbau mit wichtigen E-Commerce-Partnern beschleunigen.

An der Börse kamen die Nachrichten jedoch nicht gut an: Denn die Ziele enttäuschten, die sich Henkel für 2019 nun setzt - ebenso wie die vorläufigen Kennziffern für das vergangene Jahr. Die Aktie brach angesichts der Sorgen um eine niedrigere Profitabilität um fast sechs Prozent ein und rutschte damit auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahren.

Henkel kämpft gerade im Konsumgütergeschäft mit hohem Konkurrenzdruck. Auch für 2019 erwartet man in der Düsseldorfer Zentrale kein leichtes Fahrwasser. Der Konzern verwies in der Mitteilung auf ein herausfordernens Marktumfeld, zudem dürften die Belastungen durch Währungen und steigende Materialpreise anhalten.

Organisch - also unter Herausrechnung von Wechselkursschwankungen und Zu- und Verkäufe - peilt der Konzern für 2019 ein Umsatzwachstum zwischen 2 und 4 Prozent an. Die bereinigte operative Marge (Ebit) soll in der Bandbreite zwischen 16 und 17 Prozent liegen - und würde damit schwächer ausfallen als im vergangenen Jahr. Auch beim bereinigten Ergebnis je Vorzugsaktie wird 2019 ein Wachstum unter dem Vorjahresniveau erwartet - es soll währungsbereinigt im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen.

"Der Ausblick ist eine Enttäuschung", sagte ein Börsenbeobachter in einer ersten Reaktion. Laut Analystin Celine Pannuti von der US-Bank JPMorgan müssten die Marktschätzungen nun um bis zu 10 Prozent gesenkt werden.

Im vergangenen Jahr machten Henkel negative Wechselkurseffekte bereits enorm zu schaffen. Nach vorläufigen Zahlen ging der Umsatz 2018 leicht auf 19,9 Milliarden Euro zurück, nach 20 Milliarden ein Jahr zuvor. Das organische Wachstum - also ohne Zukäufe und Wechselkursveränderungen - betrug zwar 2,4 Prozent, damit blieb der Konzern jedoch am unteren Ende seiner angepeilten Spanne. Während die Klebstoffsparte und das Waschmittelgeschäft organisch zulegen konnten, musste Henkel in der Kosmetiksparte einen leichten Rückgang hinnehmen.

Das bereinigte Ebit verbesserte sich zwar konzernweit um 1 Prozent auf rund 3,5 Milliarden Euro und die bereinigte operative Marge stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 17,6 Prozent. Damit hinkte Henkel aber der durchschnittlichen Markterwartung und den eigenen Zielen knapp hinterher.

Die schwächere Geschäftsentwicklung will Henkel den Aktionären jedoch mit einer steigenden Gewinnbeteiligung versüßen: Ab dem Geschäftsjahr 2019 sollen 30 bis 40 Prozent des Gewinns an die Anteilseigner fließen - aktuell werden 25 bis 35 Prozent ausgeschüttet. Die vollständige Bilanz für 2018 will der Konzern am 21. Februar vorlegen./tav/nas

Anzeige

Nachrichten zu Henkel KGaA Vz.

  • Relevant
    1
  • Alle
    1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Henkel KGaA Vz.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
06.03.2019Henkel vz NeutralJP Morgan Chase & Co.
04.03.2019Henkel vz Sector PerformRBC Capital Markets
04.03.2019Henkel vz HaltenDZ BANK
26.02.2019Henkel vz buyWarburg Research
25.02.2019Henkel vz market-performBernstein Research
26.02.2019Henkel vz buyWarburg Research
21.02.2019Henkel vz buyJefferies & Company Inc.
28.01.2019Henkel vz buyJefferies & Company Inc.
22.01.2019Henkel vz buyWarburg Research
21.01.2019Henkel vz buyJefferies & Company Inc.
06.03.2019Henkel vz NeutralJP Morgan Chase & Co.
04.03.2019Henkel vz Sector PerformRBC Capital Markets
04.03.2019Henkel vz HaltenDZ BANK
25.02.2019Henkel vz market-performBernstein Research
22.02.2019Henkel vz NeutralJP Morgan Chase & Co.
22.02.2019Henkel vz KaufIndependent Research GmbH
21.02.2019Henkel vz SellUBS AG
29.01.2019Henkel vz UnderweightMorgan Stanley
22.01.2019Henkel vz VerkaufenIndependent Research GmbH
22.01.2019Henkel vz SellUBS AG

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Henkel KGaA Vz. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX fällt kräftig -- Asiens Börsen schließen uneinheitlich -- Im Glyphosat-Prozess Urteil gegen Bayer -- Munich Re will Gewinn 2019 kräftig steigern --Post, NORMA, zooplus, FUCHS PETROLUB im Fokus

BMW erwartet 2019 deutlichen Gewinnrückgang. May will um Brexit-Verschiebung bitten - Unmut in der EU wächst. MorphoSys und I-Mab Biopharma starten Phase-2-Studie. Merck und Pfizer brechen Phase-III-Studie ab. Schwache Wirtschaft verhagelt Paketdienstleister FedEx das Geschäft. Google steigt ins Videospiele-Geschäft ein. US-Notenbank vor Zinsentscheidung: Geduld gefragt.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

In diesen Ländern ist Netflix am teuersten
Hier müssen Abonnenten tief in die Tasche greifen
Die korruptesten Länder der Welt
In diesen Staaten ist die Korruption am höchsten
Abschlüsse der DAX-Chefs
Diese Studiengänge haben die DAX-Chefs absolviert
Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
Das Schwarzbuch 2018/2019
Wo 2018 sinnlos Steuern verbrannt wurden
mehr Top Rankings

Umfrage

Nun ist es bestätigt: Deutsche Bank und Commerzbank loten offiziell eine Fusion aus. Glauben Sie, dass es tatsächlich dazu kommen wird?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
BayerBAY001
CommerzbankCBK100
Aurora Cannabis IncA12GS7
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Amazon906866
Deutsche Telekom AG555750
Apple Inc.865985
SteinhoffA14XB9
BASFBASF11
TeslaA1CX3T
Allianz840400
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Boeing Co.850471