finanzen.net
Webinar: Technischer Ausblick auf das 2. HJ mit Jörg Scherer von HSBC. Wie geht es bei DAX®, Öl und Gold weiter?
Am 27.6. um 18:30 Uhr reinschalten!
-w-
23.05.2019 23:16
Bewerten
(0)

ROUNDUP: Indische Regierung gewinnt Marathon-Wahl deutlich

DRUCKEN

NEU DELHI (dpa-AFX) - Indiens Regierungspartei BJP von Premierminister Narendra Modi hat die Parlamentswahl in der bevölkerungsreichsten Demokratie der Welt deutlich gewonnen. Die Hindu-Nationalisten erreichten nach Zahlen der Wahlkommission aus der Nacht zum Freitag eine absolute Mehrheit der 545 Sitze im Unterhaus des Parlaments. Staatspräsident Ram Nath Kovind wird damit voraussichtlich Modi für eine zweite fünfjährige Amtszeit zum Regierungschef ernennen.

"Wenn jemand heute gewonnen hat, dann Indien", sagte der Premier am Donnerstagabend (Ortszeit) vor Tausenden jubelnden Anhängern am BJP-Hauptquartier in der Hauptstadt Neu Delhi. "Die Welt muss die demokratische Kraft Indiens anerkennen."

Es war die deutlichste Wiederwahl einer indischen Regierungspartei seit 1971. In mehr als 300 Wahlkreisen gewann die BJP (Bharatiya Janata Party - Partei des indischen Volkes) nach den vorläufigen Zahlen entweder oder lag in Führung. Sie schnitt voraussichtlich noch besser ab als bei der vorherigen Parlamentswahl im Jahr 2014. Damals hatte sie als erste Partei seit 30 Jahren eine absolute Mehrheit erreicht.

Oppositionsführer Rahul Gandhi, Chef der jahrzehntelang regierenden Kongresspartei, gratulierte Modi zu dessen Sieg. Das taten nach Angaben des indischen Außenministeriums auch zahlreiche Staats- und Regierungschefs, noch bevor das Ergebnis offiziell feststand, darunter der russische Präsident Wladimir Putin, Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und der französische Präsident Emmanuel Macron. US-Präsident Donald Trump gratulierte per Twitter.

Indien ist mit etwa 1,3 Milliarden Einwohnern das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt nach China. Rund 900 Millionen Menschen waren wahlberechtigt - mehr als die Bevölkerung der Europäischen Union und der USA zusammen. Es war in sieben Phasen über knapp sechs Wochen vom 11. April bis zum 19. Mai in etwa einer Million Wahllokale abgestimmt worden. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 67 Prozent. Indien hat ein Mehrheitswahlsystem: Damit geht jeder Parlamentssitz an die Partei, die in dem jeweiligen Wahlkreis die meisten Stimmen erhält.

Die Kongresspartei blieb zweitstärkste Kraft. Sie verbesserte sich voraussichtlich geringfügig im Vergleich zu ihrem bislang schlechtesten Ergebnis vor fünf Jahren, als sie nur 44 Sitze gewann. Parteichef Gandhi verlor den seit Jahrzehnten von seiner Familie gehaltenen Sitz im nordindischen Amethi.

Die Wahl wurde als Referendum über Modi betrachtet. Seine populistische Politik spaltet das Land. Der 68-jährige Sohn eines Teeverkäufers vertritt die "Hindutva"-Bewegung, deren Anhänger eine Mehrheitsherrschaft der Hindus im der Verfassung zufolge säkularen Indien wollen. In seiner Amtszeit kam es häufig zu Gewalt von Hindus gegen Muslime und andere Minderheiten. Außerdem wird Modis Wirtschaftspolitik kritisiert - unter anderem, weil nicht annäherend die zehn Millionen neuen Arbeitsplätze pro Jahr entstanden, die er versprochen hatte.

Er gilt aber vielen als starker Macher, der die Entwicklung vorangetrieben und neue Sozialleistungen eingeführt hat. Modi profitierte auch von einer schwachen Opposition. Er betonte im Wahlkampf die nationale Sicherheit und stellte sich als Beschützer des südasiatischen Landes - vor allem gegen den Erzfeind Pakistan - dar. Kurz vor der Wahl war es beinahe zu einem Krieg der nuklear bewaffneten Nachbarn gekommen.

Unter den neugewählten BJP-Abgeordneten ist Pragya Singh Thakur, die der Mittäterschaft bei einer Serie von Bombenanschlägen auf Muslime im Jahr 2008 angeklagt ist. Thakur hatte vor wenigen Tagen damit für Schlagzeilen gesorgt, dass sie den Mörder des Nationalhelden Mahatma Gandhi einen Patrioten nannte. Gegen rund ein Drittel der Parlamentarier in Indien laufen strafrechtliche Verfahren. Von den gut 8000 Kandidaten bei der Wahl waren 55 in Mordfällen beschuldigt./sid/DP/he

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

Wall Street beendet Handel wenig bewegt -- DAX schließt mit kleinem Plus -- Hedgefonds-Investor Elliott steigt bei Bayer ein -- FedEx, thyssenkrupp im Fokus

Deutsche Bank anscheinend vor Einigung über Arbeitsplatzabbau. Bitcoin nahe 13.000-Dollar-Marke. Bayer holt sich im Glyphosat-Streit renommierte US-Berater. TLG IMMOBILIEN will mit Kapitalerhöhung zu frischem Geld kommen. Apple kauft zu. Infineon-Aktie und Siltronic-Papiere legen zu: Chipwerte erholen sich nach optimistischen Signalen von Micron.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Promis
Diese Sternchen haben ihren eigenen Aktien-Index
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Die Änderungen unter den Top-Positionen
Die erfolgreichsten Kinofilme der letzten 25 Jahre
Welche Titel knackten die Milliardenmarke an den Kinokassen?
In diesen Berufen bekommt man das niedrigste Gehalt
Welche Branchen man besser meiden sollte.
DIe innovativsten Unternehmen
Diese Unternehmen sind am fortschrittlichsten
mehr Top Rankings

Umfrage

Die USA suchen Verbündete gegen den Iran. Sollte sich Deutschland einer solchen Allianz anschließen?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
NEL ASAA0B733
Infineon AG623100
BayerBAY001
Microsoft Corp.870747
Amazon906866
TeslaA1CX3T
thyssenkrupp AG750000
Apple Inc.865985
Siemens AG723610
Lufthansa AG823212
CommerzbankCBK100
BASFBASF11