finanzen.net
26.05.2019 23:41
Bewerten
(0)

ROUNDUP: Nach Europawahl-Schlappe: Tsipras ruft Neuwahl in Griechenland aus

DRUCKEN

ATHEN (dpa-AFX) - Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat nach Stimmenverlusten seiner linken Partei Syriza bei der Europawahl vorgezogene Parlamentswahlen angekündigt. Er werde nach den griechischen Kommunalwahlen am 2. Juni einen entsprechenden Antrag beim Präsidenten der Republik stellen, sagte Tsipras am Sonntagabend. Neuwahlen könnten dann bereits Ende Juni stattfinden.

Tsipras zog mit dem Schritt die Konsequenz aus dem schlechten Abschneiden seiner Regierungspartei bei der Europawahl am Sonntag. Planmäßig hätte die Parlamentswahl in Griechenland erst im Oktober stattgefunden.

Syriza habe bei der Europawahl um das Vertrauen des griechischen Volkes für den eingeschlagenen Weg der Regierung geworben, sagte der Regierungschef am Abend im Staatsfernsehen. "Das Wahlergebnis entspricht nicht unseren Erwartungen - und ich würde so ein Ergebnis nie ignorieren." Er habe nie den einfachen Weg gewählt und werde das auch jetzt nicht tun: Das Volk müsse die Antwort darauf geben, welchen Weg es gehen wolle.

Syriza lag bei der Europawahl nach vorläufigen amtlichen Hochrechnungen mit 23,9 Prozent der Stimmen rund 9 Prozentpunkte hinter der konservativen Oppositionspartei Nea Dimokratia. Im Vergleich zur EU-Wahl 2014 büßte Syriza 2,7 Prozentpunkte ein.

Analysten begründeten das schlechte Abschneiden mit den harten Sparmaßnahmen und Reformen, die Tsipras in den vergangenen Jahren auf Druck der Gläubiger umgesetzt hat und die ihn im Volk unbeliebt gemacht haben. Viele Wähler nehmen ihm übel, dass er bei seiner Wahl zum Regierungschef 2015 versprochen hatte, Griechenland vom "Joch der Gläubiger" zu befreien - später aber Renten kürzte und Steuern erhöhte.

Zuvor hatte schon der konservative Oppositionschef Kyriakos Mitsotakis Tsipras' Rücktritt und vorgezogene Wahlen gefordert: "Tsipras muss Verantwortung übernehmen. Zum Wohl des Landes muss er zurücktreten, und das Land muss schnell zu vorgezogenen Parlamentswahlen schreiten. Das ist die einzig saubere Lösung." Die Nea Dimokratia erzielte laut vorläufiger Hochrechnung 33 Prozent der Stimmen - ein starkes Plus nach 22,7 Prozent im EU-Wahljahr 2014.

Nach der Nea Dimokratia und Syriza wurde bei der Europawahl in Griechenland die sozialistische Partei KINAL (Bewegung des Wandels) drittstärkste Kraft. Der Nachfolger der Partei PASOK erhielt 7,3 Prozent der Stimmen. 2014 hatte das vergleichbare Mitte-Links-Bündnis Elia 8 Prozent erzielt. Die kommunistische Partei KKE an vierter Stelle kam auf 5,8 Prozent (2014: 6,1 Prozent).

Eine massive Niederlage musste die rechtsextremistische Partei Goldene Morgenröte einstecken. Mit 4,9 Prozent der Stimmen wurde ihr Ergebnis von 2014 fast halbiert (damals 9,4 Prozent)./axa/tt/DP/edh

Technische Marktanalyse

Wie geht's an der Börse weiter? Setzt sich der Zick-Zack-Kurs fort oder geht es demnächst kräftig nach unten? Heute ab 18 Uhr analysiert Achim Matzke die Situation bei Dax, Dow und Co. Jetzt kostenlos anmelden!
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX zurückhaltend -- Dow stabil erwartet -- Lufthansa mit Gewinnwarnung für 2019 -- Deutsche Bank plant wohl milliardenschwere Bad Bank -- BASF, Bitcoin, 1&1, United Internet im Fokus

Fusion von Sprint und T-Mobile dürfte wohl genehmigt werden. US-Sanktionen: Huawei erwartet kräftiges Umsatzminus. H&M steigert Umsatz im zweiten Quartal. Boeing erhält Milliardenauftrag von US Air Force. Kurzfristiges Darlehen für TOM TAILOR. China will offenbar Rohstofflieferung an US-Rüstungsfirmen begrenzen.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Das hat sich geändert
Diese Aktien hat George Soros im Depot
Big-Mac-Index
In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?
Das verdienen Aufsichtsratschefs in DAX-Konzernen
Deutlich unter Vorstandsgehältern
Die Länder mit den größten Goldreserven 2019
Wer lagert das meiste Gold?
Die zehn größten Kapitalvernichter
Hier wurde am meisten Anlegergeld verbrannt
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie die Anschuldigung der USA, dass der Iran für die Angriffe gegen Tanker im Golf von Oman verantwortlich ist?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Lufthansa AG823212
Deutsche Bank AG514000
NEL ASAA0B733
Daimler AG710000
Microsoft Corp.870747
BASFBASF11
Beyond MeatA2N7XQ
Amazon906866
Infineon AG623100
TeslaA1CX3T
BayerBAY001
Apple Inc.865985
Allianz840400
CommerzbankCBK100