+++ Rocco Gräfe und Harald Weygand - mehr Chart-Kompetenz geht nicht. Heute um 19 Uhr bei Rendezvous mit Harry +++-w-
22.10.2021 14:32

ROUNDUP/Weniger Autos und schwache Zahlen: Chipkrise bremst Industrie aus

Folgen
Werbung

BOULOGNE-BILLANCOURT (dpa-AFX) - Die Versorgungsengpässe bei elektronischen Halbleitern und anderen wichtigen Bauteilen bremsen die Industrie weiter aus. Stark betroffen sind nach wie vor Autohersteller: Bei Renault etwa soll in diesem Jahr wegen der Chipkrise schätzungsweise eine halbe Million Fahrzeuge weniger als geplant vom Band rollen. Das teilte der Konzern am Freitag in Boulogne-Billancourt bei Paris mit. Im Juli war das Unternehmen noch von rund 200 000 fehlenden Autos ausgegangen.

Allein im dritten Quartal habe der Produktionsverlust des Autobauers rund 170 000 Wagen betragen, hieß es vom Unternehmen. An Aufträgen fehlt es dem Konzern nicht: Das Orderbuch sei Ende September so gefüllt gewesen wie seit 15 Jahren nicht.

Auch bei Mercedes-Benz läuft die Produktion nicht rund: Wegen des Bauteilemangels soll es in der kommenden Woche im Rastatter Werk Kurzarbeit geben. Das teilte eine Sprecherin von Mercedes-Benz Cars & Vans am Freitag auf Anfrage in Stuttgart mit. Zuvor hatte die Zeitung "Badische Neueste Nachrichten" darüber berichtet.

Das Werk hat mehr als 6500 Beschäftigte und eine führende Rolle im Daimler-Produktionsverbund (Daimler) für Kompaktfahrzeuge. Die "Fahrweise" der Fabrik werde nun angepasst, so die Sprecherin. Das werde "für die Beschäftigten größtenteils über Kurzarbeit ausgeglichen". Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen sind, blieb offen. Die weltweiten Werke von Mercedes-Benz werden in der kommenden Woche (ab 25.10.) hingegen "größtenteils uneingeschränkt" laufen.

Schon im Sommer hatte es in Rastatt und an mehreren anderen Standorten Produktionseinschränkungen gegeben, ebenso wie bei anderen Autoherstellern. Die Versorgungsprobleme machen sich auch in den Verkaufszahlen von Mercedes-Benz bemerkbar: Von Juli bis September 2021 lieferte die Marke weltweit 428 361 Autos aus - mehr als 30 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Hintergrund der Versorgungsengpässe ist die coronabedingte Unterbrechung der Produktion von elektronischen Halbleitern in Asien. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach den Halbleitern - nicht nur von Autoherstellern, sondern auch aus anderen Branchen wie IT, Energie, Unterhaltungselektronik oder Medizintechnik.

Unter der Chipkrise leiden indirekt sogar Unternehmen wie Intel, die davon eigentlich profitieren müssten. Im vergangenen Quartal etwa konnte der Halbleiter-Riese im Jahresvergleich sogar weniger Chips für Notebooks verkaufen - weil den Herstellern andere Bauteile fehlten, um die Geräte fertigzustellen.

Um die Engpässe zu überwinden, investiert Intel wie andere Branchengrößen kräftig in den Ausbau von Kapazitäten in der Chipfertigung. Diese Milliardeninvestitionen werden aber erst in einigen Jahren greifen, sagte Konzernchef Pat Gelsinger. Und bis es soweit ist, machen die hohen Ausgaben das Geschäft zunächst weniger profitabel./men/cb/so/toh/DP/stw

Nachrichten zu Daimler AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Daimler AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
03.12.2021Daimler KaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
19.11.2021Daimler OutperformBernstein Research
18.11.2021Daimler BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
15.11.2021Daimler KaufenDZ BANK
12.11.2021Daimler OutperformRBC Capital Markets
03.12.2021Daimler KaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
19.11.2021Daimler OutperformBernstein Research
18.11.2021Daimler BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
15.11.2021Daimler KaufenDZ BANK
12.11.2021Daimler OutperformRBC Capital Markets
12.11.2021Daimler HoldJefferies & Company Inc.
15.10.2021Daimler HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
27.09.2021Daimler HoldJefferies & Company Inc.
15.09.2021Daimler NeutralUBS AG
09.08.2021Daimler HoldJefferies & Company Inc.
18.02.2021Daimler SellWarburg Research
02.02.2021Daimler VerkaufenDZ BANK
26.10.2020Daimler VerkaufenDZ BANK
07.10.2020Daimler SellGoldman Sachs Group Inc.
24.09.2020Daimler SellGoldman Sachs Group Inc.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Daimler AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

US-Börsen schließen im Minus -- DAX geht tiefer ins Wochenende -- AstraZeneca erwägt wohl IPO der Impfstoffsparte -- Allianz verspricht Dividendenwachstum -- Tesla, DiDi, Aurubis, Daimler im Fokus

Porsche SE verlängert Pötsch-Vorstandsmandat. Walgreens Boots Alliance prüft wohl Verkauf von britischer Tochter Boots. BioNTech-Chef erwartet Notwendigkeit von neuem Impfstoff. Nordex sichert sich Großauftrag. US-Jobwachstum gerät im November überraschend ins Stocken. VW senkt Absatzziel für ID-Elektromodelle in China.

Umfrage

Wie hat sich Ihr Wertpapierdepot seit Jahresbeginn entwickelt?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln