✩ ✩ ✩ 10 % Fixzins mit Homeoffice Plus Aktienanleihe auf 💻 Cisco 💻 Microsoft und 💻 Zoom - 2 Jahre - anfängliche Plus Barriere bei 60 % ✩ ✩ ✩-w-
08.04.2021 06:04

ROUNDUP: 'Wirtschaftsgipfel' mit Altmaier: Verbände fordern Verlässlichkeit

Folgen
Werbung

BERLIN (dpa-AFX) - Was würde ein möglicher harter Lockdown für die Wirtschaft bedeuten - und was kommt danach? Vor einem "Wirtschaftsgipfel" mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) haben sich Wirtschaftsverbände unzufrieden gezeigt mit dem Kurs der Politik in der Corona-Krise. Sie fordern eine klare Perspektive und eine verlässliche Strategie.

"Der Ad-hoc-Modus der vergangenen Monate ist keine Dauerlösung für ein im globalen Wettbewerb stehendes Industrieland", sagte Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), der Deutschen Presse-Agentur. "Es geht nicht allein darum, ob geöffnet oder geschlossen wird, sondern es muss auch geklärt sein, wann und wie."

Eine verbindliche Verständigung auf einen bundesweit einheitlichen Maßnahmenkatalog sei für die notwendige Akzeptanz in der Bevölkerung und in der Wirtschaft elementar, sagte Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga), der dpa, mit Blick auf bevorstehende Beratungen von Bund und Ländern. In einem solchen Katalog müsse auch klar geregelt sein, welche Beschränkungen oder Lockerungen beim Erreichen bestimmter Werte eintreffen.

Altmaier hat an diesem Donnerstag erneut Vertreter von mehr als 40 Verbänden zu digitalen Beratungen eingeladen. Der Minister dürfte sich wieder einiges anhören müssen: Die Wirtschaft stemmt sich auch gegen mögliche gesetzliche Auflagen für Corona-Testangebote für Beschäftigte, außerdem reißt die Kritik an den milliardenschweren Corona-Hilfen nicht ab.

Dazu kommt Unsicherheit, wie es nun weitergeht in Sachen Lockdown: Die Bundesregierung hatte am Mittwoch indirekt die Idee eines "Brücken-Lockdowns" von CDU-Chef Armin Laschet unterstützt. Eine Regierungssprecherin hatte von einem "kurzen einheitlichen Lockdown" gesprochen. Die nächsten Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderchefs sind für Montag geplant.

Wie aber könnte ein solcher Lockdown konkret aussehen? Die Debatte kommt außerdem zu einer Zeit, in der etwa in der Modellregion Saarland seit Dienstag die Außengastronomie, Fitnessstudios oder Kinos wieder geöffnet sind - Zugangsvoraussetzung ist ein negativer Corona-Test.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) forderte, statt überstürzter Öffnungen und kurzen Schließungen sollte es Zuverlässigkeit geben. Diejenigen Betriebe, die zwischenzeitlich zumindest eingeschränkt öffnen könnten, bräuchten Verlässlichkeit, sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer der dpa: "Weitere Belastungen der Betriebe sind nicht akzeptabel."

Nach einem coronabedingten Einbruch der Wirtschaftsleistung 2020 stehen die Zeichen in diesem Jahr zwar wieder auf Wachstum, getragen vor allem von der exportstarken Industrie. Branchen wie das Gastgewerbe oder Teile des Einzelhandels sehen sich aber schwer belastet von monatelangen behördlich angeordneten Schließungen. Auch vor diesem Hintergrund und der dritten Corona-Welle haben Ökonomien ihre Wachstumsprognosen zuletzt gesenkt.

Die Bundesregierung hat zwar angekündigt, bei den Hilfen nachzulegen

- geplant ist ein Eigenkapitalzuschuss, weil viele Firmen kaum noch

finanzielle Reserven haben. Auch beim Kerninstrument der Programme, der Überbrückungshilfe III, sind Nachbesserungen vorgesehen.

Verbände beklagen, Hilfen kämen nicht ausreichend bei betroffenen Firmen an. Es seien zwar rund 90 Prozent der Anträge der November- und Dezemberhilfen bearbeitet und die Summen ausgezahlt worden, sagte Dehoga-Präsident Zöllick. "Allerdings ist es für die verbliebenen 10 Prozent absolut inakzeptabel, dass die Auszahlungen weiter auf sich warten lassen. Dies betrifft insbesondere die größten Arbeitgeber des Gastgewerbes, die inzwischen mit dem Rücken zur Wand stehen."

Verbände fordern weitere Nachbesserungen. "Die in der vergangenen Woche beschlossenen Anpassungen bei der Überbrückungshilfe III reichen hier nicht aus, um den durch die Schließungsverfügungen und Corona-Auflagen verursachten Schaden auch nur annähernd abzufedern", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth. Die Deckelung der Hilfszahlungen führe dazu, dass große Unternehmen nicht ausreichend finanzielle Unterstützung bekämen.

Die Tourismusbranche pocht auf längere Hilfen. "Wir fordern, dass die Überbrückungshilfe über den 30. Juni hinaus verlängert wird", sagte der Präsident des Branchenverbandes BTW, Michael Frenzel, der "Augsburger Allgemeinen". Der Verband DTV schlägt laut "Tagesspiegel" einen Wiederaufbaufonds für den Tourismus vor nach dem Neustart der Branche. Der Präsident des Verbandes "Die Familienunternehmer", Reinhold von Eben-Worlée, warnte in der "Rheinischen Post": "Einen weiteren Hinhalte-Gipfel braucht es nicht."

Und noch ein Thema dürfte beim "Wirtschaftsgipfel" eine wichtige Rolle spielen: die Angebote der Firmen an Mitarbeiter, sich auf das Virus testen zu lassen. In einem Bericht der Spitzenverbände der Wirtschaft an die Regierung ist von deutlichen Fortschritten bei der Ausweitung von Tests die Rede. Gesetzliche Auflagen aber sind noch nicht vom Tisch - Verbände warnen vor mehr Bürokratie. Der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der Union im Bundestag, Uwe Schummer, forderte in der Funke Mediengruppe, "das Testen in den Unternehmen sollte zu einer gesetzlichen Verpflichtung werden, solange die Pandemie nicht bekämpft ist"./wee/DP/stk

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

DAX schließt nach neuem Rekord leichter -- VW will bei E-Autos in China aufholen -- Vorstandschef von GameStop tritt zurück -- Schwerer Tesla-Unfall -- Coca-Cola, BMW, EVOTEC, RWE im Fokus

BaFin zeigt wohl Deutsche Bank-Aufsichtsrat wegen Wirecard-Handel an. Neues iPad-Modell bei Apple-Event erwartet. Eli Lilly Notfallzulassung entzogen. Harley-Davidson kündigt rechtliche Schritte gegen EU-Zölle an. CureVac reicht Schnell-Prüfverfahren für Impfstoff in der Schweiz ein. JPMorgan bestätigt Finanzierung der Super League. EU übt Option für 100 Millionen Impfstoffdosen von Pfizer/BioNTech aus.

Top-Rankings

iPad-Index 2020
Das kostet das iPad in verschiedenen Ländern
Die Länder mit den meisten Aktionären
Hier handeln die Menschen am liebsten
In diesen Sportarten verdient man richtig viel Geld
Mit diesen Sportarten kann man reich werden

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

DAX 30: Die Gewinner und Verlierer in Q1 2021
Welche Aktie macht das Rennen?
Die besten Wall Street Filme
Diese Streifen präsentieren die Welt des großen Geldes
Die Gehälter der Top-Politiker
Das verdienen die wichtigsten Staats- und Regierungschefs
World Happiness Report 2021
In diesen Ländern sind die Menschen am glücklichsten
Top 10: Die zehn teuersten Unternehmen in Deutschland
Das sind die zehn teuersten Unternehmen Deutschlands
mehr Top Rankings

Umfrage

Die STIKO hält Impfangebote für alle bis zum Ende des Sommers nach wie vor für realistisch. Würden Sie dieses - gleichgültig welcher Impfstoff - annehmen?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln