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22.01.2019 18:10
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RWE-Chef hat Verständnis für früheren Kohleausstieg im Westen

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Von Christian Grimm

BERLIN (Dow Jones)--RWE-Chef Rolf Martin Schmitz kann es nachvollziehen, wenn in Westdeutschland früher Kohlekraftwerke abgeschaltet würden als in Ostdeutschland. "Ich kann die Argumentation verstehen, dass das Rheinische Revier wirtschaftlich stärker dasteht als die Lausitz", sagte er auf der Energietagung des Handelsblattes in Berlin. RWE baut im Rheinland Braunkohle ab und erzeugt mit ihr in Kraftwerken Strom. Aus Gründen des Klimaschutzes muss sich Deutschland von der Energieerzeugung mit Kohle schrittweise verabschieden.

Ein früheres Abschalten könne aber bei dem Konzern zu Schwierigkeiten führen, so Schmitz. Es komme immer auf das Gesamtpaket (des Kohleausstiegs) an. Der Vorstandsvorsitzende pochte auf Entschädigungen, sollten seine Turbinen früher in den Ruhestand gehen müssen. "Es muss einen fairen Ausgleich geben, wenn man etwas von uns will", sagte er.

Die Entschädigungen müssten höher sein als diejenigen, die für die bestehende Braunkohlesicherheitsreserve gezahlt worden seien, weil nun auch die Kosten für die Stilllegung der Tagebaue hinzukämen. Die Kompensationen für die Sicherheitsbereitschaft summieren sich auf 1,6 Milliarden Euro, verteilt auf mehrere Versorger und Jahre.

Die Beratungen in der Kohlekommission gehen diese Woche auf die Zielgerade. Am Freitag werden die Experten zusammentreten, um den Abschlussbericht zu diskutieren. Spätestens am 01. Februar soll die Arbeit zu einem Ende kommen. Ziel ist es, der Politik Vorschläge zu machen, wie schnell Braun- und Steinkohlekraftwerke vom Netz gehen und neue Arbeitsplätze in den Braunkohlerevieren entstehen können.

Schmitz warnte davor, die Diskussion einseitig auf das Abschalten von Kraftwerken zu verkürzen. Entscheidender seien der Zubau von Windrädern und Solarfeldern und der Ausbau der Stromleitungen. Im Jahr 2030 will Deutschland 65 Prozent seiner Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen decken. "Das kriegen Sie mit den Netzen nicht mehr hin, die wir jetzt hier stehen haben", mahnte der RWE-Chef.

Unter den Fachleuten der Kohlekommission ist laut dem Co-Vorsitzenden Stanislaw Tillich bereits geeint, dass der Ausstiegspfad über die Jahre an Wegmarken immer wieder überprüft wird. "Dazu soll es mehrere Termine geben, wo man sich das anschaut", sagte der frühere sächsische Ministerpräsident. Hintergrund ist, dass durch das Zurückdrängen des vergleichsweise günstigen Kohlestroms ein Anstieg des Strompreises erwartet wird und die Versorgungssicherheit gefährdet werden könnte.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/chg/jhe

(END) Dow Jones Newswires

January 22, 2019 12:11 ET (17:11 GMT)

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