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11.09.2019 11:00
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RWI: Deutsche Wirtschaft im Abschwung

ESSEN (Dow Jones)--Das RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hat seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2019 auf 0,4 Prozent von bisher 0,8 Prozent gesenkt. Für 2020 erwartet es jetzt 0,9 Prozent statt im Juni vorhergesagter 1,4 Prozent. Für 2021 rechnen die Essener Forscher dann mit einem Anstieg auf 1,3 Prozent.

"Es mehren sich die Anzeichen, dass die Schwächephase anhält und die Konjunktur in Deutschland in einen Abschwung übergeht", erklärte das RWI. Insbesondere halte der Rückgang der Produktion im verarbeitenden Gewerbe und hier insbesondere in der Automobilindustrie an. "Damit steigt das Risiko, dass die deutsche Wirtschaft in eine Rezession gerät", warnten die Forscher. Die Bautätigkeit zeige allerdings kaum Anzeichen von Schwäche, und auch der private Konsum bleibe aufwärtsgerichtet.

Die Arbeitslosenquote dürfte in diesem und im nächsten Jahr nach den Berechnungen des Instituts bei 5,0 Prozent liegen und im Jahr 2021 auf 4,9 Prozent sinken. Dabei werde eine Inflationsrate von 1,4 Prozent in diesem und 1,3 Prozent im kommenden Jahr erwartet. Die öffentlichen Haushalte würden 2019 und 2020 voraussichtlich Überschüsse von knapp 52 Milliarden respektive knapp 40 Milliarden Euro erzielen.

Die Prognose geht nach Angaben des RWI davon aus, dass Großbritannien die EU geregelt verlässt. "Ein harter Brexit Ende Oktober hätte wohl deutlich gravierendere gesamtwirtschaftliche Effekte", warnte der stellvertretende RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt. Eine weitere Annahme sei, dass der Rückgang der Produktion im Wesentlichen auf das verarbeitende Gewerbe begrenzt bleibe. Würde sich die Schwäche beispielsweise auf den Dienstleistungssektor übertragen, würde auch das die negativen gesamtwirtschaftlichen Effekte verstärken.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/apo

(END) Dow Jones Newswires

September 11, 2019 05:00 ET (09:00 GMT)

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