SAMSTAGS-ÜBERBLICK/18. Mai 2024

18.05.24 17:38 Uhr

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen aus dem Samstagsprogramm von Dow Jones Newswires.

Ukraine bittet um US-Hilfe bei Bekämpfung von Zielen in Russland

Die Ukraine hat die US-Regierung ersucht, ihr bei der Identifizierung von Zielen in Russland zu helfen, die Kiew dann mit seinen Waffen angreifen könnte. Außerdem hat das Land die USA gebeten, die Beschränkungen für den Einsatz amerikanischer Waffen gegen militärische Ziele innerhalb Russlands aufzuheben, so US-Beamte und Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums. Ein Sprecher des Weißen Hauses erklärte, die derzeitige US-Politik unterstütze weder die Bereitstellung solcher zielgerichteter Hilfen noch den Einsatz amerikanischer Waffen in Russland. "Wir ermutigen oder ermöglichen keine Angriffe innerhalb Russlands, das ist seit langem unsere Politik", sagte der Sprecher.

SPD-Politiker fordern Nato-Schutz für ukrainischen Luftraum

Erstmals fordern auch Bundestagsabgeordnete der SPD, dass westliche Truppen den ukrainischen Luftraum von Nato-Gebiet aus schützen. "In der aktuellen militärischen Situation halte ich es für notwendig und verantwortbar, deutsche Flugabwehrraketen-Truppen auf Nato-Gebiet an der Grenze zur Ukraine zu stationieren, um den Luftraum über der Westukraine zu schützen - beispielsweise mit Patriot-Systemen", sagte der Verteidigungspolitiker Joe Weingarten dem Nacrichtenmagazin Spiegel. Weingarten betonte, dass keine westlichen Truppen in der Ukraine stationiert werden müssten. Luftverteidigungssysteme an der Grenze von Nato-Staaten zur Ukraine könnten weit in den ukrainischen Luftraum hineinwirken. Entscheidend sei die Kooperationsbereitschaft der westlichen Nachbarn der Ukraine. Der SPD-Haushaltspolitiker Andreas Schwarz bezeichnete die Luftverteidigung als "Achillesferse" der ukrainischen Armee.

Russisches Gericht ordnet Beschlagnahmung von Vermögenswerten der Dt. Bank an - Agentur

Ein Schiedsgericht in St. Petersburg hat laut einem Agenturbericht die Beschlagnahmung von Vermögenswerten der Deutschen Bank angeordnet. Betroffen seien bis zu 238 Millionen Euro an Wertpapieren, Immobilien und Guthaben des Kreditinstituts und seiner russischen Tochtergesellschaft, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine online veröffentlichte Entscheidung. Das Gericht habe dies auf Antrag eines russischen Gaskonzerns angeordnet. "Es bleibt abzuwarten, wie diese Entscheidung von den russischen Gerichten umgesetzt wird und welche Folgen dies für unseren operativen Betrieb in Russland hat", erklärte ein Sprecher der Deutschen Bank gegenüber Dow Jones Newswires. Die Deutsche Bank sehe sich durch eine Entschädigungsvereinbarung mit einem Kunden vollständig abgesichert. "Wie in unserem Geschäftsbericht erläutert, hat die Deutsche Bank eine Rückstellung in Höhe von rund 260 Millionen Euro und einen entsprechenden Vermögensgegenstand aus Erstattungen im Rahmen der Entschädigungsvereinbarung erfasst", so der Sprecher weiter.

Kooperationsgespräche zwischen VW und Renault gescheitert - Zeitung

Die Gespräche von Renault und Volkswagen über ein gemeinsames E-Auto-Modell im unteren Preissegment sind gescheitert. Nach Informationen des Handelsblatts waren die Verhandlungen bereits sehr weit fortgeschritten und technische Details weitgehend geklärt. Das Projekt sei bei VW aber offenbar auf interne Widerstände geestoßen. Ein Volkswagen-Sprecher sagte gegenüber der Zeitung, eine Entscheidung zu dem Projekt sei noch nicht gefallen. Man werde "zu gegebener Zeit informieren". Renault wollte sich nicht zum Stand der Gespräche äußern. Insider bestätigten dem Handelsblatt aber, dass eine Kooperation der Autobauer aus Deutschland und Frankreich nicht zustande kommen werde. Zuerst hatte die Nachrichtenagentur Reuters darüber berichtet.

Finanzinvestor Cevian steigt bei Schweizer Versicherer Baloise ein - Agentur

Der Finanzinvestor Cevian ist einem Agenturbericht zufolge beim Schweizer Versicherer Baloise eingestiegen. Die schwedische Gesellschaft halte inzwischen 3,12 Prozent an Baloise, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine Pflichtmitteilung der Schweizer Börse vom Samstag. "Wir schauen uns Baloise seit langem an und haben investiert, da wir langfristiges Wertpotenzial im Unternehmen sehen", sagte ein Cevian-Sprecher gegenüber der Agentur. Wann Cevian mit dem Aufbau der Beteiligung begonnen hatte, wollte der Sprecher nicht sagen.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

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May 18, 2024 11:39 ET (15:39 GMT)