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23.09.2021 15:47

Scholz sagt Stahlindustrie Unterstützung zu

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Duisburg (Reuters) - Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat der Stahlindustrie für den Fall einer von ihm angeführten Bundesregierung Rückendeckung für den Umbau zu einer klimafreundlichen Produktion zugesagt.

"Alles, das was Deutschlands industrielle und wirtschaftliche Zukunft ausmacht, bedeutet, dass wir sehr viel mehr Strom einsetzen können als wir das heute tun", sagte Scholz am Donnerstag bei einem Besuch von Thyssenkrupp Steel Europe in Duisburg. Nur so könnten die Pläne der Unternehmen auch umgesetzt werden. Die Stahlkonzerne würden nur in den Umbau investieren, wenn dafür auch genügend Strom zur Verfügung stehe.

Die Dimensionen seien gigantisch, sagte Scholz bei seiner Wahlkampftour im Ruhrgebiet. Allein für die Chemieindustrie werde für 2045 ein Verbrauch erwartet, der dem heutigen gesamten Bedarf Deutschlands entspreche. Auch die Stahlindustrie habe einen enormen Mehrbedarf. "Deswegen gibt es von mir die klare Zusage: Ich will im ersten Jahr der kommenden Regierung alle Entscheidungen treffen für den Ausbau der Stromerzeugungskapazitäten in Deutschland." Dabei gehe es um Windkraft auf hoher See sowie an Land, um Solarenergie und Stromnetze. "Und ich will das die Genehmigungsverfahren so abgekürzt werden, dass das auch etwas werden kann."

Die Stahlindustrie gehört zu den größten Produzenten klimaschädlichen Kohlendioxids. Die Branche mit Größen wie Thyssenkrupp, Salzgitter und Arcelormittal steht mit der Transformation zu einer klimaneutralen Produktion vor dem größten Umbau ihrer Geschichte. Allein Thyssenkrupp schätzt seine Kosten bis 2050 auf zehn Milliarden Euro.

Thyssenkrupp-Stahlbetriebsratschef Tekin Nasikkol mahnte zur Eile. Andere Länder wie Schweden seien bereits weiter beim Umbau der Branche. Die "grünen Märkte" würden jetzt aufgestellt. Die Automobilindustrie - wichtigster Kunde der Branche - sei hier bereits unterwegs. Es müsse jetzt gehandelt werden. Dazu gehörten auch finanzielle Hilfen. "Wir erwarten von der neuen Bundesregierung, dass sie in den ersten 100 Tagen einen Transformationsfonds für die Stahlindustrie von zehn Milliarden Euro etabliert", forderte Nasikkol.

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