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09.09.2014 13:14

Lufthansa-Piloten streiken am Mittwoch

Schwerpunkt in München: Lufthansa-Piloten streiken am Mittwoch | Nachricht | finanzen.net
Schwerpunkt in München
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Die Piloten der Lufthansa setzen ihre Streikwelle fort. Dieses Mal soll der Schwerpunkt der Streiks am Flughafen München liegen.
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Zwischen 10.00 und 18.00 Uhr sollen am zweitgrößten Lufthansa-Drehkreuz in München keine Flieger mehr abheben, wie die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Damit solle ein neuer Tarifvertrag zur sogenannten Übergangsversorgung im Vorruhestand für die rund 5400 Lufthansa-Piloten erreicht werden.

Lufthansa reagierte mit "völligem Unverständnis" auf die Streikankündigung, wie eine Sprecherin sagte. Der Arbeitskampf treffe erneut unbeteiligte Fluggäste und sei gezielt auf das nahende Ferienende im Bundesland Bayern gerichtet. Lufthansa konzentriere sich nun darauf, die Passagiere bestmöglich zu informieren und zu betreuen.

FLUGHAFEN ARBEITET AN SONDERFLUGPLAN

Am Münchner Flughafen werden massive Auswirkungen der mittlerweile vierten Welle des Pilotenstreiks erwartet. Im genannten Zeitraum gibt es in München rund 160 Lufthansa-Abflüge, wie eine Sprecherin der Fluggesellschaft in München sagte. Der Flugplan weist Verbindungen zu zahlreichen deutschen und europäischen Flughäfen wie auch zu vereinzelten Überseezielen aus. Auch Starts und Landungen von Lufthansa-Maschinen an anderen Flughäfen könnten von dem Streik betroffen sein. Das Unternehmen arbeite an einem Sonderflugplan, sagte die Sprecherin.

Zuletzt hatten die Piloten in der vergangenen Woche am Frankfurter Flughafen in einem sechsstündigen Streik 218 Flüge ausfallen lassen. Vorausgegangen war ein dreitägiger Vollstreik im April und Arbeitsniederlegungen bei der Lufthansa-Tochter Germanwings, deren Piloten ebenfalls unter den Konzerntarifvertrag fallen.

TARIFKONFLIKT SCHWELT SCHON LÄNGER

Hintergrund ist ein seit langem schwelender Tarifkonflikt bei Europas größtem Luftverkehrskonzern. Im Kern geht es um die Übergangsversorgung, die Lufthansa-Piloten bislang in ihrem Vorruhestand erhalten. Im Schnitt gehen Lufthansa-Kapitäne derzeit mit knapp 59 Jahren in den vom Unternehmen bezahlten Vorruhestand. Lufthansa will das durchschnittliche Eintrittsalter schrittweise auf 61 Jahre erhöhen. Beide Seiten hatten sich gegenseitig für das Scheitern der bisherigen Verhandlungen verantwortlich gemacht und behaupten ihrerseits, zu einer Einigung bereit zu sein.

Umstritten sind auch Gehaltssteigerungen der Piloten sowie die Pläne des Unternehmens zum Ausbau von Billigflugangeboten.

Abgesehen von den Streiks der Piloten hängt weiterhin die russische Drohung eines Überflugverbots für westliche Fluggesellschaften wie ein Damoklesschwert über der krisengeplagten Kranich-Airline. Um die Mittagszeit gaben die zuletzt etwas erholten Aktien der Fluggesellschaft um rund 1,5 Prozent nach. Damit gehörten sie zu den größten Verlierern im DAX.

ÜBERFLUGVERBOT?

Angesichts von 200 Flügen wöchentlich über den russischen Luftraum würde ein Überflugverbot die Lufthansa treffen, schrieb Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank. Sie könnte jedoch Teile auf Partner übertragen, die nicht betroffen wären. Noch sei aber ohnehin unklar, ob es überhaupt zu einem Verbot komme. Zu den angekündigten Streiks in München merkte der Experte an, diese könnten rund 160 Flüge betreffen und den Gewinn im niedrigen einstelligen Millionenbereich belasten. Er hoffe auf einen baldigen Kompromiss. Weitere Streiks seien allerdings nicht ausgeschlossen.

Die Schweizer Großbank UBS verschob die Lufthansa-Aktie wegen der jüngsten Arbeitskampf-Maßnahmen aus ihrer "Most Preferred List" im europäischen Transportsektor in die "Least Preferred List". Zudem mangele es kurzfristig an weiteren Details zur Restrukturierung, monierte Analyst Jarrod Castle. Auf Sicht von zwölf Monaten rechnet er aber mit einer Kurserholung der Aktie.

ANALYSTIN: 'LUFTHANSA FLIEGT UNTERHALB IHRER ZIELE'

Analystin Ruxandra Haradau-Doser von Kepler Cheuvreux schrieb, die Lufthansa "fliege unterhalb ihrer Ziele". Ihre Schätzungen für 2014 lägen nun um zehn Prozent unter der neuen Prognose der Lufthansa. Die Analysin rechnet mit einem Verfehlen der Wachstums- und Kostensenkungs-Ziele./gl/ceb/DP/stb

FRANKFURT/MÜNCHEN (dpa-AFX)
Bildquellen: 360b / Shutterstock.com, Kvini / Shutterstock.com

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03.06.2020Lufthansa OutperformBernstein Research
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06.08.2020Lufthansa HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
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25.09.2020Lufthansa UnderperformCredit Suisse Group
24.09.2020Lufthansa SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
23.09.2020Lufthansa UnderweightMorgan Stanley
23.09.2020Lufthansa VerkaufenIndependent Research GmbH
22.09.2020Lufthansa VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)

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