08.02.2022 16:50

Produktionskürzungen der Autobauer bremsen ams OSRAM - Aktie dennoch stark

Schwierigkeiten: Produktionskürzungen der Autobauer bremsen ams OSRAM - Aktie dennoch stark | Nachricht | finanzen.net
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Dem steirischen Sensorspezialisten ams OSRAM machen weiterhin Schwierigkeiten bei den Lieferketten zu schaffen.
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Im vierten Quartal 2021 schrumpften die Erlöse auch aufgrund des Verkaufs von Geschäftsteilen auf 1,4 Milliarden Dollar nach 1,6 Milliarden Dollar im Jahr davor, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Konzern liegt damit in der angekündigten Zielbandbreite. Der operative Gewinn (Ebit) verringerte sich um die Hälfte auf 135 Millionen Dollar. Die operative Marge sank auf 9,6 Prozent von 16,7 Prozent.

Die Produktionskürzungen der Automobilhersteller hätten zu Umsatzverzögerungen in den Automotive-Lieferketten geführt, erklärte ams-OSRAM-Chef Alexander Everke. Er geht davon aus, dass diese Situation den Markt noch für einen erheblichen Zeitraum dieses Jahres beeinflussen werde. Für das erste Quartal 2022 sei mit einem Umsatz von 1,37 bis 1,47 Milliarden Dollar zu rechnen. Die operative Marge werde zwischen acht und elf Prozent erwartet.

ams OSRAM hält an Mittelfrist-Zielen fest

ams Osram sieht sich trotz des noch andauernden Konzernumbaus auf Kurs, seine mittelfristigen Ziele zu erreichen.

"Die Ziele, die wir genannt haben, werden wir umsetzen und die gelten weiterhin", sagte Konzernchef Alexander Everke am Dienstag. Mittelfristig will der Konzern eine Ebit-Marge von über 20 Prozent erzielen, wie Finanzchef Ingo Bank bekräftigte. Derzeit liegt diese bei rund zehn Prozent, was Zweifel an der Erreichbarkeit aufkommen ließ. Weitere Details will der Konzern an seinem Kapitalmarkttag am 5. April nennen.

Die Neuausrichtung des Konzerns nach der Übernahme des Münchner Lichtspezialisten Osram dauere eine gewisse Zeit, räumte Everke ein. Auch das Jahr 2022 werde wie erwartet noch ein Jahr der Transformation sein, sagte der Manager. Bei der Integration sieht sich der Konzern jedoch selbst im Plan. "Es dauert etwas länger als vielleicht viele erwartet haben, aber das ist ein Fakt, wenn man zwei so komplexe Unternehmen zusammensetzt", sagte Everke. Insgesamt sei er sehr zufrieden mit der Umsetzung, sagte er.

Das steirische Unternehmen hatte Osram vor rund zwei Jahren nach langem Ringen für mehr als vier Milliarden Euro übernommen. Im ersten vollen Geschäftsjahr als kombinierter Konzern stiegen die Erlöse auf 5,8 Milliarden Dollar nach 4,0 Milliarden Dollar im Jahr davor. Das operative Ergebnis (Ebit) legte auf 576 (531) Millionen Dollar zu und unter dem Strich blieb ein Gewinn von 313 (273) Millionen Dollar. Der Konzern lag damit im Rahmen seiner Prognose, aber leicht über den Erwartungen des Marktes. Für das erste Quartal sei mit einem Umsatz von 1,4 bis 1,5 Milliarden Dollar zu rechnen. Die operative Marge werde zwischen acht und elf Prozent erwartet.

Zu schaffen macht dem Konzern allerdings weiterhin die Knappheit bei Auto-Halbleitern. Die Produktionskürzungen der Automobilhersteller hätten zu Umsatzverzögerungen in den Lieferketten geführt, sagte Everke. Der Manager rechnet damit, dass diese Situation den Markt noch für einen erheblichen Zeitraum dieses Jahres beeinflussen wird. Zudem verlor das Unternehmen Marktanteile im Konsumgüter-Geschäft, was sich auf den Umsatz auswirkte. Diese Sparte beliefert unter anderem den Großkunden Apple mit optischen Sensorlösungen für Smartphones, etwa für 3D-Gesichtserkennung.

Im Handel an der SWX steigt die Aktie dennoch um 9,24 Prozent auf 16,56 Schweizer Franken.

Wien (Reuters)

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